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"Was für 'ne bescheuerte Frage": Heidenheim-Trainer lässt Frust freien Lauf

07.07.2020, 10:57

Der 1. FC Heidenheim hat die Sensation verpasst und bleibt in der zweiten Liga. Im Relegations-Rückspiel schaffte das Team von Frank Schmidt gegen Werder Bremen ein Unentschieden (2:2). Doch dank der Auswärtstor-Regel und dem 0:0 im Hinspiel reichte Werder das Remis, um erstklassig zu bleiben.

Dementsprechend groß war beim Außenseiter Heidenheim die Enttäuschung, so knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt zu sein. Im Interview mit dem Streaminganbieter DAZN ließ Coach Frank Schmidt nach dem Spiel seinem Frust freien Lauf. Auf die Frage des Reporters, wie groß denn seine Enttäuschung sei, antwortete er:

"Was für eine bescheuerte Frage – Entschuldigung. Wie groß soll die Enttäuschung sein? Wir haben eine große Chance gehabt, haben von einer Lebenschance gesprochen. Wir sind mega-enttäuscht heute. Vor allem, wie es zustande gekommen ist, war extrem schwer für uns. Das ist bitter."

Als sich der Reporter für die Frage entschuldigt, sagt Schmidt: "Ich bin Ihnen nicht böse. Aber was soll ich auf so eine Frage antworten? Egal, machen wir weiter."

Werder Bremen feiert den Klassenerhalt.
Werder Bremen feiert den Klassenerhalt.
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Der Frust des Trainers erklärt sich vor allem auch durch die Leistung seines Teams. Denn die Heidenheimer spielten nicht schlecht. Im Gegenteil: Sie hatten durchaus gute Torchancen und hätten ebenso als Sieger vom Platz gehen können. Dabei begann das Spiel äußerst ungünstig für den Zweitligisten. Bereits in der dritten Minute gerieten sie durch ein Eigentor von Theuerkauf in Rückstand. Den Ausgleich besorgte Kleindienst in der 85. Minute. Die anschließende Schlussphase verlief aufreibend, mit dem besseren Ende für Werder. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Augustinsson zur Führung, bevor Kleindienst in der 8. Minute der Nachspielzeit per Elfmeter für Heidenheim ausglich. Doch das war nur noch reine Ergebniskosmetik. Werder Bremen durfte nach einer verpatzten Saison doch noch jubeln.

Auch Werders Trainer Florian Kohfeldt reagierte im abschließenden Interview bei DAZN emotional. Sein Fazit zum Last-Minute-Klassenerhalt lautete: "Scheißegal, wir sind in der Liga." Auf die Frage, inwieweit nun auch persönlicher Druck von ihm abfalle, sagte er trocken und ironisch: "Nö, ich war total ruhig, vollkommen entspannt, und eigentlich tangiert mich das nicht. Ist nur ein Job für mich. Von daher kein Thema."

"Scheißegal", Werder zittert sich zum Klassenerhalt.
"Scheißegal", Werder zittert sich zum Klassenerhalt.
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(lau)

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