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Bayern-Trainer Hansi Flick und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Bild: Fotoagentur SVEN SIMON / imago images
Bundesliga

"Richtig sauer": Hansi Flick rechnet mit den Medien ab

13.01.2021, 11:17

Für den FC Bayern geht es am Mittwochabend im DFB-Pokal gegen Zweitligist Holstein Kiel, doch auf der Pressekonferenz am Dienstag wurde Trainer Hansi Flick im einem ungewohnt langen Monolog besonders deutlich, als es um die Kritik an seinen Spielern geht.

Bereits nach der Niederlage in Gladbach am vergangenen Freitag wurde besonders Außenspieler Douglas Costa nach schwacher Leistung von zahlreichen Medien und Experten kritisiert. Auch die Integration der Neuzugänge verläuft beim FC Bayern aktuell eher schleppend. Für Flick nun ein Grund, sich öffentlich vor seine Spieler zu stellen.

"Jemand kriegt Schwierigkeiten, wenn er nicht zu 100 Prozent die Einstellung zeigt, aber damit hat bei uns niemand Probleme. Jeder versucht sein Bestes zu geben", erklärte der 54-Jährige. "Es ist für alle nicht so einfach, aber man muss den neuen und jungen Spielern Zeit geben, sich einzufinden." Doch auch ihm sei bewusst, dass beim FC Bayern ein besonderer Erfolgsdruck herrscht. "Wo geklatscht wird, wird auch gepfiffen, aber wenn es Spieler angeht, werde ich richtig sauer", sagte der Coach ungewohnt laut.

Angebliche Verwirrung um Talent Tiago Dantas

Zuletzt standen vor allem Costa und der 20-Jährige Tiago Dantas, der seit dem Sommer von Benfica Lissabon ausgeliehen ist, im Zentrum der Kritik. Der Mittelfeldspieler durfte aufgrund einer ausbleibenden Spielgenehmigung bisher nur in der zweiten Mannschaft spielen, wusste dort jedoch nicht zu überzeugen. Seit dem 1. Januar darf er auch beim Team von Hansi Flick eingesetzt werden.

So berichtete Sport1 davon, dass Flick die Kaufoption in Höhe von 7,5 Millionen Euro für den Portugiesen gerne ziehen würde, Sportdirektor Hasan Salihamidzic hingegen nicht. "Die Diskussionen um Douglas Costa und Tiago Dantas sind einfach nicht fair. Dass Brazzo (Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Anm.d.R.) und ich andere Vorstellungen haben, stimmt nicht. Wir besprechen und entscheiden Dinge gemeinsam."

Außerdem beschwerte sich der Triple-Trainer, dass immer wieder versucht wird, einen Keil zwischen den Profis und dem Nachwuchscampus zu schlagen. "Wir sind ständig im Gespräch und seit ich mit meinem Trainerteam übernommen habe, waren noch nie so viele Campus-Spieler bei den Profis."

(lgr)

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