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Ein Aushang, der zum Boykott tierischer Produkte aufruft, um eine weitere Pandemie zu verhindern, sorgt für Verwirrung. bild: screenshot twitter

"Corona-Info": Aldi-Aushang sorgt für Irritation – das steckt dahinter

Bei Aldi Süd tauchen derzeit in mehreren Filialen Aushänge aus, die unter der Überschrift "Corona-Info" vor dem Konsum von tierischen Produkten warnen.

Die Schreiben, die vermeintlich im Namen der Kette verfasst wurden, wirkten wie offizielle Empfehlungen des Unternehmens. Sie enthalten unter anderem das Firmenlogo von Aldi Süd und sind in der Optik des Supermarkts gestaltet.

In dem Schreiben heißt es:

"Fleisch-, Milch- und Eierkonsum begünstigt Pandemien.
80% aller Pandemien haben ihren Ursprung in der Tierindustrie.

Die industrielle Nutztierhaltung ist der ideale Nährboden für neue Krankheitserreger.

Epidemien werden durch die steigende Zahl der Nutztiere begünstigt.

Um die Wahrscheinlichkeit künftiger Pandemien zu verringern, muss der Verbrauch von tierischen Produktionen drastisch reduziert werden.

Sie können das Risiko einer nächsten Pandemie reduzieren, indem Sie sich pflanzlich ernähren.

Wir bitten Sie daher, auf tierische Produkte zu verzichten.
In unserem Sortiment finden Sie eine Vielzahl pflanzlicher Lebensmittel."

Stammen nicht von Aldi Süd

Die Aushänge sind jedoch gefälscht. Aldi Süd teilt gegenüber watson mit, dass das Schreiben nicht vom Discounter stammt.

Wie "Mimikama" bereits im Mai berichtete, erschienen ähnlich formulierte Aushänge auch im Namen anderer Supermarkt-Ketten, wie zum Beispiel Rewe und Netto. Die Unternehmen teilten damals ebenfalls mit, es handle sich nicht um eine von ihnen verfasste Empfehlung.

Eine Netto-Sprecherin erklärt gegenüber watson, das Unternehmen distanziere sich ausdrücklich von diesem Aushang. "Wir haben weitergehende Schritte eingeleitet, um hiergegen vorzugehen." Netto diskriminiere keine Lebensmittel, sondern stehe für eine ausgewogene Ernährung.

(lau)

Preise steigen im Supermarkt: Diese Lebensmittel werden bald teurer

Die Corona-Krise sorgte für starke Preissteigerungen in Supermärkten. Klar, wenn die Nachfrage für bestimmte Produkte steigt, wird das Angebot knapper und die Preise höher. Wir alle können uns noch sehr gut an die Bilder von leeren Supermarktregalen im Frühling 2020 erinnern. Doch während sich die hohe Nachfrage zunächst vor allem auf haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Masken beschränkte, sollen jetzt die Preise für ganz andere Produkte steigen.

Dem ein oder anderen könnte das bereits …

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