LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 10:  Prince Harry and Prince Philip, Duke of Edinbrugh attend the Fields of Remembrance at Westminster Abbey on November 10, 2016 in London, England.  (Photo by Tristan Fewings/Getty Images)

Auch Harry wird bei der Beerdigung von Prinz Philip zugegen sein. Bild: Getty Images/ Tristan Fewings

Philip-Trauerfeier: Queen mit Machtwort bei Kleiderordnung – Aufstellung bei Trauerzug sorgt für Aufregung

Am Samstag fand die Beerdigung von Prinz Philip in kleinem Rahmen statt. Auch Prinz Harry wohnte der Zeremonie bei – er reiste bereits am vergangenen Sonntag aus den USA an. Eigentlich wollte er seinem Großvater in Uniform die letzte Ehre erweisen, doch vorab gab es ein Problem, denn durch den Megxit wurden dem 36-Jährige seine militärischen Titel aberkannt. Er darf seine Orden nunmehr lediglich zu einem Anzug tragen.

Somit zeichnete sich ein Konflikt ab: Würde Harry also der einzige männliche Royal sein, der in Anzug statt Uniform zur Beerdigung erscheint? Für ihn wäre das sicherlich keine angenehme Situation gewesen. Laut einem Bericht von "The Sun" hatte die Queen Elizabeth II. das Dilemma nun zur Chefsache erklärt und eine Entscheidung zur Kleiderordnung getroffen.

Queen mit eleganter Lösung

Vor allem von Prinz Andrew war zu erwarten, dass er auf das Tragen seiner Admiralsuniform besteht, doch um einer angespannten Atmosphäre vorzubeugen, entschied die Queen kurzerhand, dass alle Gäste in Zivil erscheinen sollten. Das Begräbnis wurde also nicht im militärischen Stil abgehalten, für die Männer standen stattdessen Anzug und Krawatte auf der Kleiderordnung.

LONDON, ENGLAND - JULY 10: Queen Elizabeth II, Prince Harry, Duke of Sussex and Meghan, Duchess of Sussex on the balcony of Buckingham Palace as the Royal family attend events to mark the Centenary of the RAF on July 10, 2018 in London, England. (Photo by Chris Jackson/Getty Images)

Queen Elizabeth II. will nicht, dass die Gräben in der Familie weiter vertieft werden. Bild: Getty Images/ Chris Jackson

Nach dem kontroversen Interview von Harry und Meghan bei Oprah Winfrey dürfte die allgemeine Stimmung unter den Royals ohnehin noch angespannt sein und die Queen ist offenbar um Deeskalation bemüht, damit der Riss nicht weiter vertieft wird. Dafür erntet sie bei "The Sun" Lob von einer militärischen Quelle:

"Es ist die eloquenteste Lösung für das Problem."

Am Samstag traf Harry übrigens auch zum ersten Mal seit dem Oprah-Interview wieder öffentlich auf seinen Bruder William.

Harry und William: Aufstellung bei Trauerzug sorgte für Aufregung

Außer der Queen folgten nur zehn enge Verwandte dem Sarg. In der ersten Reihe gingen die beiden ältesten Kinder des Königspaares, Thronfolger Prinz Charles und Prinzessin Anne. Ihnen folgten ihre jüngeren Geschwister, die Prinzen Andrew und Edward.

Dahinter gingen Philips Enkel William und Harry – aber nicht alleine. Zwischen ihnen nahm Peter Phillips seinen Platz ein, ihr Cousin und Sohn von Prinzessin Anne. Bei der Ordnung sollte es allerdings nicht bleiben, immer wieder trat Peter einen Schritt zurück, wodurch die Brüder kurzzeitig nebeneinander liefen.

Dann folgten Annes Ehemann Sir Timothy Laurence sowie David Armstrong-Jones, Earl of Snowdon und Sohn der gestorbenen Queen-Schwester Margaret. Den Schluss bildete die Queen in ihrer Staatslimousine.

Dass Harry und William laut Protokoll eigentlich nicht direkt nebeneinander hinter dem Sarg ihres Großvaters liefen – auch dies soll Queen Elizabeth II. vorgegeben haben.

Das sorgte im Vorhinein für Wirbel. Damit, so spekulierten Medien, wollte die Königin sichtbare Spannungen zwischen den Brüdern vermeiden. Deren Beziehung hatte zuletzt stark unter dem Umzug von Harry und dessen Frau, Herzogin Meghan, in die USA sowie Rassismus-Vorwürfen des Paares gegen den Palast gelitten.

Als die Trauerfeier beendet war, erfolgte ein Zeichen Richtung Annäherung zwischen Harry und William: Gemeinsam mit Williams Frau Kate verließen die drei Seite an Seite die Kapelle, unterhielten sich sogar. Vielleicht war also auch Peters Zurückhaltung beim Gang in die Kapelle zuvor nicht ganz zufällig.

Prinz Philip verstarb am 9. April. Seinem Tod war ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt im Februar vorausgegangen. Gegenüber Prinz Charles äußerte er noch, innerhalb der Mauern von Schloss Windsor sterben zu wollen. Dies ist dann auch eingetreten.

(ju)

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