Vik alias iBlali auf Madeira

Youtuber Vik ist im Februar nach Madeira gereist, um eine Wohnung zu finden. Bild: Screenshot / Instagram / iblali

Madeira-Umzug mitten in Pandemie: Streit zwischen Youtubern eskaliert öffentlich

Die deutschen Influencer und Youtuber scheinen es vermehrt einfach nicht mehr im eingeschneiten Deutschland auszuhalten. Immer mehr Netz-Bekanntheiten zog es in den vergangenen Monaten nach Dubai oder zuletzt auch nach Madeira – und das alles mitten in der Pandemie.

Sarah und Dominic Harrison, Paola Maria, Ehemann Sascha Koslowski und ihre beiden Söhne verschlug es unter anderem in die Vereinigten Arabischen Emirate, die Youtuber Taddl, Luna und Ardy hingegen nach Madeira. Der Streamer Unge, der schon seit Ende 2018 auf der portugiesischen Insel lebt, meldete nun allerdings am neuesten Umzugsvorhaben einer seiner Kollegen Kritik an.

Unge, der mit bürgerlichem Namen Simon Wiefels heißt, gilt in der deutschen Youtuber-Szene als so etwas wie ein Vorreiter in Sachen Auswandern nach Madeira. Immerhin bietet das Eiland viele Vorteile: So gut wie immer sommerliches Wetter, die Nähe zum europäischen Kontinent, kaum Zeitverschiebung zu Deutschland und schließlich nicht ganz zu verachtende Steuervorteile. Diese Annehmlichkeiten nahm nun auch Vik wahr, der seine Youtube-Karriere unter dem Namen iBlali startete. Dazu äußerte Unge jetzt seine Meinung.

Vik alias iBlali sorgte mit einem Madeira-Post für einen Eklat

Vor einigen Wochen kündigte der gebürtige Kasache Vik an, künftig ebenfalls nach Madeira auswandern zu wollen. Wohnungsbesichtigungen und ein Flug seien länger geplant gewesen. Wenige Tage vor Abflug cancelte die Fluggesellschaft diesen jedoch. Um die Besichtigungstermine nicht ausfallen lassen zu müssen, buchte Vik kurzerhand einen anderen Flug, veröffentlichte später ein Foto von sich auf Madeira auf Twitter und schrieb dazu provokant: "Für Wohnungsbesichtigungen konnte ich nicht nach Madeira fliegen, also bin ich trotzdem nach Madeira geflogen."

Lange dauerte es nach dem Tweet nicht, bis sich Protest und Kritik unter seinen 1,5 Millionen Followern regte, weil er mitten im Lockdown die Reise tatsächlich antrat. Als sich dann auch noch Unge einschaltete, ging der Post endgültig viral. Unge schrieb zum Foto:

"Die Corona-Zahlen in Portugal sind aktuell so schlimm wie noch nie zuvor, wir stecken in der schlimmsten Krise der Nachkriegszeit und das ist absolut kein gutes Zeichen nach außen. Bin enttäuscht."

Unge äußert öffentlich Kritik an Viks Tweet

Immer mehr User stimmten ihm in dem Punkt zu, woraufhin Vik wiederum seinen Tweet löschte. Trotzdem entbrannte eine Diskussion zwischen den Youtubern, schließlich wurden sie sogar aufgefordert, ihre Diskrepanzen privat zu klären. Unge legte daraufhin noch einmal nach:

"Soll man Corona privat klären? Noch die Erklärung auf die Frage 'Warum öffentlich?' Ja, dasselbe frage ich mich bei Vik, hätte man auch einfach aus der Öffentlichkeit raushalten können. Wir haben einfach alle eine Vorbildfunktion in dieser schwierigen Zeit."

Wovon sich Unge hiermit so klar distanzieren will: Die deutsche Community kann seit einem Jahr nicht in den Urlaub fahren, vor allem die Zielgruppe der beiden Youtuber belastet das sehr und diese nimmt Influencer mehr und mehr als besonders privilegierte Einzelpersonen wahr, für die die Corona-Reisebeschränkungen nicht zu gelten scheinen.

Vik zieht aus der Kritik Konsequenzen

Vik wollte das nicht auf sich sitzenlassen und entschuldigte sich für den unsensiblen Tweet mit einem Statement. Vorwürfe, er unterschätze die Pandemie, weise er ebenso von sich wie die Behauptung, er sei aus Urlaubsgründen nach Madeira gereist. Er habe feste Besichtigungstermine und Pläne, an denen er aber weiterhin festhalten wolle:

"Für mich ist das hier kein chilliger Urlaub und sowieso würde ich jedem dringendst raten, aktuell keine Urlaubsreisen zu tätigen. Mir tut's leid, falls das jemand falsch aufgenommen hat, ich wollte niemanden mit dem Ursprungstweet provozieren. Man kann sich über den Joke beschweren, aber zu meiner Planung selbst stehe ich zu 100 Prozent."

Viks Statement auf Twitter

Vik versuchte seine Reise nach Madeira zu rechtfertigen und hielt an seinen Umzugsplänen zu Corona-Zeiten fest. Bild: Screenshot / Twitter / iBlali

Kritik gab es allerdings auch an Unges Statement. Denn der Streamer duldete ja zuvor auch die Umzugspläne seiner anderen Kollegen. Vielmehr sei durch die öffentliche Debatte klar geworden, dass er und Vik auch vor den Wohungsbesichtigungen Differenzen hatten. Tatsächlich kamen die Youtuber Taddl, Toni Pirosa oder Nia nicht erst zu Besichtigungen, sondern mit festen Wohnungszusagen auf die Insel.

Dennoch kann man Unge wohl in dieser Sache Doppelmoral unterstellen. Immerhin standen diese Umzüge auch erst während der Pandemie fest. Letztlich bleibt insgesamt sowieso abzuwarten, wie viele der Auswanderer es wirklich langfristig nach Madeira verschlägt. Aller Kritik zum Trotz hat es Vik übrigens geschafft, eine Bleibe auf der Insel zu finden.

(cfl)

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