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Der Countdown läuft... Habt ihr mehr als drei Stunden? Bild: UNIVERSUM FILM GMBH

"Countdown": Filmkritik zum Horror-Shocker – wie "Final Destination", aber 2020

Du wolltest schon immer wissen, wann genau du sterben wirst? Dann gibt's dafür jetzt eine App – und natürlich den passenden Horrorfilm dazu!

Eine App, die dir vorhersagen kann, wann genau du sterben wirst? Das klingt nicht nur creepy, sondern für die junge Krankenschwester Quinn (unser liebstes Stalking-Opfer aus "You"– Elizabeth Lail) auch ziemlich fake... Zumindest, bis sie sieht, dass sie nur noch drei Tage zu leben hat und plötzlich allerhand Merkwürdiges um sie herum passiert. Während sie verzweifelt versucht, das Geheimnis um die App zu lüften, läuft ihre Zeit kontinuierlich ab...

Die Moral von der Geschicht'

Eins ist nach dem Film klar: Wir werden nie wieder lügen und sagen, dass wir bei einer App die Nutzungsbedingungen gelesen haben und uns mich damit einverstanden erklären.

Der Trailer zu "Countdown"

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Video: YouTube/KinoCheck

Nur ein Wort: Meh.

Als eingefleischte Horrorfilm-Fans müssen wir leider sagen, dass uns der Film nicht wirklich überrascht hat... Ganz im Gegenteil. Es gab so viele Elemente, die wir nach mittlerweile unzähligen Filmen auswendig kennen. Da wären zum Beispiel:

Familiendrama – Check. (Zu) viele Jumpscares – Check. Witze, die nicht immer zünden – Check. Ein bisschen Sozialkritik eingestreut – Check. Nebenfiguren, die uns mehr begeistern, als die eigentlichen Hauptcharaktere (Hallejujah-High-Five für den Rap hörenden, Hostien snackenden Priester) – Check. Ein bisschen wirres Bibel-Gequatsche – Check. Und zum krönenden Abschluss ein recht vorhersehbares Ende– Check.

Kann man machen, muss man aber nicht

Allerdings müssen wir zur Verteidigung von "Countdown" sagen, dass das Horrorfilm-Genre an sich nicht besonders für seine Innovationen bekannt ist. Sehen wir einmal von Ausnahmen, wie dem großartigen "Get Out" oder "Hereditary" ab, lassen sich fast alle Horrorfilme auf die gleichen Grundideen herunterbrechen. Und somit steht ihnen dieser Film in absolut nichts nach.

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Nur noch eine Stunde zu leben? Erstmal flirten! Bild: UNIVERSUM FILM GMBH

Es ist auch nicht so, dass der Film nicht unterhaltsam wäre. Wir haben uns nicht im Kino gelangweilt und gehofft, dass er endlich vorbei ist. Wir haben aber auch ebenso wenig jede Sekunde mitgefiebert oder sind immer noch endlos begeistert, von dem, was wir gesehen haben.

"Countdown" – das Fazit

Insgesamt ist "Countdown" ein solider Horrorfilm geworden. Er ist ganz unterhaltsam für Horrorfans und Freunde der leichteren Kost. Nicht mehr und nicht weniger. Ob das für euch genug ist, müsst ihr selbst entscheiden.

Übrigens: Für die ganz Mutigen unter euch gibt es die Countdown-App auch im App-Store zu finden. Wir haben demnach noch 6 Jahre, 89 Tage, 18 Stunden, 22 Minuten und 15 Sekunden zu leben... Nicht die besten Aussichten, aber wie heißt es so schön: Nach 30 ist das Leben eh vorbei.

"Countdown" läuft ab dem 30. Januar 2020 in den deutschen Kinos. Regie führte Justin Dec. Neben Elizabeth Lail kann man Peter Facinelli ("Twilight") und Talitha Bateman ("Annabelle 2") in den Hauptrollen sehen.

(ks)

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