Unterhaltung
Titel: ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal.;
Ausstrahlungszeitraum bis: 2020-09-27;
Copyright: ProSieben;
Fotograf:  ProSieben;
Bildredakteur: Clarissa Schreiner;
Dateiname: 2092415.jpg;
Rechtehinweis: Programmänderung:

Reporter Thilo Mischke in "ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal." Bild: ProSieben

ProSieben-Reportage sorgt für Aufruhr – Sender lässt Kritiker eiskalt auflaufen

"Wie rechts ist Deutschland?" Das fragt sich ProSieben-Reporter Thilo Mischke in seiner neuen Reportage "Rechts. Deutsch. Radikal." 18 Monate lang recherchierte er für die "ProSieben Spezial"-Folge in der rechten und der rechtsextremen Szene Deutschlands. Er zeigt, wie demokratiefeindliche Gruppen miteinander verwoben sind, worin sie sich unterscheiden und wo es keine Abgrenzungen mehr gibt, zwischen Rechten und Rechtsextremen.

Mischke geht der Frage nach, wie real und gefährlich der Rechtsruck in Deutschland wirklich ist. Die zweistündige Reportage wird am Montag, 28. September, um 20:15 Uhr auf ProSieben zu sehen sein.

In den Sozialen Medien wurde im Vorhinein viel über die Sendung diskutiert. Und wie es in solchen Fällen üblich ist, gab es auch Kritik von Nutzern, die sich ihre Meinung über die Reportage schon vorher gebildet zu haben scheinen. Das beweisen unter anderem mehrere Twitter-Nutzer, denen die Ankündigung einer Reportage über Rechtsextremismus schon zu viel ist.

In einer Antwort auf einen Artikel der FAZ, der über die Reportage berichtet, bezeichnet ein Nutzer das ProSieben-Format beispielsweise als "linke Hetze".

ProSieben reagiert auf rechte Twitter-Trolls

Nun sind solche Kommentare auf Twitter keine Seltenheit. Gerade in den Sozialen Medien werden Pressevertreter immer wieder attackiert und der Lüge bezichtigt. Der Ausdruck "Lügenpresse" hat es seit einiger Zeit aus dem Internet auf die Straße geschafft und wird vor allem in rechten Gruppierungen gerne benutzt.

Das erstaunliche ist viel mehr die Reaktion des Sender. Denn dass die Medien auf diese Art der Kritik antworten, ist eher ungewöhnlich. Doch in diesem Fall will ProSieben die Kommentare der rechten Trolle offenbar nicht einfach so hinnehmen.

Es sei clever, die Augen und Ohren vor der Thematik zu verschließen, antwortet ProSieben in einem Tweet ironisch auf den Nutzer, der zuvor von angeblicher "linker Hetze" gesprochen hatte.

Auch auf die Unterstellung, der Sender wolle mit der Reportage "Andersdenkende dämonisieren und diffamieren" und solle doch lieber mal eine Sendung über Islamismus in Deutschland machen, reagiert ProSieben deutlich. Und hat für alle Kritiker, die sich bereits jetzt eine Meinung zu der Reportage gebildet haben, einen Tipp: "Erst schauen, dann Urteil bilden."

Ein anderer Nutzer bezichtigt den Sender der Lüge und unterstellt, regierungstreu, statt unabhängig, wahrheitsgemäß und neutral zu berichten. ProSieben habe somit kein Recht auf Pressefreiheit, schlussfolgerte der Nutzer, der auf Twitter null Follower hat.

Auch auf diesen Tweet reagiert der Sender prompt und knüpft sich den Nutzer mit einer Frage vor: "Woraus leiten Sie ihr Recht ab, uns Lügen zu unterstellen?"

Auf Nachfrage beim Sender hieß es am Sonntagmittag: "ProSieben versucht immer angemessen und pointiert auf Kommentare zu antworten."

(lau)

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