Im Frühjahr arbeiteten 25 Prozent der Arbeitnehmer von zu Hause aus.
Im Frühjahr arbeiteten 25 Prozent der Arbeitnehmer von zu Hause aus.
Bild: E+ / sanjeri
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Homeoffice schützt das Klima – Studie zeigt, wie viele Tonnen CO2 eingespart werden

20.08.2020, 11:09

Telefon und Videokonferenz statt tägliche Autofahrten ins Büro: Wenn mehr Menschen öfter im Homeoffice arbeiten, spart das einer Greenpeace-Studie zufolge enorme Mengen an Treibhausgasen. Der CO2-Ausstoß im Verkehr könnte um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr sinken, wenn zwei von fünf Arbeitnehmern an zwei Tagen pro Woche von zu Hause aus arbeiten, ergab eine Studie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) im Auftrag der Umweltschutz-Organisation. Das entspreche 18 Prozent aller durch Pendeln entstehenden Emissionen.

"Die Corona-Monate haben gezeigt, dass sich viele Arbeiten problemlos von zu Haus erledigen lassen", erklärte Greenpeace-Sprecher Benjamin Stephan. "Bundesregierung und Unternehmen sollten die Arbeit im Homeoffice jetzt konsequent fördern, denn Telearbeit schützt das Klima, entlastet den Verkehr und schenkt Arbeitnehmenden Zeit und Flexibilität."

Gleichzeitig solle damit begonnen werden, die Pendlerpauschale schrittweise zu streichen und die freiwerdenden Gelder in einen attraktiven öffentlichen Verkehr zu investieren. So würden auch schlechter bezahlte Beschäftigte profitieren, deren Tätigkeiten sich seltener ins Homeoffice verlagern ließen.

Homeoffice kann uns Klimazielen näher bringen

Im Frühjahr hatten wegen der Corona-Pandemie sehr viel mehr Menschen von zu Hause aus gearbeitet als sonst. Habe der Anteil der zu Hause Arbeitenden vor der Pandemie etwa 13 Prozent betragen, seien es im Frühjahr etwa 25 Prozent gewesen, so die Studie. Würden 40 Prozent an zwei Tagen von zu Hause arbeiten, würden pro Jahr gut 35 Milliarden Personenkilometer durch weniger Pendeln wegfallen, betonte Greenpeace. Straßen würden gerade in den Stoßzeiten deutlich entlastet.

In der Studie geht es nur um den täglichen Pendelverkehr, nicht die Treibhausgase, die zusätzlich bei Dienstreisen entstehen. Als Grundlage diente der Datensatz "Mobilität in Deutschland" von 2017 des Bundesverkehrsministeriums. Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen, seien auch kleine Schritte nötig, heißt es in der Studie – Telearbeit auszuweiten, sei eine Möglichkeit.

(ftk/dpa/rts)

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