Union Berlin setzt auf Kreativität statt Frust.
Union Berlin setzt auf Kreativität statt Frust.
Bild: wimago images / Camera 4

Corona-Krise sorgt für Engpässe – Bundesliga-Klubs reagieren kreativ

15.03.2020, 16:03

Die Corona-Krise hat weltweit für eine weitreichende Unterbrechung des gewohnten Alltags gesorgt. Die ökonomischen Auswirkungen machen sich schon jetzt bemerkbar, auch in der Welt des Sports.

In ganz Europa wurde der Spielbetrieb vorübergehend ausgesetzt. Definitiv die richtige Maßnahme angesichts der rasanten Ausbreitung von Covid-19. Doch das hat leider auch zur Folge, dass vor allem die kleineren Verein vor großen finanziellen Hürden stehen. Für manche ist sogar die weitere Existenz gefährdet, wenn nicht von außen geholfen wird.

Vereine brauchen ihre Fans

Fehlen die Fans vor dem Fernseher und im Stadion, entgehen den Clubs viele Einnahmen.
Fehlen die Fans vor dem Fernseher und im Stadion, entgehen den Clubs viele Einnahmen.
Bild: getty images / Rene Wassenbergh / EyeEm

Die Vereine leiden neben den ausbleibenden Fernsehgeldern vor allem unter den fehlenden Einnahmen durch Ticketverkäufe. Die größeren Vereine können hier noch einiges abfangen, doch für die kleineren Vereine der Bundesliga sind diese Verluste existenzbedrohend.

Der FC Union Berlin und der VfL Bochum sind die ersten, die auf eine kreative Art auf die bevorstehenden Engpässe reagieren.

Virtuelle Bratwurst bei Union

Auf der Website der Eisernen kann man jetzt für 2,50 Euro eine virtuelle Bratwurst und virtuelle Getränke kaufen. Der Verein hat dies als kreativen Spendenaufruf unter dem Motto: "Trinken wir darauf, dass wir uns bald wieder alle gesund in unserem Wohnzimmer wiedersehen" ins Leben gerufen.

Eine virtuelle Bratwurst soll dem FC Union Berlin finanziell aushelfen.
Eine virtuelle Bratwurst soll dem FC Union Berlin finanziell aushelfen.
Bild: getty images / Elva Etienne

Virtuelle Karten beim VfL Bochum

Der VfL Bochum sah sich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert, als die Partie gegen den 1. FC Heidenheim abgesagt wurde. Kurzerhand bot man die Tickets dort symbolisch trotzdem an – mit der Bitte um eine Spende für den Verein, für den die Spiele ohne Fans richtig gefährlich sind.

Gut möglich, dass andere Vereine der Bundesliga diesem Beispiel noch folgen werden.

(vdv)

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