Instagram
Bild

So leer sind die Straßen fast nie. Bild: instagram.com/p/BkMgAjiHkvu/

Eine Straße in Paris hat keinen Bock mehr auf Insta-Touristen – und wehrt sich

Die bunten Häuserfassaden der Rue Crémieux im 12. Arrondissement in Paris sind wahnsinnig instagramable. Und genau darin liegt Segen und Fluch zugleich. Denn: Die Bewohner der Straße haben die Nase voll von Instagram-Touristen, die alles verstopfen. Deshalb fordern sie Tore an beiden Straßenenden, die zumindest den Zugang am Wochenende einschränken.

Deshalb haben die Bewohner einen Verein gegründet und ihre Beschwerde an ihren lokalen Vertreter weitergeleitet. Die wiederum sollen nun bei der Stadt um Hilfe bitten. Auf der Suche nach dem perfekten Bild begeben sich ganze Legionen von Influencern – und solchen, die es werden wollen – zu einem Ort. Und auch für die Reise-und Tourismusbranche ist das soziale Medium inzwischen ein wichtiger Faktor.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

🇫🇷 🐱 #RueCrémieux#paris

Ein Beitrag geteilt von Jiyeon You (@you_j.y) am

Die Situation in der Rue Crémieux zeigt, welche Auswirkungen unser Instagramverhalten hat und wie die Menschen vor Ort mit den Touristenanstürmen kämpfen. Denn was wir bei der ganzen Jagd nach DEM Insta-Foto oft vergessen: Dort wohnen Menschen (und oft auch Tiere) – und wir dringen in deren Lebensraum ein.

Auch hier richtet der Tourismus einiges an:

(hd)

Meinung

Entspannt euch! Die Wut über das Beherbergungsverbot ist ein Luxusproblem

Für Menschen aus deutschen Risikogebieten gilt in einigen Bundesländern seit kurzem ein Beherbergungsverbot, ihr Herbsturlaub ist in Gefahr. Und Deutschland ist darüber schwer entsetzt. Als "Eingriff in die Freizügigkeit", bezeichnet FDP-Chef Christian Lindner die Maßnahmen gegenüber der "Bild, als "Fehler" bezeichnet Karl Lauterbach (SPD) die Regelung in der "Süddeutschen Zeitung". In den sozialen Netzwerken streiten die Deutschen über den Sinn (oder vor allem die Sinnlosigkeit) solcher …

Artikel lesen
Link zum Artikel