Bei "Let's Dance" gibt es "einige Sachen, die nicht so gut laufen", meinen zwei Ex-Profi-Kandidaten.
Bei "Let's Dance" gibt es "einige Sachen, die nicht so gut laufen", meinen zwei Ex-Profi-Kandidaten.
Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

"Let's Dance": Angst hinter den Kulissen – "Keiner sagt was"

22.06.2021, 10:04

In der vergangenen Staffel von "Let's Dance" gab es wieder einmal viel zu diskutieren – seien es die Leistungen der Kandidaten, die Abstimmungsergebnisse oder die Urteile der Jury. Oana Nechiti und Erich Klann, die einst als Profitänzer in der Show aktiv waren, begleiteten die Episoden mit ihrem Podcast "Tanz oder gar nicht", der auch weiterhin auf Sendung ist.

Die beiden Experten haben aber keineswegs nur Positives über "Let's Dance" zu sagen, im Gegenteil üben sie mitunter auch harsche Kritik, wenn sie das Geschehen aus Profi-Sicht bewerten. Nun machte Erich im Interview mit "Bunte" eine harte Ansage, was die Stimmung hinter den Kulissen des erfolgreichen RTL-Formats betrifft.

"Let's Dance": Profi benennt Missstände

Zwar zählt "Let's Dance" zu den beliebtesten Unterhaltungsshows im Fernsehen, doch abseits der Kameras gibt es einiges an Unbehagen, wie Erich schonungslos berichtet. Er meint, dass im Rahmen der Produktion nicht immer jeder ehrlich seine Meinung äußert – aus Furcht vor harten Konsequenzen durch RTL. Der 34-Jährige wörtlich:

"Es gibt einige Sachen, die nicht so gut laufen. Aber keiner sagt was, weil alle Angst um ihre Position haben, dass sie nächstes Jahr nicht dabei sind."
Oana und Erich nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn sie über "Let's Dance" sprechen.
Oana und Erich nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn sie über "Let's Dance" sprechen.
Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Dabei bezieht er sich offenbar vor allem auf die Stellung der Profitänzerinnen und Profitänzer bei "Let's Dance". "Wir sind wie die Profitänzer-Gewerkschaft", beschreibt er nämlich im Gegensatz dazu das Auftreten von sich und Oana im Podcast. Zudem erklärt er zum Selbstverständnis von "Tanz oder gar nicht": "Wir sind immer sehr direkt und wir sprechen Sachen an, die nicht immer angenehm sind, aber angesprochen werden müssen."

Erichs Aussage lässt sich auch direkt zum Fall von Robert Beitsch in Verbindung bringen, der kürzlich angekündigt hatte, bei "Let's Dance" als Profitänzer aufzuhören. In einem Interview mit "Promiflash" gab er an, dass sein Stil den Verantwortlichen ein Dorn im Auge war. Schließlich führten die Diskrepanzen zu seinem Abgang. "Es gab die letzten Jahre immer mal wieder Möglichkeiten, in denen man das hätte umsetzen können. Dazu kam es aber leider nicht, das fand ich schade", beschrieb Beitsch eine offenbar nicht sehr ausgeprägte Aufgeschlossenheit bei RTL.

Erich Klann offenbart Podcast-Feedback

Bei "Bunte" stellt Erich Klann dann noch einmal klar: "Wir ergreifen die Partei für die Tänzer." Die nähmen Kritik aus dem Podcast im Übrigen positiv auf – "bis auf ein paar, die sich auf den Fuß getreten fühlen". Mehrere Kollegen sowie auch Promis hätten sich sogar persönlich gemeldet und positives Feedback zu "Tanz oder gar nicht" abgegeben.

Oana und Erich kritisierten in der Vergangenheit unter anderem, dass die Profitänzer bei "Let's Dance" keinen separaten Pokal erhalten. Vielmehr gibt es nur eine Trophäe für das siegende Paar, die wiederum dann zumeist der Prominente mit nach Hause nimmt. "Das kann doch nicht sein, dass man sich den Arsch aufreißt, tut mir leid, wenn ich das so sage. Und dann hat man für den Tänzer keinen Pokal", wetterte Erich.

Und auch die "Let's Dance"-Jury nehmen die beiden hin und wieder ins Visier. So bezichtigten sie etwa Joachim Llambi des Bodyshamings, nachdem dieser sich in der jüngsten Staffel mehrmals abfällig über den Bauch von Nicolas Puschmann ausgelassen hatte.

(ju)

"Kleinkindverhalten": Die "heute-show" rechnet mit Armin Laschet ab

Jeder weiß es, nur einer nicht: Die Union hat die Wahl verloren, aber Armin Laschet klammert sich an die Hoffnung, doch noch Kanzler zu werden. Die "heute-show" redete ihm ins Gewissen: "Armin, es ist vorbei!" Andere seien im Aufwind: "Wir erleben eine Revolution. Die Kleinen sind am Drücker!"

Die Pleite schönreden, dem Gegner nicht gratulieren: Oliver Welke attestierte in der "heute-show" (ZDF) dem uneinsichtig-trotzigen, am Wahltag aber klar gescheiterten Kanzlerkandidaten Armin Laschet …

Artikel lesen
Link zum Artikel