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Cornelia Poletto: Die Star-Köchin spricht über ihre derzeitige Lage während der Corona-Krise. Bild: rtl

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"Wir werden uns damit abfinden müssen": TV-Köchin Cornelia Poletto spricht Corona-Klartext

Cornelia Poletto zählt zu den bekanntesten TV-Köchinnen Deutschlands. Sie stand bereits für diverse Unterhaltungsformate wie "The Taste", "Die Küchenschlacht" oder auch ihre eigene Kochshow "Polettos Kochschule" vor der Kamera. Doch auch fernab vom Fernsehen konnte sie allein zehn Jahre lang ihre Gäste mit ihrem Restaurant "Poletto" begeistern. 2011 eröffnete sie schließlich in Hamburg einen neuen Gastronomiebetrieb mit dem Namen "Cornelia Poletto". Dazu zählt auch ein Feinkostladen und die Kochschule "Cucina Cornelia Poletto".

2018 folgte in einem Einkaufszentrum in Shanghai das Restaurant "The Twins by Cornelia Poletto". Dazu zählt übrigens auch eine Kochschule, die sich über zwei Etagen erstreckt. Und wie viele Gastronomen stellt die Corona-Pandemie auch Poletto vor große Hürden. Zwar wurden nach zwei Monaten Lockdowns die Maßnahmen entschärft, Restaurants dürfen wieder öffnen, doch Normalität kehrt noch nicht wieder ein.

Poletto sagte watson bereits zum Beginn des Lockdowns, dass die Lage für Gastronomen sehr ernst sei und die Umsätze dramatisch einbrächen. Laufende Kosten für Personal und Miete seien kaum aufzubringen. Im Interview mit watson verrät die 48-Jährige nun, wie sie es durch die Krise schafft, womit sie nach der Wiedereröffnung zu kämpfen hat und wie sie ihre Zukunft sieht.

watson: Frau Poletto, wie gehen Sie in Ihrem Betrieb mit den Einschränkungen und den Folgen um?

Cornelia Poletto: Erst einmal bin ich froh, dass wir – wenn auch unter strengen Auflagen – wieder öffnen dürfen. Aufgrund der Abstandsregelung können wir jedoch nur halb so viele Gäste wie vor Corona bedienen. Unseren neuen "Take Away Service" behalten wir also vorerst bei. Wir sind motiviert und gucken positiv nach vorne.

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Poletto in ihrem Hamburger Restaurant. Bild: imago images/ Stephan Wallocha

Sind Sie optimistisch gestimmt?

Meine Erfahrung durch mein Restaurant in Shanghai sagt mir, dass wir noch eine ganze Weile Geduld haben müssen, bis alles wieder in gelernten Bahnen verläuft. Die Menschen schalten nach so vielen Wochen der Vorsicht und Zurückhaltung, was öffentliches Leben angeht, nicht einfach um und strömen in die Restaurants.

Wie fühlt es sich an, dass Sie Ihr Restaurant wieder öffnen können?

Ich bin total glücklich, dass wir wieder geöffnet haben. Auf Normalbetrieb können wir zwar noch nicht schalten, aber alleine die Tatsache, dass wieder Gäste an den Tischen Platz nehmen und wir ihr direktes Feedback auf unsere Küche bekommen, macht die ganze Poletto-Family happy.

"Wir bewirten an guten Tagen im Vergleich zu früher etwa die Hälfte an Gästen."

Wie verhält es sich mit Ihrer Kochschule?

Solange die Kochschüler Menschen aus nur einem oder zwei Haushalten sind, könnten wir theoretisch auch hier langsam wieder starten. Meist setzen sich die Gruppen aber etwas bunter zusammen, deswegen legen wir den Fokus gerade nicht auf Kochkurse. Trotzdem bleibt auch meine Cucina nicht kalt, da wir hier schon wieder erste Anfragen für kleine private Runden haben und sie auch von Unternehmen für Geschäftsessen oder Business-Workshops gemietet wird.

Wie setzen Sie die Corona-Maßnahmen um und welche Änderungen haben Sie im Restaurant vorgenommen?

Wir haben die Tische entzerrt und bewirten an guten Tagen im Vergleich zu früher etwa die Hälfte an Gästen. Jeder von ihnen muss ein Datenblatt ausfüllen, damit wir notfalls genau nachvollziehen können, wer wann bei uns war.

"Es gibt Tage, da sind wir ganz schön am Limit, aber wir schaffen es"

Und wie steht es um Kurzarbeit, die viele Gastronomiebetriebe beantragen mussten – wie schwierig ist es, den Anforderungen gerecht zu werden?

Glücklicherweise haben wir einen starken und sehr familiären Zusammenhalt im Poletto-Team. Es gibt Tage, da sind wir ganz schön am Limit, aber wir schaffen es. Wir haben inzwischen eine Regelung, die individuell anpassbar ist und durch die viele meine Mitarbeiter zum Glück schon gar nicht mehr in Kurzarbeit sein müssen.

Wie sieht Ihre Zukunftsprognose aus?

Geduld ist das Zauberwort. Da das Ende der Pandemie ja leider noch nicht absehbar ist, werden wir uns sicher noch eine ganze Weile mit Einschränkungen abfinden müssen. Da wir aber auch den Gästen, die lieber zu Hause bleiben und noch nicht wieder auswärts essen wollen, unsere komplette Speisekarte anbieten wollen, behalten wir unseren Abhol-Service noch bei.

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