Jede Absage seitens des Palasts ruft derzeit Sorge um die Königin hervor.
Jede Absage seitens des Palasts ruft derzeit Sorge um die Königin hervor.Bild: dpa / Craig Ruttle

Harry & Meghans erster Hollywood-Auftritt: Freude über Preis wegen Ukraine-Krieg getrübt

28.02.2022, 11:08

Queen Elizabeth II. hat einen für den 2. März geplanten Empfang von Diplomaten verschoben. Eigentlich war geplant, rund 500 Diplomaten auf Schloss Windsor im Rahmen eines alljährlichen Treffens zu begrüßen.

Gesundheitliche Gründe, im Hinblick auf ihre Corona-Infektion sollen offenbar nicht hinter der Absage stecken, teilte der Palast mit.

Unterdessen nahm ihr Neffe Harry den ersten öffentlichen Auftritt mit Meghan in diesem Jahr wahr. Auch hier sollte der Krieg in der Ukraine eine Rolle spielen.

Bereits mehrere Termine vergangene Woche abgesagt

Die Monarchin war am vergangenen Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte deswegen bereits mehrere Termine – darunter sogar virtuelle Audienzen – in den vergangenen Tagen abgesagt. Nach Angaben des Palasts litte sie jedoch nur an "milden erkältungsartigen Symptomen".

In einer entsprechenden Erklärung des Buckingham Palastes bestätigte man die Absage, und betonte deshalb ausdrücklich, dass nur die politische Lage ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen sei. Die Absage erfolgte auf Empfehlung des britischen Außenministeriums. Mehreren Medienberichten zufolge, handele es sich um einen Zusammenhang mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

Solidaritätsbekundung seitens Kate und William

Aus dem Königshaus selbst äußerten sich bereits Prinz William und Herzogin Kate zu der Eskalation in Osteuropa.

Via Twitter solidarisierten sich die Beiden am Samstag mit der Ukraine und berichteten von einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oktober 2020. Man sei damals so "privilegiert" gewesen, ihn gemeinsam mit seiner Frau Olena Selenska kennenzulernen und über "Hoffnung und Optimismus für die Zukunft der Ukraine" zu sprechen. Abschließend hieß es: "Heute stehen wir an der Seite des Präsidenten und des gesamten ukrainischen Volkes, das mutig für diese Zukunft kämpft."

Harry und Meghans Auszeichnung rückt in den Hintergrund

Und auch Harry und Meghan sicherten der Ukraine bereits am Donnerstag ihre Unterstützung zu. Russland verstoße gegen internationales und humanitäres Recht und man stehe "an der Seite der Menschen in der Ukraine", hieß es auf der Seite ihrer Wohltätigkeitsorganisation Archewell. Sie riefen in der Mitteilung zudem "die Weltgemeinschaft und ihre Oberhäupter dazu auf", es ihnen gleichzutun.

Darüber hinaus zollten die Sussexes am Samstag dem ukrainischen Volk in ihrer Dankesrede bei den NAACP Image Awards Tribut:

"Bevor ich beginne, möchten wir dem ukrainischen Volk unsere Anerkennung aussprechen, das dringend auf unsere anhaltende Unterstützung als globale Gemeinschaft angewiesen ist."

In Anwesenheit zahlreicher Prominente nahmen der Prinz und die Herzogin am Samstag den sogenannten "Präsidenten Preis" in Anerkennung ihrer "hervorragenden öffentlichen Dienste" entgegen und reihten sich damit in die Liste der Preisträger vor ihnen.

Dazu zählen die Arbeit ihrer Archewell Foundation in einem texanischen Frauenhaus, ihre Förderung der Impfgerechtigkeit sowie ihre Unterstützung der Black-Lives-Matter-Bewegung.

(abd)

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