Lidl möchte effektiver bei der Anzeige seiner Preise sein.
Lidl möchte effektiver bei der Anzeige seiner Preise sein.
Bild: mago images / Future Imag / C. Hardt

Lidl testet neue Preisschilder – das ändert sich für Kunden

26.11.2019, 16:49

Das Discounter-Geschäft ist eins der härtesten überhaupt. Nicht nur Aldi und Lidl bekämpfen sich gegenseitig. Auch die Supermärkte wie Rewe, Edeka oder Netto buhlen mit um die Gunst der Kunden.

Um dem Konkurrenzkampf standzuhalten, müssen auch hin und wieder die Lebensmittelpreise ständig angepasst werden. Bei Lidl wurden bis vor Kurzem noch Preisschilder neu ausgedruckt und angebracht – so wie wir das aus den meisten Supermärkten kennen. Aber Lidl geht jetzt nach Rewe und Edeka bei Preisschildern einen neuen Weg – und zwar einen sehr digitalen Weg.

Digitale Preisschilder sollen künftig bei Lidl die Mitarbeiter entlasten und gleichzeitig Kosten für Papier und Druck senken, berichtet die "Lebensmittel-Zeitung".Ein entsprechender Test läuft aktuell in mehreren Filialen.

So funktionieren die neuen Preis-Schilder bei Lidl:

Die Zentrale funkt alle wichtigen Daten direkt in die Filiale (Produktname, Menge, Preis, Packungseinheit, Produkt im Angebot oder nicht). Die Logik: Wenn zum Beispiel Aldi den Butter-Preis sinkt, kann die Lidl-Zentrale umgehend reagieren und nachziehen.

Wer sich noch nichts unter smarten Preisschildern vorstellen kann, so sehen sie bei Saturn aus.
Wer sich noch nichts unter smarten Preisschildern vorstellen kann, so sehen sie bei Saturn aus.
Bild: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Das erhofft sich Lidl davon:

Das Ganze spart nicht nur Ressourcen, sondern auch Zeit ein. Der Trick: In vielen Punkten der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter verringert, das nervige Drucken und Umetikettieren fällt weg. Bislang müssen die Lidl-Mitarbeiter schließlich jeden Montag und Samstag durch den ganzen Laden laufen und jeden einzelnen Artikel, der die Woche über im Angebot ist, mit einem neuen Preisschild versehen.

Auch für die Kunden ergibt das Vorteile. Bisher passiert es immer wieder, dass der Preis auf dem Schild nicht übereinstimmt mit dem, was man an der Kasse schließlich für das Produkt zahlen soll (wir kennen es alle). Mit digitalen Preisschildern soll das nicht mehr vorkommen.

Bis jetzt kann man die smarten Preisschilder nur in einigen Lidl-Testfilialen finden. In Gebrauch kommen sie vor allem dort, wo es die größten Preisschwankungen gibt: In den Obst- und Gemüseabteilungen und bei Sonderangeboten werden sie vorrangig genutzt. Bei Lidl soll es laut "Lebensmittel-Zeitung" rote, schwarze und weiße Preis-Displays geben, um zum Beispiel Angebote auf den ersten Blick erkennbar zu machen.

Die Lidl-Konkurrent schläft indes nicht. Wie es in dem Bericht weiter heißt, wurde auch erstmalig eine Aldi-Nord Filiale in Duisburg mit den digitalen Preisschildern ausgestattet. Andere Tester sind: Bauhaus und Fressnapf.

(joey)

Edeka wendet sich in offenem Brief gegen Aldi und Lidl

Hauptsache billig! Oder lieber doch nicht? Beim Preiskrieg der Discounter meldet sich jetzt die Supermarktkette Edeka zu Wort. In einem offenen Brief kritisiert sie Lidl und Aldi für ihren Kampf um den günstigsten Preis. Laut Edeka liegt durch die rücksichtslose Preispolitik der Discounter "ein besonderer Druck auf der gesamten Wertschöpfungskette mit allen bekannten Vorzügen sowie Herausforderungen". Die Supermarktkette kritisiert außerdem die Werbekampagnen von Aldi und Lidl.

Seit der Senkung …

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