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Aua, Kopfschuss! Als ein Fake-Elfmeterschießen selbst Medien austrickste

reto fehr / watson.ch

Es gibt viele legendäre Elfmeterschießen in der Fußballgeschichte: Deutschland gegen Argentinien, Viertelfinale der WM 2006. Keeper Jens Lehmann schaut auf seinen legendären Zettel – und hält zweimal. Oder als Manuel Neuer im Finale dahoam erst Matas Elfer hielt und dann selbst verwandelte. Das legendärste Elfmeterschießen, zumindest laut YouTube-Klicks, ist aber ein Fake.

Torhüter Scott Sterling wird im College Cup 2014 der Final-Held. Der Keeper hält alle fünf Elfmeter – mit dem Gesicht. Die Yale Bulldogs gewinnen den Titel gegen die North Carolina Tar Heels.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es auch. Denn Scott Sterling heißt im richtigen Leben Matt Meese und ist Comedian der US-Comedyshow "Studio C". Die Truppe lädt das Video am 14. November 2014 auf Youtube hoch – und es geht viral. 400.000 Leute klicken in den ersten Tagen drauf, dann explodiert der Clip. Bis heute zählt es über 60 Millionen Views.

Wie Macher Matt Meese erzählt, war nicht viel echt im Video. Fans und Spieler waren gut 200 Zuschauer; der Ball in den Nahaufnahmen ein weicher Plastikball; bei den Aufnahmen von weiter weg, wurde das Spielgerät erst später reingeflickt; die Verletzungen natürlich Schminke. Trotzdem habe ein kroatisches Medienunternehmen die Story für wahr gehalten und ernsthaft darüber berichtet.

Weil das Video so erfolgreich war, lieferte "Studio C" 2015 noch den Besuch bei Sterling im Krankenhaus nach:

Und im März 2016 meldete sich Sterling erneut als Sportheld zurück. Dieses Mal aber als Volleyballer. Er wehrt alle Versuche der Gegner ab – mit dem Gesicht natürlich.

Wir freuen uns schon auf ein neues Werk aus dem Hause "Studio C". Fortsetzung erwünscht!

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