"Kein Friede den Toten" bei Netflix wartet mit spektakulären Wendungen auf. Bild: Netflix

"Kein Friede den Toten": Netflix-Serie hat sogar den Buch-Autor überrascht

Wenige Wochen nach dem Hit "Wer hat Sara ermordet?" hat Netflix schon wieder hochklassigen Thriller-Nachschub geliefert: Seit wenigen Tagen ist "Kein Friede den Toten" bei dem Streaming-Dienst verfügbar und läuft dort bereits sehr erfolgreich. Im Zentrum der Geschichte steht Mateo Vidal, der nach einer langjährigen Haftstrafe eigentlich nur sein privates Familienglück ausleben will – doch dann werden seine Frau und er auseinandergerissen.

Die Vorlage für das Drehbuch lieferte der 2005 erschienene Roman "The Innocent" von Harlan Coben. Auch der Buch-Autor hat eine Meinung zu der Adaption, die er nun im Interview mit "Variety" mitteilte. Offenbar ist es sogar für ihn eine Herausforderung, alle Details der Serie zu entschlüsseln.

"Kein Friede den Toten": Lob vom Autor der Vorlage

Im Gespräch findet Coben lobende Worte für Oriol Paulo, der nicht nur am Skript zur Serie mitschrieb, sondern sich auch für die Inszenierung verantwortlich zeichnet. Die beiden haben in künstlerischer Hinsicht etwas Wichtiges gemeinsam, was der Schriftsteller auch gleich auf den Punkt bringt. Nachdem er Paulos Film "The Invisible Guest" sah, dachte er angeblich gleich: "Hier ist ein Typ, der genauso verrückt nach Twists ist, wie ich."

Auch speziell in Bezug auf die Serie gerät Coben schließlich ins Schwärmen und meint: "Diese Show lässt wirklich keine Sekunde nach und irgendwo in der sechsten oder siebten Folge sind deine Nerven so verheddert, dass es zu einer erstaunlichen Erfahrung wird. Diese Geschichte geht wirklich in eine Richtung, von der ich nicht glaube, dass die Leute sie erwarten."

Tatsächlich entdeckt auch der Autor nach eigenen Angaben selber immer wieder Details, die ihn erstaunen – dabei ist mit der Story eigentlich niemand vertrauter als er. Angesprochen auf die vielen kleinen Hinweise, die Abonnenten auch zu mehrmaligem Schauen ermuntern würden, erklärt er:

"Das ist mir tatsächlich passiert! Und ich kenne diese Geschichte von vorne und hinten und habe die Serie wahrscheinlich schon 50 Mal gesehen."

Schock-Moment im Hause Coben

Zu einem besonders explosiven Moment soll es allerdings gekommen sein, als Coben "Kein Friede den Toten" gemeinsam mit seiner Frau sah, genauer gesagt die (mutmaßlich englisch) synchronisierte Version. Dazu erinnert er sich: "Ich schaue mir normalerweise nichts an, was synchronisiert ist, aber weil dies meine Serie ist, wollte ich wissen, wie andere Leute sie sehen würden – und meine Frau, die die Geschichte so gut kennt wie jeder andere, schrie am Ende einer Episode tatsächlich laut auf."

Er selbst liebe zwar solche unerwarteten Augenblicke, wisse aber auch, dass dies nicht jedermanns Geschmack sei. So spricht Harlan Coben am Ende eine kleine Warnung für das Netflix-Publikum aus: "Wenn du kein Fan von Wendungen und Twists bist, ist diese Serie nichts für dich. Das gebe ich zu."

(ju)

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