Oliver und Amira Pocher sprachen in ihrem Podcast über Susanna Ohlen.
Oliver und Amira Pocher sprachen in ihrem Podcast über Susanna Ohlen.Bild: imago images/ Future Image

"Ist natürlich wirklich ein Schlag ins Gesicht": Amira und Oliver Pocher äußern sich zum Skandal von RTL-Reporterin

04.08.2021, 16:5905.08.2021, 16:09

Die Fake-Aktion von Susanna Ohlen sorgte für große Diskussion. Die Reporterin berichtete für RTL live aus dem Hochwassergebiet. Vor einer Live-Schalte steckte sie plötzlich ihre Hände in den Matsch und machte damit ihre Kleidung dreckig. Damit suggerierte sie den Zuschauern, in diesem Moment tatkräftig mit angepackt zu haben. Jemand filmte vor Ort diese Szene und stellte später die Aufnahmen ins Netz.

Susanna Ohlen, die auch die Sendung "Guten Morgen Deutschland" moderiert, entschuldigte sich später für ihr Verhalten. Auf Instagram schrieb sie, dass sie einen schwerwiegenden Fehler gemacht habe. "Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen. Daraufhin habe ich mir, ohne zu überlegen, Schlamm auf meine Kleidung geschmiert", so Ohlen.

Sie gab zu, dass ihr als Journalistin das niemals hätte passieren dürfen. Schließlich bat sie um Verzeihung. Seitdem ist es ruhig auf ihrem Kanal. RTL reagierte übrigens prompt und teilte in einem Statement mit: "Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt." In ihrem Podcast sprachen Amira und Oliver Pocher, die ebenfalls für RTL tätig sind, über diesen Vorfall und fanden deutliche Worte dafür.

Amira und Oliver Pocher sagen, was sie von der Aktion halten

Zunächst erklärte der Komiker im Hinblick auf Susanna Ohlen: "Ich sag mal so, sie hat im wahrsten Sinne des Wortes in die Scheiße gegriffen, als sie für die Live-Schalte am Montag sich einfach ein bisschen Dreck ins Gesicht geschmiert hat, um einfach so zu suggerieren, dass sie auch unfassbar viel gemacht hat. Das Dumme war einfach, dass einer von oben aus dem Fenster mitgefilmt hat, wie sie mit dem Kamerateam da war und dann im Schlamm mit den Händen rumgemacht hat." Amira erklärte ihre Handlung so: "Um authentisch in der Live-Schalte zu wirken."

Die Entschuldigung von Ohlen fand Pocher im Nachgang "auch nicht so besonders cool". Dennoch betonte der 43-Jährige, dass diese komplette Ächtung nun auch nicht sein müsse. Amira sah das Ganze so: "Das ist natürlich sehr unglücklich, muss ich sagen." Und weiter:

"Klar, ich fand das echt kein cooler Move. Was da gerade in ihrem Kopf vorgegangen ist, wird nur sie ganz genau wissen. Aber sie hat sich doch entschuldigt, ich finde, da kann man jetzt auch einen Haken hinter machen."

Dennoch betonte Amira auch: "Das ist natürlich wirklich ein Schlag ins Gesicht für jeden, der da wirklich jeden Tag schleppt und anpackt und auch wirklich betroffen ist. Würde da jemand vor unserem Haus stehen und sich Schlamm ins Gesicht packen und dann eine Schalte machen, fände ich das auch richtig scheiße, muss ich dir sagen." Der Vater von fünf Kindern meinte, dass RTL natürlich auch immer im Fokus sei. Dass sie vom Sender beurlaubt wurde, findet Pocher angemessen, mit ihr hingegen das Arbeitsverhältnis zu beenden, allerdings nicht. Er erklärte:

"Sie haben sie erstmal beurlaubt, also nicht gekündigt, das würde ich auch too much finden."

Die 28-Jährige teilte mit, dass sich die Reporterin vor dem Vorfall privat auch Urlaub genommen habe, um zu helfen. Das Geschehene fasste sie folglich so zusammen: "Einfach scheiße gelaufen. Kein geiler Move, ist passiert, man hat sich entschuldigt." Genauso mittelmäßig fand das Paar übrigens auch die Aktion von Armin Laschet, der im Krisengebiet während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hintergrund lachte. "Das hat jetzt auch nicht wirklich geholfen", so Pocher. Amira pflichtete bei: "Ist aber auch einfach dumm."

(iger)

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