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Die "FameMaker": Teddy Teclebrhan, Carolin Kebekus und Luke Mockridge hören nicht, was die Kandidaten singen. Bild: screenshot prosieben

"Ich mache nicht mehr mit": Kandidatin lässt Jury bei "FameMaker" enttäuscht zurück

Nach dem "Free European Song Contest", den Stefan Raab zusammen mit ProSieben ins Leben gerufen hat, folgte nun am Donnerstagabend die neue Show des ehemaligen "TV Total"-Moderators auf seinem Heimatsender. Bei "FameMaker" handelt es sich um eine weitere Musiksendung, bei der das größte Talent und der beste Performer gesucht wird. Zwar war Raab bei den Aufzeichnungen der Folgen live vor Ort, doch auch diesmal werden die Zuschauer ihn nicht zu sehen bekommen.

Komiker Luke Mockridge verriet, dass der Entertainer und Produzent ihm aus dem Hintergrund über einen Knopf im Ohr im Minutentakt "irgendwelche schlechten Gags" zugeflüstert habe. Ein genaueres Bild von den Witzen konnten sich die Zuschauer bereits in Folge eins machen. Neben dem Comedian sind noch zwei weitere "FameMaker" mit von der Partie, die im Studio für ordentlich Stimmung sorgten. Dabei ist es auch unfreiwillig überraschend zu dem einen oder anderen peinlichen Patzer gekommen.

Die erste Panne der neuen Sendung wurde übrigens bereits im Vorfeld bekannt. Bei der Aufzeichnung gab es nämlich Probleme mit der Glaskuppel, die sich nach einer bestimmten Zeit nicht öffnen ließ. Nach mehreren Versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen, scheiterten die TV-Produzenten. Die Show musste vorzeitig beendet werden und das Publikum musste das Studio verlassen. Nun sollte alles nach Plan verlaufen.

Auf dem Weg zum Erfolg muss man mehr als 3 Tonnen Glas besiegen: ,,FameMaker

Die "FameMaker" und Moderator Tom Neuwirth: Die drei Comedians suchen das beste Talent. Bild: ProSieben/Willi Weber

Das Konzept

Die Kandidaten versuchen, unter einer schalldichten Glaskuppel, die schlappe 3,1 Tonnen wiegt, die "FameMaker" von ihrem mehr oder weniger vorhandenem Talent zu überzeugen. Das Besondere: Die Jury hört nicht, was die Teilnehmer zum Besten geben. Dennoch gilt es, den Top-Performer des Landes zu finden.

Wenn sich die Juroren schließlich für einen Sänger entscheiden, müssen sie den Hebel ziehen und die Glaskuppel öffnet sich. In dem Moment wird die Stimme schonungslos enthüllt. Egal, wie schief die Töne auch sind, beim großen Finale am 1. Oktober müssen die drei "FameMaker" mit ihrem Schützling eine Performance kreieren. Die Zuschauer entscheiden am Ende über Sieg und Niederlage.

Das sind die "FameMaker"

Die Comedians Carolin Kebekus, Teddy Teclebrhan und Luke Mockridge sind die drei "FameMaker", die in der Show den im besten Fall größten Entertainer mit einer außergewöhnlichen Stimme enttarnt haben. Mockridges Tipp für die Teilnehmer: "Ich würde versuchen, mich gar nicht zu verstellen." Teclebrhan meinte: "Ich würde ganz bewusst performen – zu einem Song von Adele." Kebekus gab übrigens zu: "Ich bin einfach sehr gut im Faken." Ein Talent, das nicht alle Kandidaten aufbringen konnten.

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Luke Mockridge, Carolin Kebekus und Teddy Teclebrhan: Die drei suchen den besten Performer. Bild: screenshot prosieben

Moderator Tom Neuwirth, besser bekannt als Conchita Wurst, moderiert die Show. Für den ESC-Gewinner stand fest: "Ich würde eine richtige Monster-Ballade wählen. Und ich glaube, die 'FameMaker' würden dann auch ohne Ton erkennen, dass ich singen kann." Den Ratschlag hätten sich die Juroren zu Herzen nehmen müssen, denn es zeigte sich, dass sie auch mächtig daneben liegen konnten.

Der OMG-Moment

Gleich der erste Kandidat sorgte mit seiner Performance für einen Wow-Auftritt. Zu Lady Gagas "Born This Way" ließ er die Hüften kreisen und tanzte synchron mit seinen Background-Tänzerinnen. Luke Mockridge schien schnell überzeugt zu sein und zog den Hebel. Unter der Glaskuppel steckte übrigens Chris. Schnell zeigte sich allerdings, dass der Gesang nicht ganz zu seinem guten Auftritt passte.

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Chris: Der Kandidat heizte dem Publikum ein. Bild: screenshot prosieben

Der Choreograph aus Düsseldorf sagte: "Body Positivity ist mir wichtig. Es macht mir einfach Spaß, mich zu bewegen." Für Luke war klar: "Das ist ein Star." Chris freute sich: "Er hat sich auf mich eingelassen, er will die Welt ein bisschen besser machen. Als Luke gesagt hat, du bist im Team, ist die Nervosität weggefallen." Moderator Tom Neuwirth fragte nach der Performance: "Würdest du dich als Sänger bezeichnen?" Seine ehrliche Antwort folgte prompt: "Nein!"

Überraschung des Abends I – das verkannte Talent von Kandidatin Liah: "Ich mache nicht mehr mit"

Bei dieser Frau lag die Jury grandios daneben! Luke Mockridge hielt ihre wilde Performance für eine Ablenkung und vermutete, dass sie nicht singen könne. Auch das Kleid sorgte für Wirbel. Carolin sagte euphorisch: "Das Kleid glänzt und glitzert, ich will es haben." Doch ein bisschen Angst hatte sie vor dem Auftritt auch.

Und so verstrich die Zeit, in der die Juroren sich für diese achte Kandidatin entscheiden hätten können. Erst nach der abgelaufenen Zeit hob sich die Kuppel und die Kandidatin konnte zeigen, was sie für ein großes Talent hat. Kebekus sagte enttäuscht: "Offiziell Entschuldigung, wir haben uns mega vertan, so schade."

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Liah: Als ihre Stimme ertönte, bereuten die Juroren ihre Entscheidung. Bild: screenshot prosieben

Die Sängerin hieß Liah. Sie sagte: "Musik ist alles für mich." Das war nicht zu überhören. "Wir hätten dir gar nicht mehr helfen können. Wo warst du unser ganzes Leben?", so Luke. Die 31-Jährige antwortete: "Ich habe mich für eine Show entschieden und das war diese."

Doch Teddy wollte sie nicht einfach so gehen lassen und entgegnete: "Hast du Instagram? Ich würde dich gerne über meine Kanäle pushen und präsentieren." Carolin war immer noch fassungslos und sagte enttäuscht: "Ich mache nicht mehr mit." Und Luke pflichtete bei: "Ich hätte mich brutal gefreut, wenn so eine weitergekommen wäre."

Übrigens: Sein Versprechen löste Teddy ein und präsentierte in seiner Story ihren Auftritt und markierte sie natürlich, so dass seine über 660.000 Abonnenten auf das Gesangstalent aufmerksam werden. Und auch Carolin Kebekus präsentierte ihren 378.000 Abonnenten die große Stimme.

Überraschung des Abends II

Beim zwölften Kandidaten kam die Jury direkt beim Anblick des Outfits ins Staunen. Der Grund: Der Teilnehmer trug lediglich einen Borat-Anzug und darüber einen Blazer gepaart mit High Heels. Tom Neuwirth schwärmte: "Wow, ich will den Look." Carolin Kebekus sagte erschrocken: "Er hat keine Hose an, jemand muss ziehen." Doch getraut hat sie sich dann doch nicht. Dafür war Luke voller Tatendrang und zog den Hebel.

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Basti: Der 26-Jährige zeigte sein Talent und das mit Erfolg. Bild: screenshot prosieben

Die Stimme haute sofort alle im Studio um. Luke konnte sein Glück kaum fassen: "Nachdem die Kuppel hochgegangen ist, bin ich total begeistert." Basti erzählte dann seine Geschichte: "Man musste sein, wie es die Gesellschaft gesagt hat. Ich bin ein anderer Mensch und habe gelernt, es zu zeigen." Weil seine Stimme alle flashte, musste er gleich danach noch mal eine Ballade anstimmen. Luke strahlte und sagte: "Du bist genau das, was die Show ausmacht. Ein Ausblick auf das, was die Zuschauer im Finale erwartet." Teddy entgegnete wehmütig: "Ich gönn' dir." Carolin eher nicht: "Ich gönne dir gar nichts."

Top und Flop unter der Glaskuppel

Die sechste Kandidatin täuschte in jedem Fall Luke Mockridge, denn der war überzeugt: "Die blufft, da ist nichts drin." Damit lag er ordentlich daneben, zum Glück hat Carolin gesehen, welches Talent die 25-Jährige hat: "Wahnsinn, dass du hier bist. Es war eine sehr geile Performance." Mit ihrer Interpretation von Beyoncés "Freedom" haute Kate alle um. Ihr größter Traum sei es, von der Musik leben zu können. Mit ihrem Auftritt ist sie dem schon mal ein Stück näher. Luke war auch ein bisschen von sich selbst enttäuscht: "Das ganze Paket ist geil und ich wäre gerne ein Teil davon gewesen."

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Kate: Mit ihrer Performance überzeugte sie Carolin Kebekus. Bild: screenshot prosieben

Für den größten Flop sorgte die dritte Kandidatin, die ihr eher überschaubares Gesangstalent mit Humor nahm. Luke kam der Mogelpackung schnell auf die Spur: "Da kommt nichts raus, da ist keine Stimme drin." Teddy entschied sich trotzdem für sie und meinte: "Du hast schon in der Kirche gesungen." Sie meinte daraufhin: "Und die Leute vergrault." So kann man das auch sehen. Mit Marianne Rosenbergs "Ist es wahre Liebe" versuchte sie dennoch die Herzen der Zuschauer zu gewinnen. Trotz des Gesangs-Flops hoffte Teddy, dass die beiden eine gute Zeit haben werden. Die 38-Jährige erklärte Tom Neuwirth: "Für mich ist es eine Chance, zu zeigen, was man kann." Dennoch gab sie zu: "Mit der Stimme ist es Körperverletzung." Autsch.

Fazit

Mit der Sendung hat Stefan Raab neue Akzente bei den unzähligen Musikshows gesetzt. Das Konzept kann jedoch in den kommenden Sendungen schnell auserzählt sein, da die Überraschungsmomente nicht immer richtig zündeln wollen. Die Jury rund um Teddy, Luke und Carolin harmoniert und an Gags fehlt es in jedem Fall nicht. Somit bekommt das Publikum eine Gratisperformance der Comedians obendrauf.

Die neue Musikshow "FameMaker" besteht aus fünf Folgen mit großem Live-Finale und läuft ab dem 17. September um 20.15 Uhr am Donnerstag und Samstag auf ProSieben und auf Joyn.

(iger)

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