Einwegplastik ist ressourcenintensiv und klimaschädlich.
Einwegplastik ist ressourcenintensiv und klimaschädlich.Bild: iStockphoto / jacoblund
Nachhaltig

Ab Ende 2021: Pepsi will nur noch recyclebares Plastik verwenden

21.10.2020, 14:41

In Deutschland werden jeden Tag rund 45 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Für ihre Herstellung wird in der Regel Rohöl verwendet, was die Flaschen ressourcenintensiv und klimaschädlich macht – trotzdem ist Einwegplastik der Marktführer bei Getränkeverpackungen. Pepsico Deutschland hat sich jetzt aber dazu entschlossen, ab Ende 2021 nur noch PET-Flaschen aus recycelbaren Materialien zu verwenden.

Wie wirksam ist die Änderung?

Im Hinblick auf die Öko-Bilanz verschiedener Getränkeverpackungen gilt ganz klar: Mehrweg ist besser als Einweg. Und am umweltfreundlichsten ist Mehrweg dann, wenn er aus der Region kommt – denn je länger die Transportwege sind, desto geringer ist laut Öko-Test der ökologische Vorteil.

Pepsico verkauft seine Getränke zurzeit noch in Glasflaschen, Dosen, Mehrweg-Plastikflaschen und Einweg-Plastikflaschen. Um die dadurch entstandene Umweltbelastung zu minimieren, soll eine Umstellung bei allen kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken der Pepsico-Range (unter anderem Pepsi Max, Schwip Schwap, Mirinda, Lipton Ice Tea) vorgenommen werden: Sämtliche Flaschen sollen zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik (rPET) bestehen. Dadurch werden laut Pepsico 15.000 Tonnen Neuplastik jährlich eingespart.

Ziele für grünere Zukunft

Mit dem neuen Vorhaben übertrifft Pepsico sein vorheriges Ziel, bis 2030 in der gesamten Europäischen Union 50 Prozent rPET zu verwenden. Die neue Ankündigung zeigt das Engagement für die freiwillige Recycling- Kunststoffkampagne der Europäischen Kommission, die sicherstellen soll, dass bis 2025 zehn Millionen Tonnen recycelte Kunststoffe zur Herstellung neuer Produkte auf dem EU-Markt verwendet werden.

Silviu Popovici, Chief Executive Officer PepsiCo Europe, sagt: "Für uns ist das ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur 'green recovery' Europas. Damit wollen wir eine Transformation innerhalb der Getränkeindustrie anstoßen, die uns hilft unsere Vision einer einhundertprozentigen Kreislaufwirtschaft mit maximalem Recycling von Flasche zu Flasche zu verwirklichen".

Noch eine Alternative

Ein anderer Weg, Softdrinks zu genießen, aber auf Einwegplastik zu verzichten, ist die Benutzung eines Sodastreams. Wer den Wassersprudler zuhause hat, kann passende Sirups dazu kaufen und sich Softdrinks einfach zu Hause mischen. Das spart Plastikmüll und Geld. Die Geschmäcker reichen von Cola, über Orange, Beere, Waldmeister bis hin zu Kräuter, Ice Tea und Ginger Ale.

(sb)

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Angefangen hat für Christian Fenner, Thomas Stoffels und Mathias Tholey alles in der eigenen Küche. Die drei waren Studenten, saßen Tag für Tag in der Bibliothek, weil sie gerade an ihrer Abschlussarbeit schrieben. "Damals haben wir gemerkt, es gibt echt kein gutes Angebot für Snacks – entweder es ist alles voller Zucker, oder die Bio-Riegel, die alle mit Datteln gesüßt sind, schmecken halt nicht sonderlich gut", erzählt Christian Fenner, Co-Gründer der Nu Company auf Nachfrage von watson.

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