Unterhaltung
Das Ding des Jahres

Dominik Guber stellte sein Bierbrau-Set vor. Bild: Screenshot ProSieben

"Ding des Jahres": Zuschauer sauer über Bier-Startup – Moderatorin greift ein

In der ProSieben-Show "Das Ding des Jahres" bekommen Erfinder die Chance, ihren neuesten Coup zu präsentieren – und womöglich damit am Ende das Ding des Jahres geschaffen zu haben. Jeweils zwei Erfindungen treten in der Show gegeneinander an, werden von der Jury rund um Joko Winterscheid begutachtet und bewertet. Doch schlussendlich entscheidet das Publikum, wer eine Runde weiterkommt.

In der Ausgabe vom Mittwoch präsentierte ein Erfinder ein Set, mit dem man zu Hause ganz einfach Bier selbst brauen kann. Im Einspieler stellte der Bayer sein Produkt vor.

Bayer präsentiert Bierbrau-Set

Immer wieder richtete sich Dominik Guber darin ganz explizit an Männer. Für den Erfinder scheint klar zu sein: Biertrinken ist etwas für die Herren der Schöpfung. Doch irgendwann sei ihm die Erkenntnis gekommen, wie er seine Zielgruppe noch deutlich erweitern könnte, führte er im Einspieler aus. Seine Idee: Das Set sei ein "perfektes Geschenk, was man Männern schenken kann".

Puh. Was der Erfinder wohl für einen genialen Coup hält, damit auch Frauen sein Produkt kaufen, die das in seinem Kopf ja nieeee tun würden, ist in Wahrheit einfach sexistisch.

Das fiel auch "Ding des Jahres"-Moderatorin Janin Ullmann auf, die sich in der Sendung einen Kommentar einfach nicht verkneifen konnte. "An die Marketingabteilung: Bier kann man auch uns Frauen schenken", sagte Ullmann trocken in die Kamera.

Kritik an Rollenbildern bei "Das Ding des Jahres"

Viele Zuschauer, die sich auf Twitter zu der Sendung äußerten, stießen ins gleiche Horn und kritisierten diese stereotype Darstellung.

Noch mehr Stereotype

Aber nicht nur Dominik Guber hat offenbar noch ein sehr angestaubtes Geschlechterbild. Auch das Erfinderpaar Claus und Manuela Heller hielt es für besonders lustig, bei der Präsentation ihres MediBech, ein Becher, der die Einnahme von Tabletten erleichtern soll, darauf hinzuweisen, dass die roten Tabletten für die Frauen und die blauen für die Männer seien. Oje, Stereotype, die auch 2020 ganz offensichtlich noch immer nicht ausgestorben sind.

(hau/jei)

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