Hier war die Queen noch amused: Elizabeth II. mit Meghan und Harry im Juli 2018 auf dem Balkon des Buckingham Palace.
Hier war die Queen noch amused: Elizabeth II. mit Meghan und Harry im Juli 2018 auf dem Balkon des Buckingham Palace.
Bild: Getty Images/ Chris Jackson

Buch schildert Aktion von Harry und Meghan, für die sich die Queen noch heute schämen soll

09.07.2020, 09:15

Meghan und Harry gegen die Krone: Mit diesem Ansatz sind in den vergangenen 14 Tagen gleich zwei Enthüllungsbücher auf den Markt gekommen. Während sich die britische Königshaus-Expertin Lady Colin Campbell in ihrem 300-Seiten-Wälzer "Meghan and Harry – The real story" vor allem auf die Sussexes als Übeltäter stürzt, setzt der Investigativjournalist Dylan Howard in seinem Werk "Royals at War" auf den Zwist im Hause Windsor.

Der nicht unumstrittene Australier wirft dem royalen Couple so einiges vor, wobei er vor allem Meghan Patzer um Patzer angekreidet. Das Auftreten der Herzogin? Egozentrisch und unangemessen! Das Interesse für die Belange der britischen Königsfamilie? Nicht vorhanden! Das Verhältnis von Harry und William? Natürlich ihretwegen zerrüttet!

Gatte Harry nimmt in seinen Ausführungen stets den passiven Teil ein, seine Frau würde er über alles stellen, behauptet Howard. In einer Situation hat der Prinz dann aber doch einmal die Initiative ergriffen. Und diese Aktion habe seiner Großmutter, der Queen überhaupt nicht gefallen. Mehr noch: Die Monarchin soll nicht nur "not amused" gewesen sein, sondern sich geschämt haben – und das bis heute.

"Royals at War" erschien Ende Juni.
"Royals at War" erschien Ende Juni.
Bild: Skyhorse

Auf Premiere fädelte Harry Deal für Meghan ein

Im Sommer 2019 (Howard schreibt fälschlicherweise von Januar 2020) besuchten Harry und Meghan die Premiere von "Der König der Löwen" in London. Der sogenannte Megxit war noch nicht in Sichtweite, die Sussexes mischten sich unter die Premierengäste auf dem roten Teppich, besonders die ehemalige Schauspielerin Meghan schien den Auftritt zu genießen.

Während Meghan also Beyoncé begrüßte, suchte Harry das Gespräch mit Disney-CEO Bob Iger. Wie das "People"-Magazin später schrieb, soll der Prinz die Gunst der Stunde genutzt und dem Filmboss gesteckt haben, dass Meghan ja auch Synchronarbeiten mache. Als der entgegnete, dass er davon nichts gewusst hätte, erklärte Harry mit Nachdruck: "Ja, sie ist wirklich interessiert." Der Rest ist Geschichte, Meghan durfte den Disney-Film "Elefanten" einsprechen.

Der Moment, der den Deal angestoßen haben soll: Harry (mit dem Disney-CEO) und Meghan (mit Beyoncé) auf der "König der Löwen"-Premiere.
Der Moment, der den Deal angestoßen haben soll: Harry (mit dem Disney-CEO) und Meghan (mit Beyoncé) auf der "König der Löwen"-Premiere.
Bild: AFP / NIKLAS HALLE'N

Als die Queen von dem so eingefädelten Deal Wind bekam, soll sie sehr ungehalten reagiert haben, will der Autor aus dem Palast erfahren haben:

"Für die Queen war dies ein Moment zum Zusammenzucken. Harry dabei zu sehen, wie er vor dem Disney-Boss kroch, ist nicht weniger als ordinär. Ihr ist dieses Debakel peinlich. Wie könnte sie sich nicht fragen, 'Warum verkaufen sich meine Familienmitglieder an den höchsten Bieter?'"
Dylan Howard in "Royals at War"

Auch Prinz William soll den Plan seines Bruders, Meghans alten Hollywood-Glanz wieder aufleben zu lassen, missbilligt haben: "Er war immer der Meinung, dass dies geschmacklos sei und er wusste, dass die Queen genauso dachte."

"Wünschten, es wäre nie passiert"

Nun sei es nicht so, dass sich noch nie ein Mitglied der Royal Familie für eine PR-Kampagne hergegeben hätte. Dylan Howard führt das Beispiel von Queen-Enkel Peter Phillips, Prinzessin Annes Sohn, an. Der war einst das Gesicht einer Werbekampagne für Milch in China. Aber noch nie, so der Insider, hätte sich ein Mitglied des Inner Circles der Monarchin in derlei Form angebiedert, wie es Harry auf dem roten Teppich getan hätte.

"Senior Members der königlichen Familie wünschten, dass dies nie passiert wäre", sagte eine Palastquelle dem Journalisten.

(ab)

Royal-News: Prinz Philips Testament bleibe lange unter Verschluss

Seit dem Harry und Meghan den royalen Rückzug verkündeten, folgt ein Skandal nach dem nächsten. Besonders das Enthüllungsinterview von Meghan und Harry sorgte weltweit für Schlagzeilen. Sogar die Queen meldete sich dazu in einem persönlichen Statement zu Wort und ging auf die Vorwürfe ein, die das Paar im Gespräch mit Oprah Winfrey äußerte. Sie sei trotz teils verschiedener Sichtweisen "traurig" über Meghans und Harrys Kummer und die aufgeworfenen Fragen, "insbesondere die, die sich …

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