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Carolin Kebekus am Donnerstagabend in ihrer ARD-Comedy-Show. Bild: Screenshot ARD

Carolin Kebekus wettert in ARD-Show gegen Heuchelei von McDonald's und Dior

In der vergangenen Woche hatte sie ihren eigenen Chef kritisiert, in der neuesten Ausgabe ihrer ARD-Show knöpfte sich Comedienne Carolin Kebekus nun die Großkonzerne vor, die mit vermeintlich edlen Absichten ihre Verkäufe nur noch weiter ankurbeln wollen.

"Wir reden sehr viel über Feminismus in dieser Zeit", begann die 40-Jährige ihren Monolog. Feminismus hätte lange keinen "hippen Sound" gehabt, so Kebekus. Mittlerweile wäre dieser aber überall ziemlich angesagt oder schlicht: "der heiße Scheiß". Der rasante Anstieg von fix herangezüchteten Feminismus-Zugeständnissen würde so weit gehen, dass die Menschen zum Weltfrauentag regelmäßig mit Kampagnen "zugeschissen" würden, die vorgeblich Female Empowerment propagierten.

Wie bizarr dies mitunter anmuten kann, zeigte sie an einem McDonald's-Werbespot, in dem unter dem Titel "Stark für Frauen" ein... Burger beworben wurde.

"Was ist da die Message? Wenn Sie für Frauenrechte sind, essen Sie diesen Burger?", frotzelte Kebekus. Der Fast-Food-Gigant sei bei weitem nicht das einzige Beispiel. Auch Apple, Douglas, Mozilla, Nike und andere Konzerne hätten in ihren Kampagnen die starke Frau beschworen. Die Aufrichtigkeit dahinter sei aber nicht gegeben.

Apple und McDonald's schreiben sich Feminismus auf die Fahne, werden aber von Männern geführt

Denn, so Kebekus: Die Chefs der Unternehmen, die sich groß das Wort 'Feminismus' auf die Flagge geschrieben hätten, hätten eines gemeinsam: Sie sind Männer! Apple beispielsweise wird von Tim Cook angeführt, John Donahoe ist der CEO von Nike, bei McDonald's hört man auf das Kommando von Chris Kempczinski.

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Carolin Kebekus mit den Chefs der Großkonzerne. Bild: Screenshot ARD

Die Komikerin wetterte angesichts dieser heuchlerischen Tatsache:

"Ich habe den Verdacht, dass sie sich das Thema [Feminismus] nur an die Männerbrust heften, um Kohle zu verdienen! Sehr, sehr viel Kohle teilweise."

Ein Beispiel gefällig? Das Luxuslabel Dior hat ein T-Shirt mit dem kämpferischen Schriftzug "We should all be feminists" – "Wir sollten alle Feministinnen sein" entworfen. Eine gute Message, die die Besitzerin des Designer-Teils in die Welt tragen könnte. Wohlgemerkt könnte, denn das Teil muss man sich erst einmal leisten können.

Carolin Kebekus: "Für dieses pisselige Baumwollshirt sollen wir 550 Euro abdrücken! 550! Alter! Da fragt man sich schon: Welche Botschaft über Gleichberechtigung sende ich mit einem T-Shirt, das sich keiner außer Rihanna leisten kann. Ich weiß nicht, was es bei Dior zu saufen gab."

Kebekus' bitteres Fazit: "Mit dem Label Feminismus versucht man einfach, Frauen alles zu verkaufen." Immerhin: Auch, wenn das Modehaus Dior von Männern geführt wird, sitzt mit Maria Grazia Chiuri als Chefdesignerin auch eine Frau an der Spitze.

(ab)

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