Mois posiert im Aufzug

Mois wollte seinen Rap-Beef mit EGJ beenden – vermutlich aber erfolglos. Bild: Screenshot / Instagram / moiskid

EGJ-Beef wirklich mit Mois' Video beendet? Jetzt reagieren Bushido und Animus

Hat Mois tatsächlich mit seinem Youtube-Stream einen der aktivsten Rap-Beefs zurzeit beendet? Zwischen dem Youtuber und dem Label EGJ (ErsguterJunge) tobt seit Wochen eine heftige Auseinandersetzung. Zelemkhan Arsanov, wie Mois mit bürgerlichem Namen heißt, Bushido und dessen Signing Animus stichelten öffentlich hin und her, Bushido kündigte daraufhin an, dass er ihm auf seinem kommenden Album "Sonny Black 2" "eine unfassbar konkrete Antwort auf all diese Schweinereien geben" werde.

Zuvor und danach machte sich Mois über seine Lines lustig und kritisierte Bushidos Zusammenarbeit mit der Polizei und seine Inanspruchnahme von Personenschutz. Auch seinen Feature-Partner Animus ging der Youtuber an und machte wiederholt Witze darüber, dass der Rapper wegen eines anderen Beefs mit Manuellsen von ihm bewusstlos geschlagen wurde und in einem viralen Youtube-Video reglos auf einer Couch lag.

Dabei schien es Mois nicht wirklich anders ergangen zu sein. In einem Stream, den er anschließend als Video veröffentlichte, gab er diese Woche spontan Einblicke in die Rap-Welt, in der es vornehmlich um Schutzgeldzahlungen und das "Rücken-Game" gehe. Rapper ließen sich demnach durch Hintermänner wenn nötig auch gewaltsam verteidigen. Dass das der Wahrheit entspricht, erlebte der Familienvater angeblich am eigenen Leib, denn er sei von einem ehemaligen "Bruder" mit einem Vorwand "in ein Auto gelockt worden", wo er mehr oder weniger entführt, bestohlen und erpresst worden sei. Drei weitere Männer hätten dabei noch im Wagen gesessen. Weiter deutet er dazu an und meint womöglich die Deutschrap-Szene:

„Das ist die dunkle Seite von diesem Hundesohn-Business, wenn man kein Schutzgeld abdrückt. Man wehrt sich, man wird geschlagen, man wehrt sich zurück. Wenn du keine Waffe hast, nutzt es nicht viel."

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Video: YouTube/Mois

Dieses Erlebnis und weitere Drohgebärden hätten dazu geführt, dass Mois depressiv geworden sei und zur Beruhigung Marihuana konsumiert hätte – und das, obwohl er sich in seinen Videos immer gegen Drogen ausgesprochen hatte. Sein Fazit nach alldem: Er wolle sich von Beefs und Disses im Deutschrap künftig fernhalten. "Ich hasse deutsche Rapper und ich hasse die Politik, die mit Deutschrap zu tun hat, weil ich jetzt ein Familienmensch sein will. Ich möchte euch einfach nach diesem Tag nie wieder Aufmerksamkeit geben. Ich möchte ab heute mit euch allen abschließen", so Mois.

Ehemalige Mois-Diss-Zielscheiben Bushido und Animus reagieren

Bushido und Animus konnten das allerdings nicht unkommentiert stehenlassen. Ein Twitter-User schrieb bereits, dass man es verstehen könne, wenn die beiden EGJ-Mitglieder sich nun dennoch zu Mois äußern würden, weil er sich eben jahrelang über sie lustig gemacht hatte und die Entführung eben eine Antwort darauf sei. Bushido kommentierte den Tweet zustimmend:

"Die Mitleid-Nummer zieht nicht."

Animus äußerte sich seinerseits mit einem langen Statement in seiner Instagram-Story und richtete sich darin direkt an den Youtuber: "Du kriegst selber von vier Leuten auf die Fresse und weinst im Stream, weil du diese Ungerechtigkeit nicht fassen kannst?", fragte er Mois darin und ergänzte:

"Du lachst über Bushidos Polizeischutz, obwohl seiner Familie nachweislich mit Entführung, Säureangriffen etc. gedroht wurde, aber sitzt im Stream und weinst, weil du jetzt Angst um deine Familie hast?"

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Animus zeigt in seinem Instagram-Statement zu Mois kein Verständnis für den Youtuber. Bild: Screenshot / Instagram / animus

Noch ein weiterer Kontrahent von Mois meldet sich zu Wort

Nach geglätteten Wogen in diesem Rap-Beef klingen diese Zeilen zumindest nicht. Eine Antwort von Mois – und zugleich einer weiteren möglichen Befeuerung des anhaltenden Streits –steht allerdings bislang noch aus.

Und damit nicht genug, Mois hatte neben der Auseinandersetzung mit Animus und Bushido auch einen Beef mit Asche. Der Rapper aus dem Dunstkreis von Kollegah warf ihm nun bislang unbekannte antisemitische Aussagen vor, die er getätigt haben soll. Und zusätzlich: "Warum hast du mich damit bedroht, Dinge über Frau, Kinder, meine verstorbene Großmutter und Eltern zu leaken? Warum drohst du, 2000 Leute zu mir nach Hause zu schicken und das öffentlich über Instagram? Die Antwort ist einfach. Weil du 'Nix Böses im Herz' hast."

Mois wiederum bedankte sich in einem weiteren Livestream auf Youtube für den Zuspruch seiner Fans. Wie und ob seine Rap-Karriere weitergeht, bleibt dennoch abzuwarten.

(cfl)

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