BVB
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Bildnummer: 02831459  Datum: 12.05.2007  Copyright: imago/Sven Simon
Alexander Frei (BVB) - Torjubel neben dem geschlagen Torwart Manuel Neuer (Schalke); Alex, Vdig, quer, Jubel, Freud Leid Saison 2006/2007, Borussia Dortmund - FC Schalke 04 2:0 Dortmund Freude, Begeisterung,  Fußball 1. BL Herren Mannschaft Deutschland Gruppenbild optimistisch Aktion Personen

Bild: imago/Collage

Vom Hundebiss bis zum Torwart-Tor – die 6 besten Revierderbys im Ranking

Es ist eines ganz sicher nicht: ein normales Fußballspiel. Schalke gegen Dortmund. "Herne-West" gegen "Lüdenscheid-Nord". An diesem Samstag findet das Revierderby zum 176. Mal statt.

Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass dort draußen auch nur ein einziger Mensch existiert, dem bei diesem Aufeinandertreffen nicht die Krawatte platzt, rufen wir die besten Derbys noch einmal in Erinnerung.

Die 6 denkwürdigsten Ruhrpott-Derbys der jüngeren Geschichte:

Rex beißt Rausch

Friedel Rausch Hundebiss

Tatort Fußballplatz: Ersthelfer begutachten den Hintern von Friedel Rausch. Bild: dpa

In der Saison 1969 treffen Dortmund und Schalke bereits am vierten Spieltag aufeinander. Es ist Herbst. Im Dortmunder Stadion "Rote Erde" gibt es keine Zäune. 40.000 Zuschauer drängen sich bis dicht an den Spielfeldrand. Die Fans werden zur Spielfeldbegrenzung.

Schalke geht in Führung. Der Schalker Anhang jubelt, stürmt den Platz. Die Dortmunder Ordnungshüter jagen mit Hunden hinterher.

Und dann das: Plötzlich liegt ein Schalker Spieler am Boden. Friedel Rausch kniet und schreit.

Friedel Rausch hundebiss

Bild: screenshot youtube

Der fünfjährige Schäferhundrüde Rex hat den Schalker Spieler am Gesäß erwischt.

"Plötzlich habe ich einen Schmerz verspürt und habe mitbekommen, dass bei mir am Hintern ein Hund dran hing."

Hundebissopfer Friedel Rausch quelle: ard

Rausch bekommt eine Tetanusspritze, kneift die Hinterbacken zusammen und spielt weiter.

Dortmund gelingt noch der Ausgleich.

Rausch ist allerdings kein Einzelfall. Es erwischt auch einen zweiten Schalker: Rauschs Mannschaftskollege Gerd Neuser wird während des Platzsturmes in den linken Oberschenkel gebissen. 

So war das damals:

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Video: YouTube/EPOS IMAGES TV

Die Gebissenen erhalten vom BVB-Präsidium später 500 Mark Schmerzensgeld – und einen Blumenstrauß.

Zum Rückspiel empfingen die Schalker den Erzrivalen dann mit einem Löwen.

Gebissen wurde niemand.

Das Spiel endet wieder 1:1.

Flanke, Lehmann, Tor

Bild

 Jens Lehmann jubelte später im BVB-Trikot. Bild: imago

Saison 97/98. Das Dortmunder Westfalenstadion zählt 55.000 Zuschauer. Es ist der letzte Spieltag vor der Winterpause. 

Die reguläre Spielzeit ist vorbei. Dortmund führt 2:1.

Das Schalker "Kampfschwein" Marc Wilmots quält sich ein letztes Mal über den Flügel und flankt ins Nichts. Der Schiedsrichter gibt irrtümlicherweise Eckball für Schalke. Olaf Thon schießt die Ecke, Thomas Linke verlängert per Kopf.

Gelber Fleck auf blauem Grund – mutige BVB-Fans auf Schalke:

Am zweiten Pfosten steht plötzlich 
ein Mann bereit, der wohl irgendwie die Strafräume verwechselt hat. Schalke-Tormann Jens Lehmann schraubt sich in die Luft und trifft per Kopf zum Ausgleich. 

Es ist das erste Feldtor eines Torhüters. Das 33.325 Bundesligator ist damit ein historisches.

"Ich hab gesagt, ich geh auf den langen Pfosten. Ja, und dann stand ich da."

Geschichtsschreiber Jens Lehmann nach dem Spiel.

Ja, und dann stand er da:

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Video: YouTube/DerQuintana04

Fichtel im Nebel

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So oder so ähnlich könnte es gewesen sein. Bild: giphy

Herbst 1966. Über das Dortmunder Stadion "Rote Erde" hat sich ein dichtes Nebelband gelegt. 

Zuschauer freuen sich auf ein hitziges Derby und sehen doch - nichts. Und auch die Spieler haben so ihre Schwierigkeiten.

Schalkes Klaus Fichtel doziert: 

„Wir mussten uns gegenseitig über den Spielstand informieren.“

Und der Dortmunder Lothar Emmerich, der in diesem Spiel angeblich drei Tore geschossen hat, weiß nach dem Spiel mit dieser messerscharfen Hypothese zu überzeugen:

"Wenn wir etwas gesehen hätten, hätten wir noch höher gewonnen."

Endergebnis: 6:2 für Dortmund, heißt es. Gesehen hat es kaum jemand.

Meisterschaft futsch

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Frei vorm Tor. Bild: imago

12. Mai 2007. Schalke ist Fast-Meister. Bis zum Revierderby zumindest. Am vorletzten Spieltag treffen Dortmund und Schalke aufeinander.

Dortmund, das sich unter dem Trainerfuchs Nevio Scala durch die Saison rumpelt, zeigt natürlich gegen Schalke, das ja eigentlich doch was geht. Alex Frei und Ebi Smolarek treffen für Dortmund. Endergebnis: 2:0.

Stuttgart wird Deutscher Meister. Und die BVB-Spieler Kehl, Weidenfeller und Metzelder posieren in einem originellen Trikot mit der Aufschrift: "Meister der Herzensbrecher – zweizunull". Brüller.

Schalke gewinnt 4:4

26. November 2017. Die Zeitungen titeln später "Jahrhundertderby".

Der kriselnde BVB geht überraschend in Führung. Noch bevor Aki Watzke "Thomas Tuchel" buchstabieren kann, steht es 4:0 für den BVB. Sogar Mario Götze trifft per Kopf. Die Welt für einen Dortmundfan könnte in diesem Moment schöner nicht sein. Doch dann passiert etwas Unerhörtes: 

Der Schiedsrichter pfeift zur Halbzeit.

Darauf sind die Dortmunder offensichtlich nicht vorbereitet.

Oder um es mit den Worten des ehemaligen schottischen Nationalspielers Ian St. John zu sagen: "Ich wäre überrascht, wenn das Spiel bis zum Ende dauert."

Nach Wiederanpfiff starten die Schalker die Aufholjagd.

Plötzlich steht es 3:4. Die 90 Minuten sind um. Der Schiedsrichterassistent hebt die Tafel in die Luft. Darauf ist eine 7 zu sehen. In der vierten Minute der Nachspielzeit bekommt Schalke dann einen Eckball. 

Jewhen Konopljanka schießt die vielleicht erste brauchbare Flanke seines Lebens. Der Mann ohne Vornamen (sie nannten ihn Naldo) köpft ein.

Der Schalker Anhang tobt. Naldos Glatze wird geküsst.

Das 4:4 wird für den BVB zur gefühlten Niederlage. Und der Anfang vom Ende für Dortmunds Trainer Peter Bosz.

Und das Internet hat ein Thema:

Das 4:4 erinnert im Übrigen an ein anderes Derby mit umgekehrten Vorzeichen: 3:0 führt Schalke im September 2008 bis zur 67. Minute. Am Ende "gewinnt" Dortmund 3:3.

Das Rekordderby

Kuzorra

Stan Libuda und Ernst Kuzorra hatten einst einen Tabak- und Lottoladen in Gelsenkirchen. Bild: getty

Schalke gegen Dortmund ist zunächst ein ungleiches Duell. Im ersten Derby am 3. Mai 1925 schlägt Schalke Dortmund mit 4:2 in Herne. Ernst Kuzorra trifft doppelt für die Schalker.

Anfang des 20. Jahrhunderts heißt der Sieger fast immer Schalke 04. In diese Zeit fällt auch der höchste Sieg der Schalker über Dortmund - 10:0 in der "Gauliga Westfalen". 

Olaf Thon: "Ich hab ihn, wenn überhaupt, nur ganz leicht retuschiert."

Olaf Thon

Schalkelegende Olaf Thon weiht irgendwas ein. Bild: dpa

In den 1940ern ändern sich die Kräfteverhältnisse. 1943 gelingt Dortmund der erste Derbysieg. Torschütze ist August Lenz. Nach ihm wird auch das Klubhaus benannt. 

Bis zur Gründung der Bundesliga 1963 gewinnt meist der BVB. Am 7. September 1963 kommt es dann zum ersten offiziellen Bundesligaderby. Schalke gewinnt mit 3:1.

Wir haben ein wichtiges Spiel vergessen? Was ist dein Derby-Moment? Ab in die Kommentare damit.

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