"Archive 81" hat es auf Platz eins der Netflix-Charts geschafft.
"Archive 81" hat es auf Platz eins der Netflix-Charts geschafft.Bild: Netflix

Inspiration für "Archive 81": Netflix-Zuschauer erkennen verblüffende Verbindung

23.01.2022, 12:51

Kurz nach ihrem Release am 15. Januar hat es die US-Horrorserie "Archive 81" in dieser Woche auf den ersten Platz der Netflix-Charts geschafft. Im Zentrum der Geschichte steht der Archivar Dan, der auf Aufnahmen der vor Jahren verschwundenen Dokumentarfilmerin Melody stößt, die wiederum einer Sekte auf der Spur war.

Zu Beginn von Folge vier findet eine Künstlerin namens Eleanor Wall Erwähnung, die Mitglied einer radikalen Künstlergruppe namens "Spirit Reveivers" war. Bei "Reddit" sind einem Fan erstaunliche Parallelen zu einer Malerin des frühen 20. Jahrhunderts aufgefallen. Mutmaßlich ließ sich Netflix von ihr inspirieren.

"Archive 81": Fans entdecken spannendes Detail

Der User "SoulWizard7" ist sich sicher, dass das Intro der Episode von der schwedischen Malerin Hilma af Klint inspiriert ist, deren Werke erst in den 1980er-Jahren größere Bekanntheit erlangten. Sie selbst hatte veranlasst, dass ihre Bilder frühestens 20 Jahre nach ihrem Tod ausgestellt werden. Als junge Erwachsene bildete sie mit vier weiteren Frauen die Gemeinschaft "De Fem", bei Treffen fungierte die Künstlerin als Medium, sie war dem Spiritismus sehr zugetan.

In der vierten Folge von "Archive 81" werden zu Beginn sogar Kunstwerke eingeblendet, die denen von Hilma af Klint verblüffend ähnlich sehen. Und spannenderweise erinnert die in der Serie erwähnte Eleanor Wall auch optisch stark an die 1861 geborene Malerin. So ergänzt der Fan in seinem "Reddit"-Thread:

"Das Foto der Frau ist einem echten Bild nachempfunden, genau wie die Gemälde. Die Suche bei Google zeigt es sofort. Ich war sehr überrascht, als ich das sah, erkannte aber direkt den Zusammenhang."
Unter anderem dieses Bild wird in "Archive 81" eingeblendet.
Unter anderem dieses Bild wird in "Archive 81" eingeblendet.Bild: Netflix

Eine Nutzerin merkt in den Kommentaren an, als Kunststudentin habe sie noch nie von Hilma af Klint gehört, obwohl diese wohl eine der ersten Pionierinnen der abstrakten Kunst überhaupt war. Daraufhin gibt eine weitere Person zu bedenken, dass Frauen in Skandinavierin zu dieser Zeit Kunst nicht öffentlich praktizieren durften. Schon daher überrascht es kaum, dass Hilma af Klint erst so lange nach ihrem Tod international Beachtung fand.

"Das ist großartig! Ich hatte mich schon gefragt, ob bestimmte Aspekte der Show vom wirklichen Leben inspiriert wurden", freut sich auf der Plattform dann auch die Userin "tinycheeseburgers" über die Entdeckung.

Derartige Hinweise versüßen natürlich nicht zuletzt die Wartezeit auf eine mögliche zweite Staffel, die sich nach dem Cliffhanger-Ende bei Netflix geradezu aufdrängt. Offiziell hat der Streaming-Dienst noch keine Fortsetzung in Auftrag gegeben, angesichts der offenbar hohen Aufrufzahlen ist dies womöglich aber nur noch eine Frage der Zeit.

(ju)

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