Ex-Fußballprofi Mario Basler hat sich bei "Stern TV" am Sonntag klar zum Gerichtsurteil gegen Boris Becker positioniert.
Ex-Fußballprofi Mario Basler hat sich bei "Stern TV" am Sonntag klar zum Gerichtsurteil gegen Boris Becker positioniert.Bild: RTL

Mario Basler bei "Stern TV" ohne Mitleid für Boris Becker: "Wenn ich kein Geld habe..."

08.05.2022, 16:24

Das Schicksal von Boris Becker bewegt Deutschland: Eine der größten Sportlegenden des Landes muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Mindestens die Hälfte davon muss der Ex-Tennisspieler auf jeden Fall absitzen. Das hatte am Freitag ein Gericht in London befunden, wo Becker lebt.

Der Grund: Becker, der 2017 gerichtlich für zahlungsunfähig erklärt wurde, hatte den Insolvenzverwaltern sein Vermögen offenlegen müssen und dabei nach Einschätzung des Gerichts wichtige Teile ausgelassen.

Mit der Frage, ob die Strafe gegen Becker gerecht ist, befasste sich auch die Sendung "Stern TV" am Sonntag. Einer der Gäste war Mario Basler. Der Ex-Fußballprofi ist bekannt dafür, dass er klar seine Meinung sagt und damit häufig aneckt.

Ex-Tennis-Star Boris Becker am Freitag auf dem Weg zu dem für ihn entscheidenden Gerichtstermin in London.
Ex-Tennis-Star Boris Becker am Freitag auf dem Weg zu dem für ihn entscheidenden Gerichtstermin in London. Bild: ZUMA Press Wire / Tayfun Salci

Zur Strafe von Boris Becker sagte Basler, dass sich sein Mitleid in Grenzen halte. "Wenn ich kein Geld habe, kann ich nicht leben wie ein Fürst." Becker habe die Chance gehabt, sein Vermögen offenzulegen, diese aber nicht genutzt.

Auch Ex-Tennisspielerin Kohde-Kilsch kann Becker nicht verteidigen

So ähnlich sieht es auch Ex-Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch, die ebenfalls in der Sendung zu Gast war. Die ehemalige Weltranglisten-Vierte (1985) kennt Becker gut, hat in der Sache aber kein Verständnis für ihn.

"Ich kann seine Straftaten nicht verteidigen", sagt Kohde-Kilsch. Und weiter: "Er hat Dinge getan, die man nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nicht tun darf." Auch sie musste vor zehn Jahren Insolvenz anmelden, das Verfahren wurde damals aber schon nach einem halben Jahr eingestellt. "Falsche Beratung, Sturheit, Realitätsferne", fasst sie die Fehler des früheren Star-Spielers zusammen.

Hälfte der Zuschauer findet das Urteil gerecht

Die Redaktion von "Stern TV" wollte auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern wissen, was sie von dem Urteil gegen Boris Becker halten. Mehr als 10.000 Menschen haben sich laut dem Sender RTL daran beteiligt. Das Ergebnis: Die Hälfte findet das Urteil gegen den ehemaligen Tennisstar gerecht.

(nik)

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