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Ab auf die Matte! Unsere Sportexperten geben dir Tipps, wie du nach der Lockdown-Faulenzerei wieder fit wirst. (Symbolbild) Bild: iStockphoto / Inside Creative House

Post-Corona-Workout: Fitnessexperten verraten dir, wie du wieder in Bewegung kommst

Der Pandemie haben wir es zu verdanken, dass wir Stubenhocker geworden sind. Zugegeben, einige fingen an zu joggen, als gäbe es kein Morgen mehr. Die meisten von uns aber fielen doch eher morgens vom Bett in die Online-Konferenz und landeten abends auf der Couch vorm Fernseher. Denn Fitnessstudios, Mannschaftssport und jegliche Sozialaktivitäten waren nun mal gestrichen. Aber jetzt eröffnen der Sommer und die niedrigen Inzidenzen neue Möglichkeiten: Zeit, deinen Fitness-Tracker wieder wachzurütteln.

Watson hat Fitnessexperten, Sportlehrer und Personal Trainer nach ihren besten Tipps gefragt, um nach der langen Lockdown-Faulenzerei wieder in Bewegung zu kommen.

Oberste Regel: den Spaß nicht vergessen

Ganz wichtig zur Motivation ist bei Fitness-Influencerin und Personal Trainer Tina Halder der Spaß an der Sache, heißt: die Freude an der Bewegung zu finden: "Dein Ziel darf dich begeistern und dir zugleich die Vorfreude auf das geben, das vor dir liegt", sagt sie gegenüber watson. Sie rät dazu, erst einmal herauszufinden, welche Art von Bewegung dir Spaß macht: Ist es Tanzen, Boxen, Teamsport oder lieber Home Workouts?

"Es ist Sommer und man kann viele Sachen draußen machen, zum Beispiel Stand Up Paddeling, Wasserski oder Ähnliches."

Raphael Jesse, Fitnesstrainer

Raphael Jesse, Fitnesstrainer von Das Trainingslager, schlägt vor, zur Motivation gleich so richtig ausgefallene Sportarten auszuprobieren: "Fun-Sportarten suchen. Es ist Sommer und man kann viele Sachen draußen machen, zum Beispiel Stand Up Paddeling, Wasserski oder Ähnliches."

Mit Freunden zusammen Sport machen

Das macht zusammen natürlich noch mehr Spaß als alleine und ist gleich sein zweiter Ratschlag. "Mit Freunden zum Sport verabreden. Das macht es schwieriger, sich raus zu reden, wenn man keine Lust hat", so der Fitnessprofi.

Die richtigen Ziele setzen

Ganz wichtig ist auch die richtige Zielsetzung: Statt "Abnehmen" oder "Fitness" ist es besser, ein kleineres, messbares Ziel zu setzen, beispielsweise eine Kilometermarke beim Joggen, eine Zahl auf der Waage oder die Menge der Gemüse- und Obstportionen am Tag. "Kleine Ziele sind messbarer. Sie sorgen für schnellere Erfolge und motivieren", so Tina Halder. Und Raphael Jesse empfiehlt vor allem, realistisch zu bleiben: "Machbare Ziele setzen, die man zu einem festen Zeitpunkt erreichen möchte. Dazu machbare Zwischenziele setzen."

"Kleine Ziele sind messbarer. Sie sorgen für schnellere Erfolge und motivieren"

Tina Halder, Personal Trainer und Fitness Influencerin

Sich festlegen

Am besten eignet sich dafür ein genauer Plan, sozusagen deine Wegbeschreibung ans Ziel: Wie oft möchtest du in welcher Intensität was trainieren? "Die Ziele am besten Freunden und der Familie erzählen – das motiviert zusätzlich – man will sich ja nicht blamieren", sagt Raphael Jesse dazu gegenüber watson.

Bewegung in den Alltag einbauen

Auch ein bisschen Bewegung nebenbei hat auf lange Sicht eine große Wirkung: "Versuche, dir mehr und mehr im Alltag bewusst zu machen, welche Wege du im Gehen zurücklegen könntest. Statt dem Auto das Fahrrad, statt dem Aufzug die Treppen", schreibt die Fitness Trainerin Tina Halder.

Gerade im Büro rät sie dazu, über einen Stehschreibtisch nachzudenken – denn auch beim Stehen verbrennt man Kalorien. Deshalb ist Tinas Geheimtipp das Kochen: "Schon bei der Zubereitung kannst du dadurch Kalorien verbrennen. Außerdem profitierst du von einer gesunden Mahlzeit, die dich näher an dein Ziel bringt."

"Auf jeden Fall immer eine Tischtenniskelle dabei haben, das lässt einen nach potentiellen Matches an den Kiezplatten Ausschau halten"

Kalle Schneider, Sportlehrer

"Auf jeden Fall immer eine Tischtenniskelle dabei haben, das lässt einen nach potentiellen Matches an den Kiezplatten Ausschau halten", rät der Berliner Sportlehrer Kalle Schneider gegegenüber watson ganz pragmatisch.

Sich Belohnungen aussuchen

Kalle empfiehlt außerdem, sich kleine Belohnungen für nach der Sporteinheit zu suchen. Vielleicht nicht gerade eine riesige Ladung Pommes oder Schokolade, aber doch etwas richtig Schönes, das dich zum Sport antreiben könnte: "Die positive Erschöpfung danach und ein kühles Radler dazu sind auch eine gute Motivation, zum Beispiel joggen oder kicken zu gehen. Das Wohlgefühl des Körpers nach einer guten Portion Yoga sollte auch motivieren und nicht zuletzt die Ausgelassenheit und Freude mit Freunden gemeinsam Sport zu treiben. Jetzt geht es ja wieder!"

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