Nicht verwendetes Eis wird laut Unilever eingeschmolzen und weiterverarbeitet. (Symbolbild)
Nicht verwendetes Eis wird laut Unilever eingeschmolzen und weiterverarbeitet. (Symbolbild)
Bild: E+ / hdere

Aldi verkauft jetzt gerettetes Eis – das steckt dahinter

18.05.2020, 11:1128.09.2020, 13:44

Produkte, die als nachhaltig gelabelt sind, verkaufen sich besonders gut. Das weiß auch Unilever und nutzt den Trend für sich: Der Konzern hat eine neue Cremissimo-Sorte auf den Markt gebracht, die eigenen Angaben zufolge zum Teil aus gerettetem Speiseeis besteht.

Das Schokoladen-Eis mit dem Namen "Schokoheld" wird laut Unilever aus "bis zu 40 Prozent aus produktionsbedingt nicht verarbeiteter Eismasse" hergestellt. Wie hoch der Anteil tatsächlich ist, verrät das Unternehmen allerdings nicht.

"Wir haben ein innovatives Verfahren entwickelt, bei dem wir nicht verwendetes Eis einschmelzen und weitere hochwertige Zutaten hinzufügen", schreibt Unilever dazu auf seiner Website. Das gerettete Eis würde sonst nicht weiterverarbeitet und somit weggeworfen werden, heißt es. Unilever reduziert die Lebensmittelverschwendung so nach eigenen Angaben um "mehrere Tonnen im Jahr", konkrete Zahlen gibt es auch hierzu nicht. Die Verpackung des Eises soll vollständig recyclebar sein.

Zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Zu kaufen gibt es das Eis diese Woche unter anderem bei Aldi Nord. Denn auch die Lebensmitteldiscounter werben zunehmend mit Nachhaltigkeit – Aldi verkauft immer wieder auch Äpfel und Karotten, die kleinere Schönheitsfehler haben und normalerweise nicht im Gemüseregal gelandet wären.

Bislang sind solche Bemühungen allerdings noch ein Tropfen auf den heißen Stein. Mehr als zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll – ganze 18 Prozent davon fallen bei der Verarbeitung an, rund vier Prozent im Handel.

(ftü)

Stefans Töchter sind Fans von Greta Thunberg: So beeinflusst das seine Familie

Stefan, 37, ist Vater von zwei Töchtern – und beide sind Fans von Greta Thunberg. Immer wieder entlarven sie Stefan, der eigentlich umweltbewusst ist, als Klimasünder – und stellen ihn auch schon mal beim Einkaufen im Supermarkt bloß. Warum Stefan das dennoch gut findet, erklärt er im Protokoll.

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