"Irgendwann musste es rauskommen": Oliver Welke enttarnte "Bernd" Höcke, der als V-Mann der "heute-show" in die AfD eingeschleust wurde.
"Irgendwann musste es rauskommen": Oliver Welke enttarnte "Bernd" Höcke, der als V-Mann der "heute-show" in die AfD eingeschleust wurde.Bild: ZDF

Enttarnt: "Bernd" Höcke ist ein V-Mann der "heute-show"!

Im NSU-Fall, einem der "größten Skandale der Nachkriegszeit", so Oliver Welke, spielten V-Männer und deren Schutz eine große Rolle. Jetzt, zehn Jahre nach dem Ende des Mord-Trios, machte Welke ein brisantes Geständnis: Auch die "heute-show" (ZDF) hat einen V-Mann in die rechte Szene eingeschleust.
13.11.2021, 15:28

"Irgendwann musste es rauskommen", kündigte Welke die Sensation an und enthüllte dann: "Bernd" Höcke wurde von der "heute-show" in die AfD eingeschleust. "Die Fakten liegen auf dem Tisch", meinte Welke. Höcke, der im Thüringer Landtag als Fraktionsvorsitzender der AfD fungiert, sei eigentlich Comedy-Autor für die "heute-show". "In Wirklichkeit heißt er Björn Björnsen".

Der Zeitpunkt der Enthüllung war gut gewählt: Immerhin jährte es sich gerade zum zehnten Mal, dass der NSU gestoppt wurde. Auch zehn Jahre nach dem Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos und der Verhaftung von Beate Zschäpe, die zehn Mitbürger "relativ unbehelligt ermordet haben" (Welke), sei vieles unklar und diffus. Klar sei, und "eine Schande", dass damals 40 V-Männer verschiedener Behörden im direkten Umfeld des NSU tätig waren. Der Schutz der V-Männer (Welke: "Das waren teilweise Hardcore-Nazis, quasi 'verdeckte Erhitler'!") sei damals wichtiger gewesen als das Verhindern der Morde.

Interview mit Corona-Virus: "Ich fühle mich wohl in Deutschland!"

Ganz aktuell steht ein weiteres Jubiläum bevor: Das Corona-Virus feiert bald seinen zweiten Geburtstag. Deshalb empfing Oliver Welke das Bald-Geburtstagskind zum Interview. Der Stargast verkündete, dass er die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen wolle, denn: "Ich fühle mich wohl in Deutschland." In anderen Ländern werde er dagegen wie "unterste Schublade" behandelt. In Italien gäbe es eine viel zu hohe Impfquote, in Spanien ein durchdigitalisiertes Gesundheitssystem: "So kann ich nicht arbeiten." In Deutschland sei alles freundlicher: "Ihr habt noch nicht mal eine Regierung."

"Ich fühl mich wohl in Deutschland!" Oliver Welke begrüßte Studiogast Corona (rechts), der demnächst den zweiten Geburtstag feiert.
"Ich fühl mich wohl in Deutschland!" Oliver Welke begrüßte Studiogast Corona (rechts), der demnächst den zweiten Geburtstag feiert.Bild: zdf

Da wollte Oliver Welke nicht widersprechen, im Gegenteil: "Wir sind im Niemandsland zwischen zwei Regierungen", konstatierte er. Die eine, die geschäftsführende Kanzlerin, könne nicht mehr viel gegen Corona machen, der andere, der sich anbahnende neue Kanzler, wolle nicht so richtig. Und schon gar nicht jemanden verärgern. Welke: "Sollen sich ja alle wohlfühlen in der Kuschelpandemie", spöttelte Welke mit Blick auf eine recht große Rücksichtnahme auf Ungeimpfte seitens der Planungen der Ampel-Parteien.

Welke: "Fritze Merz packt es diesmal!"

Der Streit "Geimpfte versus Ungeimpfte" spalte die Nation, meinte Welke. Zum Vorwurf der Ungeimpften, die sich durch "Impfdruck" in ihren Freiheitsrechten eingeengt fühlen, meinte Welke, dass Freiheitsrechte extrem wichtig seien und zitierte dann den Philosophen Immanuel Kant: "Die Freiheit des einen endet grundsätzlich da, wo die Freiheit eines anderen oder gar sein Leben gefährdet wird." Welkes Fazit: "Es ist so traurig, denn mit besserer Impfquote hätten alle mehr Freiheit!"

Wie wird wohl der neue CDU-Vorsitzende gegen Corona vorgehen? Wenn es nach den Meinungen der Buchmacher und von Oliver Welke geht, dann wird der Friedrich Merz heißen. Denn der wird wohl zum dritten Mal ins Rennen gehen. Der "alte Fritz" würde bei der nächsten Bundestagswahl 70 Jahre alt sein, für Merz kein Hinderungsgrund: "Junge Besen kehren gut, aber die alte Bürste kennt die Ecken!"

"Der Fritze macht's!" Oliver Welke ist überzeugt, dass sich Friedrich Merz im dritten Anlauf den CDU-Vorsitz krallt.
"Der Fritze macht's!" Oliver Welke ist überzeugt, dass sich Friedrich Merz im dritten Anlauf den CDU-Vorsitz krallt.Bild: zdf

Welke ("Der Fritze packt's diesmal!") wettete sogar: "Wenn's Fritze nicht wird, fress' ich 'ne alte Bürste." Merz werde nicht nur von Welke sowie der Mittelstandsunion und den Wirtschaftsverbänden, sondern auch von etlichen Prominenten unterstützt. Einer seiner Förderer schickte eine Grußbotschaft: Menderes Bağcı, der Kultstar aus "Deutschland sucht den Superstar"! "Menderes glaubt an dich!", ließ die DSDS-Ikone verlauten, die viele Gemeinsamkeiten ausmachte: "Wir haben denselben Spirit und das Talent. Und ich wollte auch schon oft Deutschlands Superstar werden. Hat aber auch nie geklappt."

Versaut sich Grinch Merz zum dritten Mal das Weihnachtsfest?

Die Tatsache, dass die merz'schen Anläufe aufs Amt des Vorsitzenden stets zur Weihnachtszeit stattfinden, nutzte Welke, um eine Weihnachtsgeschichte von "Grinch Merz" vorzutragen. Titel: "Wie der Grinch sich jedes Jahr Weihnachten versaut".

"Ich bin der Grinch mit Namen Fritz, es ist Weihnachten, ich will den Parteivorsitz. Doch meine Partei, die hat sie nicht alle und nimmt stattdessen die Saarland-Schnalle. (2018) Drei Jahre später, das könnt ihr nicht maachen, da wählt ihr ernsthaft den Hobbit aus Aachen?! (2021) Verlieren gegen Röttgen, das geht eigentlich nich, es sei denn, der einzige Gegner bin ich. Macht nix, nächstes Jahr geh ich aufs Ganze und verliere ganz knapp gegen 'ne Zimmerpflanze."

(tsch)

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