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Members of the Israel spacecraft, Beresheet, are seen in the control room in Yahud, Israel April 11, 2019. Courtesy Space IL/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS -THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY

Bild: X80001

Mission Failed: Israelische Raumsonde kracht auf den Mond

Nach einigen turbulenten Wahltagen fieberte Israel diesem Sieg regelrecht hinterher. Seine Raumsonde "Beresheet" (Genesis) sollte am Donnerstagabend auf dem Mond landen. Damit wäre Israel das vierte Land nach den USA, Russland und China gewesen, dem eine Mondlandung geglückt ist. Die "Beresheet" wäre zudem das erste private Weltraumgefährt überhaupt, das auf dem Erdtrabanten landet.

Aber leider ging die Sache schief und Beresheet zerschellte auf dem Mond.

So kam es zum Crash von Israels Sonde

Was mit dem Unfall noch verloren ging

An Bord von "Beresheet" war auch eine Zeitkapsel, die eine Reihe digitaler Dateien enthielt. Dazu gehörten unter anderem von Kindern gemalte Bilder, die Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden und eine israelische Flagge. Anfang März schickte die Sonde ein erstes Foto von sich im All zur Erde.

Scheitern eines einmaligen Projekts

Die Sonde wurde von dem Privatunternehmen SpaceIL in Zusammenarbeit mit Israeli Aerospace Industries (IAI), einem der größten Rüstungsunternehmen Israels, gebaut. Die Kommunikation mit der Sonde erfolgt über Antennen, die das schwedische Unternehmen Swedish Space Corporation hergestellt hat. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa stellt ein Weltraumnetzwerk zur Verfügung, damit die Daten der "Beresheet" auf die Erde übertragen werden können.

Die Arbeiten an der israelischen Mondsonde waren im Rahmen des 2010 ausgeschriebenen Wettbewerbs Lunar XPrize von Google begonnen worden. Der US-Internetriese setzte 30 Millionen Dollar (26.6 Millionen Dollar) als Belohnung für das Privatunternehmen aus, dem bis März 2018 eine Mondlandung gelingt. Keiner der Bewerber schaffte es rechtzeitig, aber das israelische Team arbeitete weiter.

Die Finanzierung der Mondsonde übernahm weitgehend der Geschäftsmann und Mäzen Morris Kahn. Statt der ursprünglich geplanten zehn Millionen Dollar kostete das Projekt etwa 100 Millionen Dollar.

In jüngster Zeit hat das Interesse an Mondlandungen wieder stark zugenommen. China hat derzeit seine Sonde "Chang'e 4" auf der erdabgewandten Seite des Mondes. Indien hofft, noch in diesem Frühling mit seiner Chandrayaan-2-Mission die fünfte Mondfahrer-Nation zu werden. Japan will im Jahr 2020 oder 2021 seine Mondsonde "Slim" auf die Reise schicken.

Bislang gelang es nur den USA, Menschen auf den 384.000 Kilometer von der Erde entfernten Himmelskörper zu bringen. Zwischen 1969 und 1972 setzten zwölf Astronauten ihren Fuß auf den Mond. Auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump arbeitet die Nasa gerade auf erneute bemannte Mondmissionen bis zum Jahr 2028 hin. Dafür soll bis 2026 eine Raumstation in einer Umlaufbahn des Mondes installiert werden. Bis 2030 will die Nasa außerdem den deutlich weiter entfernten Mars erreichen.

(mbi/afp)

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