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Birte Glang präsentiert den

In "Die Höhle der Löwen" buhlen die Investoren um Gründer. Aber die Deals kommen danach nicht immer zustande. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Zwei Sendungen, zwei geplatzte Deals – was Vox zu den gescheiterten "Höhle der Löwen"-Investments sagt

Ralf Dümmel betonte gegenüber watson gerade noch, wie hoch seine Quote bei der Abwicklung der Deals aus "Die Höhle der Löwen" sei. "In der letzten Staffel habe ich 25 Deals gemacht und 24 davon habe ich zum Notar gebracht", sagte der Investor. Doch nicht bei allen Löwen läuft es so gut wie bei Dümmel. Schon nach der Ausstrahlung der ersten Folge der neuen "Löwen"-Staffel wurde bekannt, dass ausgerechnet der Deal mit der Gründerin der veganen Nagelfarbe "gitti" im Nachhinein geplatzt ist. Und auch nach der zweiten Folge am Montagabend ist klar: Nico Rosbergs erster Deal kam nicht zustande.

In beiden Fällen sollen die Gründer im Nachhinein höhere Firmenbewertungen aufgerufen haben, von denen die Investoren wenig begeistert waren. Nico Rosberg erklärte der "Bild" dazu: "Das Team von 'not less but better' widmet sich einer gesellschaftlich relevanten Thematik und hat uns durch einen starken Auftritt bei 'DHDL' von sich überzeugt. [...] Allerdings hat eine neue Bewertung der Gründer nach der Show dazu geführt, dass wir uns letztlich gegen eine Beteiligung entschieden haben."

Vox reagiert auf die geplatzten "DHDL"-Deals

Judith Williams äußerte sich im Falle des geplatzten "gitti"-Deals in der vergangenen Woche ähnlich: "Nach unserem Deal vor der Kamera wollte die Gründerin Jenni Baum-Minkus bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen. Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden", sagte sie dem Magazin "Stern".

Investor Nico Rosberg nimmt den Sportstollen von

Nico Rosbergs erster Deal platzte nach der Sendung. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Zwei geplatzte Deals nach zwei Sendungen – eine beachtliche Quote. Aber dramaturgisch gesehen steckt keine Absicht dahinter, wie Vox gegenüber watson sagt: "Dass direkt in den ersten beiden Sendungen zwei Deals drin sind, die geplatzt sind, ist eher Zufall." Der Sender erklärt dazu weiter:

"Wir bauen die Sendungen rein dramaturgisch zusammen und bei der Planung wissen wir oft noch nicht, dass die Deals evtl. noch in der Schwebe/Verhandlung sind oder gar geplatzt sind. Da Vox in die tatsächlichen Geschäftsentwicklungen zwischen den Löwen und Gründern nach der Sendung nicht mehr involviert ist, treffen wir unsere Entscheidungen für den Sendungsbau unabhängig davon."

Aus geplatzten Deals wird kein Geheimnis gemacht

Wenn es um die Anzahl der geplatzten Deals gehe, könne der Sender keinen Durchschnittswert festmachen. Daraus, dass Investments nicht immer zustande kämen, hätten weder Vox noch die Löwen oder Gründer ein Geheimnis gemacht. Das sei auch in der Sendung immer mal wieder thematisiert worden, teilte eine Sendersprecherin weiter mit.

Ob im Laufe der Staffel noch weitere Deals platzen oder die Gründer aus den kommenden Folgen erfolgreicher bei der Aushandlung der Konditionen sind, wird sich zeigen. Aber eins ist auch ohne unterzeichneten Deal klar: Die Gründer und ihre Produkte bekommen die Aufmerksamkeit, die sie sich erhofft haben. Nicht auszuschließen, dass dabei auch die ein oder andere Finanzspritze durch einen anderen Investor bei rumkommt.

(jei)

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