Erol Sander nahm Abstand, Marta Arndt und Joachim Llambi wären sich beinahe bei "Let's Dance" zu nahe gekommen.
Erol Sander nahm Abstand, Marta Arndt und Joachim Llambi wären sich beinahe bei "Let's Dance" zu nahe gekommen.Bild: Getty Images Europe / Pool

"Let's Dance": Juror kommt Tänzerin nahe – Moderator muss einschreiten

21.03.2021, 15:51

Einmal in der Geschichte von "Let's Dance" hatte Daniel Hartwich einmal das letzte Wort! Seit 2010 ist er Moderator der beliebten RTL-Show – und zankt sich traditionell mit dem Juroren-Urgestein Joachim Llambi. Zumeist ist Llambi beim Foppen überlegen: Daniel muss sich auch aufgrund der Schlagfertigkeit Llambis fiese Seitenhiebe gefallen lassen – zuletzt ging es um Hartwichs Körpergewicht oder seine aus der Form gekommene Frisur, nachdem die Friseursalons seit Wochen geschlossen waren.

Und diese waren ja auch aus gutem Grund so lange geschlossen: Seit einem Jahr wütet die Corona-Pandemie, 2020 gehörte "Let's Dance" zu den ersten TV-Shows, in der die Abstandsregeln streng eingehalten wurden, die ohne Publikum stattgefunden hat und in der Begegnungen zwischen Stars und Profi-Tänzern zumindest notdürftig reduziert wurden.

Llambi musste von Hartwich zurechtgewiesen werden

Umso verwunderter waren die Zuschauer bei einer äußerst kuriosen Situation. Der Promi-Kandidat Erol Sander und die Profi-Tänzerin Marta Arndt hatten gerade einen Wiener Walzer zu "Nights in White Satin" von The Moody Blues aufs Parkett gelegt.

Erwartungsfroh und außer Atem standen die beiden vor den Juroren, Jorge González äußerte sich wohlwollend und erkannte eine Steigerung bei Erol, da unterbrach ihn Llambi direkt und war völlig anderer Meinung. Schnell wurde es wie immer sehr fachlich, bald äußerte er sich zu Schrittstellungen und Haltungsfehlern des Schauspielers.

Dass es bei der Erklärung etwas trocken wurde, schien auch der Juror gemerkt zu haben, wollte aufstehen und verdeutlichen, wovon er sprach. "Ich bin lange nicht mehr aufgestanden", erinnerte er sich noch – und tatsächlich, bislang beschränkte er seine Kritik immer aufs Mündliche. "Nicht zu nah!", ermahnte ihn noch seine Mit-Jurorin Motsi Mabuse, doch Llambi ging strammen Schrittes auf Marta Arndt zu.

Daniel Hartwich hatte das letzte Wort.
Daniel Hartwich hatte das letzte Wort.Bild: Getty Images Europe / Pool

Gerade wollte er mit Marta in die Grundposition des Wiener Walzers gehen, da wich die Profitänzerin schon vorsichtshalber und fast intuitiv zurück. Endlich war Daniel Hartwichs Moment gekommen, in dem er Joachim Llambi streng gegenübertreten konnte:

"Nicht an Marta zeigen! Nicht an Marta!"

Dass Hartwich ihn so zurechtweisen würde, damit rechnete Llambi offensichtlich nicht, verdutzt stammelte er darauf: "Ich muss...", woraufhin der Moderator hart blieb: "Es geht nicht." Der Juror schaffte es schließlich doch noch zu zeigen, was er meinte, indem er mit einem Eineinhalb-Meter-Abstand mit Marta tanzte. "Ich hätte es gerne gezeigt", setzte er noch einen drauf, als er schulterzuckend hinterher wieder ans Jurorenpult schritt.

"Let's Dance"-Zuschauer waren verwundert

Die Zuschauer wunderten sich sofort, wie Joachim Llambi die Abstandsregeln auch nach einem Jahr, in dem Corona eine bedeutende Rolle im Leben von allen Menschen spielt, einfach so vergessen konnte. Immerhin trennen auch die Juroren Plexiglas-Wände, immer wenn Llambi also zu Motsi schaut, hat er eine Scheibe vor der Nase. Auf Twitter wurden die User direkt schadenfroh:

Einige stellten aber auch eine berechtigte Frage: Immerhin wird in regelmäßigen Abständen in einer Bauchbinde in der Show eingeblendet, dass alle Beteiligten von "Let's Dance" vor dem Dreh negativ auf das Corona-Virus getestet wurden. Warum durfte also Llambi nicht mit Marta tanzen, wenn sie doch nachweislich nicht mit dem Virus infiziert sind?

RTL geht bei "Let's Dance" auf Nummer sicher

Auf das zugegebenermaßen sehr strenge Hygiene-Konzept, das nicht nur, aber auch für "Let's Dance" bei RTL gilt, wird Wert gelegt. Die Sendung ist eines der wenigen Formate, das Menschen in engem Kontakt zeigt – und das Woche für Woche. Aber eben nur mit der gleichen Person: Die Promis und Profis sind angehalten, neben den regelmäßigen Tests Kontakte zu reduzieren, auch sollen Fahrtwege umgangen werden, indem die Kandidaten teilweise in Köln einquartiert werden. Zudem nehmen die Tanzpaare zueinander einen großen Abstand im TV-Studio ein.

Schließlich hat "Let's Dance" auch schon eine Vorgeschichte mit dem Virus: Im vergangenen Jahr zeigte der Tänzer Christian Polanc plötzlich Symptome, die auf eine Corona-Infektion hindeuteten. Daraufhin begab er sich sofort in Quarantäne, etliche Tests fielen glücklicherweise negativ aus. Zumindest seine Tanzpartnerin Laura Müller hätte er bei dem intensiven Kontakt beim gemeinsamen Training wohl mit großer Wahrscheinlichkeit angesteckt.

Christian Polanc und Laura Müller konnten die Abstandsregel beim Tanzen nicht einhalten.
Christian Polanc und Laura Müller konnten die Abstandsregel beim Tanzen nicht einhalten.Bild: Getty Images Europe / Joshua Sammer

Dass "Let's Dance" weiterhin stattfindet, stieß auf Kritik

Der Epidemiologe Timo Ulrichs mahnte zudem während der vergangenen Staffel und zu Beginn der Pandemie gegenüber watson: "Die Sendung ist ein schlechtes Vorbild für die Zuschauerinnen und Zuschauer und wirft zumindest die Frage auf, warum in diesem Sendeformat geht, was im Alltag für alle anderen durch die rigiden Maßnahmen unterbunden wird." Seinerzeit konnte auch noch nicht so exzessiv getestet werden wie in diesem Jahr. Auch darauf verlässt sich die Produktion nun umso mehr.

Um ähnliche Kritik weitestgehend minimieren zu können, werden die Maßnahmen nun wohl auch in der aktuellen Staffel konsequent umgesetzt. Und auf Nummer sicher zu gehen zahlt sich offenbar aus: Bislang hat es nach Christian keine weitere Person im Cast von 2020 und 2021 gegeben, die sich wegen Symptomen in Quarantäne begeben musste.

(cfl)

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