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"Stern TV": Kult-Moderator wütet gegen Heidi Klum

LOS ANGELES, CALIFORNIA - FEBRUARY 05: Heidi Klum attends the 65th GRAMMY Awards on February 05, 2023 in Los Angeles, California. (Photo by Matt Winkelmeyer/Getty Images for The Recording Academy)
Heidi Klum muss immer wieder mal Kritik einstecken.Bild: Matt Winkelmeyer/Getty Images for The Recording Academy
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"Stern TV": Kult-Moderator teilt heftig gegen Heidi Klum aus – "sehr sexistisch"

23.05.2023, 17:58
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Sinkende Preise, Diätberatung und die umstrittene Werbekampagne von Heidi Klum und ihrer Tochter Leni – Moderator Dieter Könnes präsentierte bei "Stern TV" am Sonntag drei völlig unterschiedliche Themen. Zu jedem hatte Könnes unterschiedliche Gäste und Expert:innen eingeladen. Oliver Pocher, der eigentlich zu keinem der Themen einen wirklichen Bezug hat, durfte als eine Art lustiger Universal-Experte immer wieder einen Spruch loslassen.

Zunächst ging es um die Lebenserhaltungskosten, die durch Inflation stark angestiegen sind, zuletzt aber zumindest teilweise wieder fielen. Gurken und Butter nannte Mandy Reiners als Beispiel. Sie kauft für ihre Familie fast nur Sonderangebote und plant danach auch die Mahlzeiten. Dies sei sehr anstrengend, erzählte Reiners. Sie hofft, dass Einkaufen insgesamt bald wieder günstiger wird.

Ron Perduss konnte ihr Hoffnung machen. "Ich bin überzeugt davon, dass die Preise bald weiter fallen werden", sagte der RTL-Verbraucherexperte. Am Beispiel von Elektrofahrrädern, deren Preise um bis 30 Prozent zurückgegangen waren, erklärte Perduss, warum Einkaufen nun wieder günstiger geworden ist. Während der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach E-Bikes nämlich groß, aufgrund gestörter Lieferketten fehlten aber zur Produktion benötigte Teile. Mittlerweile habe sich alles normalisiert, die Lager seien voll. Die Nachfrage sei aber nicht mehr so groß. Weshalb die Preise gesunken sind.

Mitnahme-Effekte: Händler und Herstellen senken Preise noch nicht

Auch Rohstoffe waren zuletzt wieder günstiger geworden. "Die Preise sind aber noch nicht so weit unten, wie man anhand der Rohstoffpreise vermuten könnte", sagte Thomas Roeb, Professor für Wirtschaftswissenschaften. Roeb und Perduss sprachen von Mitnahmeeffekten, Hersteller und Händler würden die günstigeren Produktionskosten derzeit zumindest teilweise noch nicht an die Endverbraucher weitergeben.

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Harry Wijnvoord wurde einst als Moderator der legendären RTL-Spielshow "Der Preis ist heiß" berühmt und auch heute weiß er noch genau, was ein Stück Butter kostet. Wijnvoord beobachtete zuletzt ebenfalls das Sinken einzelner Lebensmittelpreise, aber auch zum zweiten Thema des Abends konnte der 74-Jährige beitragen. Denn Wijnvoord kämpft seit vielen Jahren mit Übergewicht und ist Diabetiker.

Wijnvoord wurde die Abnehmspritze Ozempic verschrieben, um sein Hungergefühl zu unterdrücken und den Blutzuckerspiegel zu senken. Aktuell ist diese Spritze für Diabetiker aber nur schwer zu bekommen, da ein regelrechter Hype um das Semaglutid-Medikament entstanden ist. Stars wie Kim Kardashian oder Multimilliardär Elon Musk nutzen die Spritze genauso wie viele Influencer:innen, weshalb sogar ein Schwarzmarkt entstanden ist.

Ernährungsexperte präsentiert ABC-Diät

"Stern TV" hatte erst kürzlich über die Abnehmspritze berichtet und daraufhin hunderte Zuschriften von Menschen bekommen, die abnehmen und das Medikament ausprobieren wollen. Da die Spritze aber erst im Herbst in Deutschland verfügbar sein wird und auch nicht ohne Nebenwirkungen ist, präsentierte der Arzt und Ernährungsexperte Professor Dr. Thomas Kurscheid am Sonntagabend die von ihm entwickelte ABC-Diät als Alternative.

Das "A" steht dabei für "keine Ablenkung" wie beispielsweise Fernsehen oder auf das Smartphone schauen während der Mahlzeiten. Das "B" steht für Bewegung, 10.000 Schritte am Tag sind ideal. Das "C" steht für Carbohydrates, womit das Reduzieren von Kohlehydraten wie hellem Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln gemeint ist.

Das ist alles im Grunde nicht neu, aber vermutlich die einzige Möglichkeit, wirklich dauerhaft abzunehmen. Britta Ludwig und Daniel Schulmeister, die sich an die "Stern TV"-Redaktion gewandt hatten, werden die ABC-Diät ausprobieren. Im August sollen sie wieder in die Show eingeladen werden, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

Wijnvoord findet Heidi Klums Werbekampagne sexistisch

Zum Abschluss ging es dann um die umstrittene Werbekampagne von Heidi Klum und ihrer Tochter Leni für den Dessous-Marke Intimissimi, für die sich Mutter und Tochter gemeinsam in Unterwäsche fotografieren ließen. Die Redaktion von "Stern TV" holte sich dazu die Meinung von Passanten ein. Die Fotos seien unangemessen, zu erotisch, es gehe Mutter Klum nur ums Geld, lautete der Tenor.

Susanne Kaiser schlug in die gleiche Kerbe. "Das Plakat ist sexistisch", urteilte die Journalistin und Autorin. Die beiden Frauen würden auf ihre Schönheit reduziert, das Bild sei für den männlichen Blick inszeniert. Heidi Klum dürfe auf den Bildern nicht so alt aussehen, wie sie tatsächlich ist, Leni Klum sehe sehr jung aus. Harry Wijnvoord stimmte zu und bewertete die Bilder ebenfalls als "sehr sexistisch".

"GNTM"-Kandidatin verteidigt Klum-Bilder

Martina Gleissenebner-Teskey, die im vergangen Jahr mit ihrer Tochter Lou-Anne bei "Germany's next Topmodel" angetreten war, verteidigte die Klums erwartungsgemäß. "Wäre Heidi Klum nicht so berühmt, würde kein Hahn danach krähen", sagte sie. Und Oliver Pocher? Der hatte einen mehr oder weniger lustigen Spruch auf Lager. "Ich bereue es, dass ich mit 18 mit meiner Mutter keine erotischen Fotos gemacht habe", sagte der Comedian, der wohl in erster Linie in der Show war, um sein neues RTL-Format zu bewerben.

Zu einem wirklichen Ergebnis kam die Diskussion nicht. Heidi Klum und Intimissimi dürften sich über die Aufmerksamkeit aber gefreut haben.

"Let's Dance"-Star Motsi Mabuse mit mahnendem Appell nach Rassismus-Eklat

In den vergangenen Tagen stand das schockierende Video von Sylt im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Zu hören sind darauf junge Menschen, wie sie zu einem Hit von Gigi D'Agostino in der bekannten Bar Pony rassistische Parolen grölen. Ein Mann machte sogar eine Geste, die an den Hitlergruß erinnert. Die rassistischen Gesänge junger Partygäste alarmierten auch die Politik. Robert Habeck (Grüne) etwa meinte dazu: "Wer so rumpöbelt, ausgrenzt und faschistische Parolen schreit, greift an, was unser Land zusammenhält."

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