Während einer Abmoderation bei

Während einer Abmoderation bei "Punkt 12" äußerte Katja Burkard ein Wort, das nicht hätte fallen dürfen. Bild: RTL

Katja Burkard entschuldigt sich nach Fehltritt im TV – Zuschauer äußern weiter Kritik

In der vergangenen Woche zog "Punkt 12"-Moderatorin Katja Burkard einiges an Kritik auf sich, denn während einer Abmoderation in der Sendung verwendete sie ein rassistisches Wort: In einem Gespräch mit Oksana Kolenitchenko aus "Goodbye Deutschland" bezeichnete sie am Donnerstag die vielen Umzüge der Frau als "Zigeunerleben". Eben dieses sei nur mit kleineren Kindern möglich, mit größeren dann nicht mehr.

Am Freitag entschuldigte sich die Moderatorin dafür bei Instagram, nachdem der Ausdruck von zahlreichen Zuschauern in sozialen Netzwerk beanstandet wurde. Sie kündigte zudem an, das Problem Alltagsrassismus bei "Punkt 12" zeitnah zu thematisieren. Dennoch erfährt sie von Usern weiterhin Kritik – beispielsweise wird ihr vorgeworfen, die Verantwortung durch ihre Formulierungen abzugeben.

Katja Burkards Statement wird kritisiert

Burkard hatte auf Instagram einen längeren Post veröffentlicht, in dem sie unter anderem schrieb: "Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut und ich weiß, dass sich Menschen verletzt fühlen." Über ihre eigene Aussage in der Sendung urteilte sie im Nachhinein: "Ich habe ein Wort benutzt, mit dem ich Roma und Sinti beleidigt habe. Das darf natürlich nicht passieren und ich kann es mir auch nicht erklären. Ich will klarstellen, dass ich jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung verabscheue."

Zudem erklärte sie, bereits alle Kommentare gelesen zu haben, die sie bis dahin erhielt. Einige davon seien "beleidigend" gewesen und hätten weh getan, trotzdem wolle sie jetzt "nicht jammern".

In den Kommentaren erfährt Burkard zwar auch einiges an Zuspruch für ihre Stellungnahme, manche User jedoch halten ihre Wortwahl für nicht sehr gelungen. "'Wenn sich jemand beleidigt FÜHLT..' Ganz großartig wieder die Verantwortung abgegeben", lautet beispielsweise eine Anmerkung. Demnach ist Burkards Aussage also bereits objektiv eine Beleidigung, auch ohne, dass sie erst von jemandem so empfunden werden muss. Eine andere Nutzerin findet ebenfalls klare Wort und schreibt:

"Liebe Katja Burkard, welche Kommentare empfinden Sie als beleidigend? Ich habe hier weder Schimpfwörter noch Hassparolen gelesen. Ja, es mag sein, dass es einem wehtut, wenn Betroffene einem den eigenen Antiziganismus vor Augen halten, aber von uns wird weitaus mehr abverlangt, was wir Bitteschön alles hinnehmen sollen und wie wir uns dann dabei zu fühlen haben."

Wiederum andere brachten weitere Vorfälle aus der jüngeren TV-Geschichte zur Sprache, wie etwa den Eklat um "Die letzte Instanz". Hier erzählte Thomas Gottschalk, dass er sich für eine Party einmal als Jimi Hendrix verkleidete und so zum ersten Mal erfuhr, "wie sich ein Schwarzer fühlt". "Nach Schöneberger, 'Die letzte Instanz' mit Gottschalk, Kunze und einigen C-Klasse-Promis beleidigt diese gespielte Naivität meine Intelligenz", ist bei Instagram nun über Burkard zu lesen. Der Vorwurf lautet somit, die 56-Jährige habe nichts aus den Fehlern diverser Showbiz-Kollegen gelernt.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass nicht nur das von Burkard in "Punkt 12" verwendete Wort an sich schon hochproblematisch ist, sondern vor allem das Klischee, welches damit bedient wird. Eine Userin klagt an: "Den Zusammenhang, mit dem wir in Verbindung gebracht worden sind, das fand ich ja das Schlimme! Nach dem Motto: Die Kinder tun den ganzen Tag nichts und sind faul (...). Da sieht man mal, in was für ein Schema man gesteckt wird! Das war nichts Frau Burkard, aus der Nummer kommen Sie nicht mehr raus."

RTL macht Ankündigung zu "Punkt 12"

Mitunter wird sogar Burkards Abgang bei RTL angeregt. "Andere müssen Ihren Hut nehmen und da reicht einfach eine Entschuldigung. Ich (...) finde, Sie dürfen nie wieder eine Sendung moderieren", lautet beispielsweise eine Forderung.

Tatsächlich gab der Sender speziell zu Katja Burkard bislang keine Stellungnahme ab. Eine Sprecherin äußerte jedoch: "Am kommenden Montag wird Radoslav Ganev, Gründer der Roma und Sinti Initiative 'RomAnity' in der Sendung zu Gast sein, um das Thema Alltagsrassismus aufzuarbeiten. Da es uns sehr wichtig ist, werden wir auch intern nochmal alle Kolleginnen und Kollegen diesbezüglich sensibilisieren."

(ju)

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