Lieselotte Reznicek beim Photocall zu GNTM meets Formula E - Germanys Next Top Model beim Berlin E-Prix der ABB FIA Formula E am alten Flughafen Tempelhof in Berlin am 13.05.2022 *** Lieselotte Reznic ...
Lieselotte schaffte es bei "GNTM" auf den sechsten Platz.Bild: imago images / imago images
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"GNTM": Klum-Favoritin Lieselotte bricht im Interview in Tränen aus

20.06.2022, 16:53

Lieselotte Reznicek gehörte in der diesjährigen "Germany's next Topmodel"-Staffel wohl zu den umstrittensten Kandidatinnen. Mit ihren zu den Dreharbeiten noch 66 Jahren zählte sie neben zwei weiteren Best-Ager-Models zu den ältesten Teilnehmerinnen jemals und schaffte es letztlich bis auf den sechsten Platz. Und das, obwohl ihre Leistung auf dem Laufsteg nach Meinung der Zuschauerinnen und Zuschauer des Öfteren zu wünschen übrig ließ. Chefjurorin Heidi Klum ließ sie dennoch von Woche zu Woche weiterkommen und schob Lieselottes Show-Laufbahn erst im Halbfinale einen Riegel vor.

Den einen oder anderen Model-Auftrag bekam die Sängerin aber schon während der "GNTM"-Ausstrahlung, so lief sie unter anderem für den Designer Marcel Ostertag auf der Berliner Fashion Week. Begleitet wurden die einzelnen Episoden auf ProSieben nach jedem Weiterkommen Lieselottes aber dennoch von etlichen kritischen Kommentaren auf Social Media. Nun gab sie Ramon Wagner ein ausführliches Interview auf Youtube und stellte klar, was ihre eigentliche Motivation war, bei "GNTM" teilzunehmen. Scharf auf den Sieg sei sie von Anfang an nämlich nicht gewesen.

Lieselotte wollte bei "GNTM" ein Vorbild sein

Angesprochen auf die Fan-Kritik und ihre eigentliche Absicht, weswegen Lieselotte an "GNTM" teilgenommen hat, antwortete die mittlerweile 67-Jährige, dass sie bereits beim Kennenlernen mit Heidi gemerkt habe, dass ihre Mitstreiterinnen vor allem wegen des Gewinnens dabei gewesen seien. Auch die seinerzeit 68 Jahre alte Barbara habe das vermittelt: "Barbara sagte gleich zu Heidi: 'Ich möchte Germany's next Topmodel' werden. Da dachte ich schon: 'Na, du hast aber ein Selbstbewusstsein!' Und ich bin eher bescheiden. Ich würde mir das nie trauen. Ich dachte mir, dabei sein ist alles."

Lieselotte zeigte sich im Interview mit Ramon Wagner von ihrer emotionalen Seite.
Lieselotte zeigte sich im Interview mit Ramon Wagner von ihrer emotionalen Seite.Bild: Screenshot / Youtube / Ramon Wagner

Anschließend kam Lieselotte auf ihre Beeinträchtigung zu sprechen, die auch schon in der Show thematisiert wurde. Sie erlitt einen schweren Verkehrsunfall:

"Ich bin mit gar keinen Erwartungen hingegangen, weil ich schwerbehindert bin, 60 Prozent gehbehindert. Meine Wirbelsäule war zweimal gebrochen. Ich dachte, ich kann nie mehr laufen..."

Beim Gedanken daran, kamen Lieselotte gleich die Tränen: "Das hat so viele Jahre gedauert, dass ich überhaupt laufen kann und jetzt bin ich so stolz und laufe sogar elegant, das wollte ich zeigen. Ich wollte Vorbild sein für die Leute, die denken, sie kommen vom Rollstuhl nicht hoch." Weil das Laufen allein für sie "etwas Besonderes" sei, habe sie sich gar nicht zum Ziel gesetzt, "GNTM" zu gewinnen.

Auch während des Drehs zum Format, musste sie immer wieder weinen, als es um den Unfall ging. Dafür hatte sie auch eine Erklärung: Sie habe das Thema in der Vergangenheit verdrängt. "Ich habe praktisch zwölf Jahre nicht geweint und mit meinem Humor diese Behinderung weggelächelt. Und da war ich mit den jungen Mädchen konfrontiert und habe gesehen, wie beweglich die sind. Da war ich den Tränen öfter mal nahe", gab Lieselotte dazu an.

"GNTM"-Best-Agerin rechtfertigt ihre Posen in der Show

Auch die oft von den Fans angesprochenen, eher ulkig wirkenden Posen auf dem Laufsteg, die Lieselotte vermehrt in der Castingshow zeigte, sprach sie an und zeigte sich einsichtig: "Jetzt habe ich ja gesehen, wie bescheuert ich die Posen gemacht habe, im Nachhinein. Da würde ich jetzt den Tipp geben: Jeder, der sich bei Heidi bewirbt, sollte sich ein bisschen vorbereiten."

Dass sie sich nicht ausreichend vorbereitet habe, bereue Lieselotte heute. Zudem gab sie an, auch ihre Außenwirkung unterschätzt zu haben: "Und Heidi hat wahrscheinlich auch gedacht: 'Die verrückte Nudel'!" Doch gerade nach dem Covershooting für die "Harper's Bazaar" gab es viel Lob für Lieselotte, einerseits von Heidi selbst, aber auch von der Chefredakteurin der Modezeitung.

Als Ramon fragte, ob sie es traurig gefunden habe, als die "GNTM"-Reise vorbei war, kamen Lieselotte wiederum Tränen: "Weil ich Heidi nicht mehr sehe." Auf die Zeit blicke sie sehr gern zurück, deswegen seien es in diesem Moment auch Freudentränen gewesen.

Lieselotte springt "GNTM"-Produktion zur Seite

Auch viel Kritik an der Show selbst wurde in den vergangenen Wochen laut, ehemalige Kandidatinnen fühlten sich durch die Produktion unter anderem manipuliert. Das habe wiederum Lieselotte aber überhaupt nicht so wahrgenommen: "Ich fand das Team super professionell und nett. Vor Heidi habe ich einen Heidenrespekt und sie hat auch Herz gezeigt. Sie hatte den Mut, mehr Gefühle zu zeigen."

Zudem erklärte die Musikerin, müsse man wissen, dass man sich in eine Reality-Show begibt, in der der Zuschauer auch unterhalten werden soll. "Wenn jetzt Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gruppe entstehen, dann wird das auch gezeigt", so Lieselotte. Schließlich lautete ihr Fazit aber zu der Thematik: "Man muss bei sich bleiben und das auch vertreten können, was man da gesagt hat."

(cfl)

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