Lego gehört zu den größten Spielzeugherstellern weltweit.
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Bild: www.imago-images.de / missenergy
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Lego entwickelt Bauklötzchen aus recycelten PET-Flaschen

26.06.2021, 18:44

Der dänische Spielwarenhersteller Lego hat seinen ersten Prototypen für einen Baustein aus wiederverwertetem Kunststoff präsentiert. Das weiße Klötzchen im 2x4-Format sieht aus wie ein herkömmlicher Legostein, besteht aber aus dem Plastik von entsorgten PET-Flaschen.

Er sei der erste Stein aus recyceltem Material, der die strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen von Lego erfüllt habe, teilte der Bauklötzchen-Riese aus dem dänischen Billund am Mittwoch mit. Eine ein Liter fassende PET-Plastikflasche liefere durchschnittlich ausreichend Ausgangsmaterial für zehn solcher Steine.

Lego hat sich seit längerem auf die Fahnen geschrieben, seine Produkte nachhaltiger machen zu wollen. Größte Herausforderung auf diesem Weg sei es, neue Materialien zu entwickeln, die genauso haltbar, stark und hochwertig seien wie die bisherigen Steine und die zudem zu den bisherigen Lego-Produkten passten, erklärte Legos Vizepräsident für Umweltverantwortung, Tim Brooks. Ein Team mit mehr als 150 Personen arbeitet nach Unternehmensangaben daran, die dafür passenden Lösungen zu finden.

In einer Pressemitteilung bekennt sich Lego dazu, bis zum Jahr 2030 nachhaltige Alternativen zu aktuellen Rohstoffen für die eigenen Produkte finden zu wollen. Kunststoff komplett ersetzen wollen sie jedoch nicht. "Wir wollen nachhaltige Quellen finden, um unsere aktuellen, ölbasierten Rohstoffe zu ersetzen, sodass der Kunststoff, den wir verwenden, aus nachhaltigeren oder biobasierten Rohstoffen hergestellt werden kann", heißt es.

Bis das neue Steinchen seinen Weg in die Lego-Boxen und somit ins Kinderzimmer findet, muss der Prototyp allerdings erst noch einige Tests unterlaufen. Die nächste Testphase wird voraussichtlich mindestens ein Jahr dauern. "Auch wenn es noch eine Weile dauert, bis Kinder mit Steinen aus recyceltem Plastik spielen, sollen sie schon jetzt wissen, dass wir daran arbeiten", so Brooks.

(sb/dpa-afxp)

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