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Und wieder eine Frau – Chemie-Nobelpreis geht auch an Frances Arnold

Das Komitee in Stockholm hat entschieden: Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Frances H. Arnold aus den USA sowie den US-Forscher George P. Smith und den britischen Wissenschaftler Gregory P. Winter. Arnold ist erst die 5. Frau, die die renommierte Auszeichnung erhält. Erst am Dienstag hatte Donna Strickland den Physik-Nobelpreis erhalten, die erste Auszeichnung für eine Frau in dieser Kategorie seit 55 Jahren.

Das Komitee ehrt die Forschenden für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Enzymforschung. Enzyme sind jene Moleküle, die das Leben auf der Ebene der chemischen Prozesse in der Stelle steuern.

Frances Arnold gelang es erstmals, Enzyme gezielt in eine gewünschte Richtung zu entwickeln. Solche Enzyme werden heute für die Herstellung zahlreicher Stoffe genutzt, etwa Biokraftstoffe und Medikamente. Aber auch Tüten aus nachwachsenden Rohstoffen lassen sich so erzeugen.

Frances Arnold engagiert sich auch im Kampf gegen Mikroplastik

George Smith entwickelte eine Methode, bei der sogenannte Bakteriophagen – Viren, die Bakterien infizieren – genutzt werden, um neue Proteinenzyme entstehen zu lassen. Dieses Phagen-Display genannte Verfahren nutzte Gregory Winter zur Produktion neuer Pharmazeutika. Das hilft unter anderem bei der Bekämpfung von Darmkrankheiten und Rheuma.

Die Begründung des Komitees

(dpal, afp, rtr)

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