DFB-Trainer Hansi Flick (l.) und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff
DFB-Trainer Hansi Flick (l.) und Nationalmannschaftsdirektor Oliver BierhoffBild: www.imago-images.de / imago images

"Zählen nur Siege": DFB-Team gibt sich nach WM-Auslosung optimistisch

01.04.2022, 19:56

"Losfee" Lothar Matthäus grinste breit, doch Hansi Flick notierte sich den Hammergegner Spanien ohne größere Gefühlsregung. Der Bundestrainer demonstrierte auch bei den weiteren WM-Vorrundengegnern Japan und Costa Rica oder Neuseeland Gelassenheit, dabei hätten die Hürden in der Gruppe E bei der Jagd nach dem fünften Stern für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft niedriger sein können.

"Es war klar, dass wir aus Topf eins einen starken Gegner bekommen würden", sagte Kapitän Manuel Neuer bei MagentaTV. "Wir haben negative Erinnerungen, aber so etwas passiert uns nicht zweimal. Wir sind guter Dinge, ein erfolgreiches Turnier zu spielen."

"Für mich gibt es da nur ein Ziel, das ist der Weltmeister-Titel."
DFB-Kapitän Manuel Neuer über die Zielsetzung bei der Weltmeisterschaft

Auch Flick vertraut 234 Tage vor dem Start der WM in Katar (21. November bis 18. Dezember) auf die Stärke des viermaligen Weltmeisters, das machte er im Exhibition and Convention Centre von Doha deutlich. Neben DFB-Direktor Oliver Bierhoff gab sich der 57-Jährige im schwarzen Anzug, weißen Hemd und mit silberner Krawatte schon vor der Zeremonie cool, auch der Angstgegner Spanien jagte ihm sichtlich keinen Schrecken ein.

Schlechte Erinnerungen an Spanien

Vor dem Duell mit den Iberern (27. November), gegen die es zuletzt eine 0:6-Klatsche gegeben hatte, geht es gegen Japan (23. November) mit einigen Bundesliga-Legionären. Im dritten Vorrundenspiel (1. Dezember) der ersten WM im arabischen Raum bekommt es die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Costa Rica oder Neuseeland zu tun, die in den interkontinentalen Play-offs im Juni aufeinandertreffen.

"Eine spannende Gruppe und die Aufgaben sind nicht ganz so einfach. Aber wir haben uns viel vorgenommen für die WM", bewertete der Bundestrainer die Auslosung in der ARD.

Lothar Matthäus als er Deutschland in die Gruppe mit Spanien loste.
Lothar Matthäus als er Deutschland in die Gruppe mit Spanien loste.Bild: www.imago-images.de / imago images

Flicks Team war als Zwölfter der Weltrangliste nur in Topf zwei gelandet, ein Hammergegner in der ersten Turnierphase war damit wahrscheinlich. Doch das Selbstvertrauen nach dem gelungenen Neustart ist groß. "Für mich gibt es da nur ein Ziel, das ist der Weltmeister-Titel. Wir haben uns bei den jüngsten Turnieren nicht mit Ruhm bekleckert und wollen das wieder gutmachen", sagte Neuer.

Für die DFB-Auswahl geht es in Katar um ein Zeichen auf der ganz großen Bühne. 2018 scheiterte Deutschland als Titelverteidiger unter Flick-Vorgänger Joachim Löw krachend in einer ausgeglichenen Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea. Eine Wunde, die in Katar heilen soll.

Wenig Vorbereitungszeit vor WM-Beginn

Flick steigt in Kenntnis der Gegner nun in die unmittelbare WM-Vorbereitung ein. Viel Zeit, um seine Taktikpläne in die Praxis umzusetzen, hat er nicht. Im Juni und September stehen noch sechs Spiele in der Nations League gegen Europameister Italien, EM-Finalist England und Ungarn an. Danach muss Flick seinen Kader benennen.

Da bis zum 13. November Ligaspiele angesetzt sind, bleibt unmittelbar vor dem Turnier auch nur wenig Vorbereitungszeit. Immerhin startet sein Team erst am dritten Tag ins Turnier. Ein Testspiel soll es wohl noch geben, bevor es auf dem Weg zum Wüsten-Weihnachts-Weltmeister ernst wird.

(lgr/afp)

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