glass of cold frothy lager beer and potato chips plate on an old wooden table

Legendäre Kombination: Bier und Chips sind beste Freunde. Bild: iStockphoto / vladimir_karpenyuk

So kämpfst du mit Bier und Chips gegen den Klimawandel

Den Klimawandel zu bekämpfen, ist eine Mammutaufgabe. Es werden Bäume gepflanzt, Plastik aus dem Meer gefischt, Flugreisen vermieden. Dass die Samstagabend-Couch-Kombination Bier und Chips auch zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann, hat jetzt das britische Lebensmittelunternehmen Walkers herausgefunden.

Wie der BBC berichtet, hat das Unternehmen Walkers eine Technik entwickelt, mit der die CO2-Emissionen aus dem Herstellungsprozess ihrer Chips um 70 Prozent gesenkt werden sollen. Dafür wird CO2 aus der Biergärung in einer Brauerei verwendet, das mit Kartoffelabfällen gemischt zu Dünger verarbeitet wird und auf den Feldern eingesetzt werden kann.

Doppelter Einsatz der Bier-Chips-Kombi

Die herkömmliche Erzeugung von Dünger verursacht hohe CO2-Emissionen – die von Walkers verwendete Technologie produziere Dünger jedoch emissionslos, wie BBC berichtet. So erfülle die Bier-Chips-Kombination eine Doppelfunktion: Das CO2 der Brauerei gelangt nicht mehr in die Atmosphäre und das CO2, das normalerweise bei der Düngemittelherstellung entsteht, wird eingespart.

Die Technologie wurde mit einem Zuschuss der britischen Regierung von einem 14-köpfigen Start-up namens CCm entwickelt. Der Dünger wurde in diesem Jahr bereits getestet, und im nächsten Jahr wird Walkers in seiner Fabrik in Leicester CCm-Geräte installieren, um sich auf die Ernte 2022 vorzubereiten. Die neue Technologie ergänzt die bereits laufenden Maßnahmen der Firma, die zur CO2-Einsparung ergriffen wurden.

Pionierarbeit der Kreislaufwirtschaft

Walkers ist mit der neuen Technologie ein Pionier in Sachen Kreislaufwirtschaft. Katy Armstrong, Managerin des Carbon Utilization Center an der Sheffield University, sagte gegenüber BBC News: "Wir müssen unsere Produkte herstellen, ohne die CO2-Emissionen zu erhöhen, und wenn wir CO2-Abfall verwenden können, um sie herzustellen, umso besser."

Der Markeninhaber von Walkers, PepsiCo, möchte das CCm-Projekt erweitern, indem er Hafer und Mais mit dem neuen Dünger füttert. David Wilkinson von PepsiCo sagte: "Diese Innovation könnte Erkenntnisse für das gesamte Nahrungsmittelsystem liefern und es dem Agrarsektor ermöglichen, seinen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Dies ist nur der Anfang einer ehrgeizigen Reise. Wir freuen uns unglaublich, den Dünger in größerem Maßstab zu testen und sein volles Potenzial zu entdecken." CCm produziert nach eigenen Angaben Düngemittel auf CO2-Basis zum ungefähr gleichen Preis wie das herkömmliche Produkt.

(sb)

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