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Dieter Nuhr knöpfte sich das Coronavirus vor. Bild: Screenshot Das Erste

Dieter Nuhr knöpft sich Coronavirus vor – dann wird Satiriker plötzlich ernst

Am späten Donnerstagabend hatte das bayerische Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass sich ein fünfter Patient in Deutschland mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. Wie bei den anderen vier deutschen Fällen handele es sich um einen Mitarbeiter des in Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto.

Zeitgleich zu dieser Meldung griff auch Satiriker Dieter Nuhr die Thematik in seiner ARD-Show "Nuhr im Ersten" auf. Er begrüßte sein Publikum mit einem theatralischen Husten und frotzelte: "Danke, dass Sie mir eine Dreiviertelstunde ihrer Lebenszeit schenken, auch wenn Sie nicht wissen, ob es eventuell ihre letzte ist."

Es würde aber keinen Grund zur Panik geben, beruhigte er das Publikum. Er sei schon seit Wochen nicht mehr in China gewesen. Zur Erinnerung: Mittlerweile sind weltweit fast 6000 Infektionen mit dem Virus bestätigt, das zuerst in China auftrat. Auch eine Fledermaus, die als Aulöser des Virus gehandelt wurde, habe er nicht gegessen, beteuert Nuhr. Nur neulich in Berlin eine Currywurst und da sei bekanntlich ja auch "alles drin, was nachts im Dunkeln fliegen kann".

Dieter Nuhr geht Coronavirus-Verschwörungstheorien durch – dann wird er ernst

Dann ging Nuhr die ganzen in den vergangenen Tagen aufgeploppten Verschwörungstheorien durch. Die Pharmaindustrie könnte das Virus in die Welt gesetzt haben, Donald Trump, die Illuminaten oder gar Angela Merkel. Oder natürlich die Chinesen selbst. Nuhr:

"Die Chinesen haben diese ganzen kleinen Viren mit Kameras versehen, die uns von innen überwachen sollen."

Und dann wurde Nuhr wieder ernst. Und brachte auf den Punkt, was angesichts der Lage fehl am Platz ist: Panik. In Richtung Kamera erklärte er:

"Bevor sich jetzt alle aufregen: Ich wünsche allen Erkrankten von Herzen gute Besserung. Ohne Ironie. Ich weiß, es hat Tote gegeben. Wie auch bei jeder Grippe. Aber Durchdrehen hilft nicht."

Diese Krankheit würde kommen, Fachkräfte würden tun, was sie könnten und dann würde das Virus auch wieder verschwinden. "So ist das. Das ist schlimm, aber auch normal." Die Zahl der Coronavirus-Toten in China war zuletzt auf 132 gestiegen.

Am Ende seines Monologs ließ sich Nuhr aber doch noch zu einem Witz hinreißen: "Hoffentlich erleben wir das Monatsende noch – ich will nicht den Brexit verpassen."

(ab)

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