Die Reporterin Susanna Ohlen wurde von RTL ins Hochwassergebiet geschickt.
Die Reporterin Susanna Ohlen wurde von RTL ins Hochwassergebiet geschickt.
Bild: dpa / Henning Kaiser

Fake-Aktion: RTL beurlaubt Reporterin nach Hochwasser-Berichterstattung

23.07.2021, 10:59

Die RTL-Reporterin Susanna Ohlen berichtet live aus dem Hochwassergebiet, doch offenbar schämt sie sich inmitten von Trümmern und Schlamm mit sauberen Klamotten vor die Kamera zu treten. Ihre Lösung: Sie steckt ihre Hände in den Matsch und beschmiert ihre eigene Kleidung damit. Ein Beobachter hat sie bei der Aktion gefilmt und den Clip öffentlich gemacht. Die Reporterin entschuldigte sich danach auf Instagram und nannte es "einen schwerwiegenden Fehler". Der Sender beurlaubte Ohlen nachdem die Aktion bekannt wurde.

Ohlen liefert eine Erklärung für ihre Verhalten: "Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen."

"Widerspricht journalistischen Grundsätzen": RTL reagiert auf Eklat

Daraufhin habe sie sich "ohne zu überlegen" Schlamm auf ihre Kleidung geschmiert. Sie schreibt: "Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen." Dann bittet sie in ihrem Post um Verzeihung.

RTL reagierte prompt auf das Verhalten der Reporterin. In einem Statement am Freitag teilte der Sender mit: "Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt."

Die Reaktionen über die Entschuldigung der Journalistin sind zwiegespalten. Die "Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen hält den Insta-Post für ausreichend. "Ich weiß, dass Du Familie in der Region hast, liebe Susanna. Was zählt ist, dass Du tagelang geholfen hast. Für Deinen Fehler hast Du Dich entschuldigt, dann sollte jetzt auch gut sein", meldet die 50-Jährige sich zu Wort.

Die Fans kaufen Susanna Ohlen die Entschuldiung nicht ab

Der Journalist Christian Wackert, der ebenfalls Teil des "Frühstücksfernsehen"-Teams ist, wünscht seiner Kollegin "Kraft". Er schreibt: "Liebe Susanna, ja, ein Fehler! In einer für viele Menschen fürchterlichen Situation. Dennoch glaube ich dir deine Entschuldigung zu 100 Prozent. Der Fokus sollte weiter auf der Hilfe für die Betroffenen liegen und nicht darauf, deine bisher tolle Karriere zu zerstören."

Die Fans hingegen reagieren auf die Entschuldigung nicht nur positiv. Einige Nutzer schreiben, dass sie den Post der Reporterin nicht ernst nehmen könnten. "Zuerst kaufe ich diese 'Entschuldigung' nicht ab, wieso bist du dann überhaupt dahin wenn du dich angeblich geschämt hast nachdem du geholfen hast? Irgendwie macht das leider keinen Sinn. Und kommt nicht ehrlich rüber....finde sowas einfach nur traurig", lautet das Urteil eines Users.

(lfr)

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