Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi sind sich bei der Einschätzung der "Let's Dance"-Tänze nicht immer einig.
Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi sind sich bei der Einschätzung der "Let's Dance"-Tänze nicht immer einig.
Bild: Getty Images Europe / Pool

"Let's Dance"-Juror zeigt kurz viel Verständnis: "Ihr pfeift alle aus dem letzten Loch"

22.05.2021, 15:2422.05.2021, 15:23

Im Halbfinale von "Let's Dance" steigen die Ansprüche an die verbliebenen vier Promi-Kandidaten Nicolas Puschmann, Valentina Pahde, Simon Zachenhuber und Rúrik Gíslason immens. Nicht nur mussten sie zusammen mit ihren Profi-Tanzpartnern jeweils zwei neue Solo-Tänze einstudieren, auch ein Impro-Dance will in der Folge umgesetzt werden. Und die Juroren sehen jeden Fehler – allen voran Joachim Llambi, das Urgestein der Jury, das seit 14. Staffeln dabei ist.

Ausgerechnet er, der strengste unter den RTL-Wertungsrichtern, zeigte allerdings gleich nach der ersten Performance des Abends ungewohnt viel Empathie, zumindest konnte er es nachvollziehen, dass die Promis langsam aber sicher körperlich an ihre Grenzen stoßen.

Männertanzpaar bei "Let's Dance" hörte verständnisvolle Worte von Llambi

Nicolas und Vadim Garbuzov tanzten einen Jive zu "Great Balls Of Fire" von Jerry Lee Lewis und eröffneten mit dem schnellen Tanz gleichzeitig das Halbfinale. Motsi Mabuse und Jorge González fanden den Jive schon mal gelungen, viel Lob und wenig Kritik bekamen sie von den beiden Juroren zu hören.

Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov gaben ihr Bestes beim Jive.
Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov gaben ihr Bestes beim Jive.
Bild: Getty Images Europe / Pool

Llambi ordnete Nicolas' Leistung zunächst im Vergleich zu zwei anderen Kandidaten ein: Der mittlerweile ausgeschiedene 69-jährige Jan Hofer legte eine nicht ganz so flotte Sohle aufs Parkett, wohingegen der Show-Favorit Rúrik einen der besten Jives in der "Let's Dance"-Geschichte abgeliefert hatte. Nicolas sei laut Llambi irgendwo dazwischen gewesen: "Der Jive war von Jan Hofer weit weg, aber auch nicht an Rúrik Gíslason dran."

Schnell fügte er allerdings an, was sicherlich viele Zuschauer im Verlauf der Staffel vergessen, dem ehemaligen "Prince Charming" aber zugute kommen dürfte: "In diesem Halbfinale, oder in jeder Show, zählt ja nur diese Show. Was vorher war, ist vollkommen egal. Es zählt, was heute hier passiert."

Die Stimmung habe bei Nicolas und Vadim gestimmt, Action sei da gewesen, synchron hätten sie noch dazu getanzt. Am Ende sei Nicolas allerdings die Puste ausgegangen: "Es wurde flachfüßiger. Das muss natürlich, wenn man ins Finale will, mit vollem Einsatz stimmen. Ich möchte gerne, dass ihr voll durchzieht", feuerte der Wertungsrichter das Männertanzpaar an und fuhr schließlich fort:

"Ich weiß, es kostet Kraft und ihr pfeift alle aus dem letzten Loch nach so vielen Wochen. Aber jetzt zählt's."
Joachim Llambi ist seit der ersten "Let's Dance"-Staffel Juror auf RTL.
Joachim Llambi ist seit der ersten "Let's Dance"-Staffel Juror auf RTL.
Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Dass Joachim Llambi so viel Verständnis für die prominenten Tanzschüler zeigte, dürfte überraschen. Immerhin stellte er zuvor ja noch klar, dass die Tänze der vergangenen Shows und der Zeitpunkt im Wettkampf eigentlich keine Rolle spielen würden, sondern nur die aktuelle Performance zähle. "Ich hab meine Meinung und der Zuschauer hat seine Meinung, fertig", schloss der 56-Jährige ab.

Trotz flacher Kicks gegen Ende, heimste Nicolas schließlich von Llambi noch sieben von zehn Punkten ein. Inwiefern ein Erschöpfungs-Bonus dabei eine Rolle gespielt haben könnte, bleibt offen.

In der zweiten Runde packte Llambi wieder die volle Härte aus

Bei der zweiten Tanzrunde erinnerte sich Llambi dann auch gleich wieder daran, dass sich alle mittlerweile im Halbfinale von "Let's Dance" befinden. Von Anfeuerung und Verständnis fehlte nach Runde zwei jede Spur, denn Nicolas' Paso Doble konnte Llambi plötzlich gar nichts mehr abgewinnen:

"Es war ein bisschen wie 'Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann'. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ein Paso Doble ist stolz, ist arrogant, hat Aura. Du bist hier hin und her gelaufen, da hab ich gedacht, jetzt schmeißt er gleich in Köln beim Karnevalszug die Kamelle."

Llambi fügte zwar noch an, dass das Geschmackssache sei, aber: "Es ist bei mir überhaupt nicht angekommen." So unterschiedlich können Wertungen des Duisburgers für ein und denselben Kandidaten ausfallen – dennoch vergab er auch hiernach noch sechs Punkte, also nur einen Zähler weniger als nach der wohlwollenderen Wertung.

Übrigens: Nicht alle Promis können die Wertungen von der Jury auch gleich für sich umsetzen. Luca Hänni, der 2020 bis ins "Let's Dance"-Finale kam und mit Christina Luft den dritten Platz belegte, konnte Llambis Fachworten wenig abgewinnen. Im watson-Interview erinnerte er sich: "Ich konnte mit dem Input eh nicht viel anfangen, wenn Llambi sagt, der Fuß war hier nicht so gut und so weiter. Ich weiß doch nicht, wie die technischen Dinge heißen."

(cfl)

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