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Einfach mal loslassen: Fler (l.) hat keinen Bock mehr auf Beef mit Bushido. Bild: fler / katja kuhl /dpa / watson-montage

Fler: Ich habe Bushido vergeben – aus Mitleid

Fler hält seine guten Vorsätze zum neuen Jahr offenbar ein. In einem Interview erklärt der Berliner Rapper nun, er habe seinem Erzfeind Bushido vergeben. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte er angekündigt, sich 2020 nur noch der Musik und keinem Beef mehr zu widmen. Damit scheint es ihm tatsächlich ernst.

Er stellt aber sogleich klar, dass das nichts mit einem Friedensschluss zu tun habe. Mit Blick auf sämtliche seiner Kontrahenten erklärte Fler im Interview bei "Komm ins Café" dem Moderator Leon Lovelock: "Ich verzeihe ihnen das in dem Sinn, dass es keine Rolle mehr in meinem Leben spielen darf, aber es hat nichts mit positiven Vibes zu tun."

Auf die Nachfrage, ob er also auch Bushido vergeben habe, antwortet Fler:

"Der Junge ist in einer gewissen Form schwach. Und mittlerweile habe ich verstanden, er konnte nicht stark sein. Nur weil Leute denken, dass er stark ist und er sich so verkauft, als ob er stark wäre, muss ich ihn ja nicht weiter wie einen Starken behandeln. Und deswegen vergebe ich auch ihm, weil ich weiß, er kann's nicht besser."

Fler über Bushido

Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Klingt so, als wolle er einfach loslassen. Mit Bushido habe er mittlerweile Mitleid, sagt er weiter. "Viele Freunde von mir haben ihn jetzt auf der Straße gesehen, die haben mich angerufen und mir gesagt: 'Glaub mir, der würde dir einfach nur leid tun.' Und wenn du dann nochmal nachdenkst, und wenn du Menschlichkeit hast, Empathie – natürlich verzeihst du diesen Leuten dann."

Anders als Bushido habe er nie über Leichen gehen wollen, behauptet Fler. Deswegen habe die Öffentlichkeit oft ein schlechteres Bild von ihm (Fler) gehabt, aber die sei doch "krank". "Die ist kein Maßstab."

Ein kleine Warnung an den Ex-Partner ließ er sich dann trotzdem noch entlocken:

"Wenn er mich nochmal abfuckt, dann soll er wissen: Da liegen viele Sachen noch im Schrank."

Fler über Bushido

Schluss mit Stress

Auch auf seinen Beef mit der 187 Strassenbande aus Hamburg ging er ein, ohne sie namentlich zu erwähnen.

"Das ist auch bei vielen anderen Rappern so, die sollen mich in Ruhe lassen."

Fler hat keine Lust mehr auf Beef

Dass er die Hamburger meinte, die ihn im Verlauf des vergangenen Jahres zu einem Boxkampf herausfordern wollten, dann aber einen Rückzieher machten, als Fler darauf bestand, dass Zuschauer und Kameras dabei anwesend sein sollten, wird in seiner folgenden Aussage klar.

Man solle ihn nicht provozieren, weil man glaube, stärkere Hintermänner zu haben. "Das ist nicht mein Film. Mein Film ist: Ich sag meine Meinung, ich bin laut. Wenn's dir nicht passt, dann sag was dagegen, lass treffen, komm und wir schlagen uns." Er hätte gerne, dass Kameras dabei sind, fährt er fort.

"Wenn du die Kameras nicht willst, verstehe ich nicht, warum du in der Öffentlichkeit so einen Max machst. Wenn du mich in der Öffentlichkeit beleidigen kannst, warum kannst du nicht in der Öffentlichkeit kämpfen?"

Mit Musik will Fler dann im Februar wieder überzeugen. Sein neues Album "Atlantis" soll am Valentinstag erscheinen. Der Berliner ist allerdings bekannt dafür, seine Release-Dates immer wieder zu verschieben.

(om)

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Haftbefehl für Gzuz – ihm droht U-Haft

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Als Gzuz gegen Mittag dann doch im Gerichtsgebäude auftauchte, nahmen ihn Polizeibeamte fest. Bis zu einem neuen Hauptverhandlungstermin droht ihm …

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