Antonia und Alexander Cox aus Straelen pr

Antonia (24) und Alexander Cox (39) arbeiten in dritter Generation in einer Familiengärtnerei. Bild: TVNOW / Frank W. Hempel / Pottburri

Nie wieder Plastik: Geschwisterpaar begeistert bei "Höhle der Löwen" – Dümmel führt sie hinters Licht

Das Geschwisterpaar Antonia (24) und Alexander Cox (39) haben einen grünen Daumen – und bald könnten sie sich auch ein goldenes Näschen verdienen. Denn mit ihrer Erfindung haben sie bei "Die Höhle der Löwen" überzeugt. Nach eigenen Angaben haben sie den "wohl nachhaltigsten Pflanztopf der Welt" erfunden.

Während Ebru Erkunt (42) die Löwen weniger mit ihrem Produkt und dafür mehr mit ihrem Stehvermögen überzeugte, stimmte bei den Gründern des Start-ups Aumio eigentlich alles. Gleich drei Löwen wollten in ihre App investieren, die langanhaltende psychische Belastungen bei Kindern lindern soll. An den Angeboten hatten die vier Gründer aus Berlin jedoch kein Interesse.

Pottburri: Geschwister entwickeln nachhaltigen Pflanzentopf

Antonia und Alexander Cox (Foto) aus Straelen präsentieren mit

Anfangs zeigte sich auch Carsten Maschmeyer (rechts) an einem Investment in POTTBURRI interessiert. Bild: TVNOW / Frank W. Hempel / Pottburri

Antonia und Alexander Cox hatten die Schnauze voll von den Tonnen an Plastikmüll, die allein in ihrer heimischen Familiengärtnerei jährlich anfallen. Das Problem: Jede Pflanze wird heutzutage in einem Pflanzentopf aus Plastik verkauft, für den es spätestens beim Einpflanzen keine Verwendung mehr gibt. Rund 500 Millionen Plastiktöpfe landen in Deutschland jährlich auf den Müll.

Mit Pottburri haben die beiden Geschwister an einer Alternative für dieses Müllproblem getüftelt. Herausgekommen ist ein nachhaltiger Pflanztopf aus Sonnenblumen-Schalen, der nicht nur nachhaltig, sondern auch praktisch ist. Der Topf kann mit der Pflanze in die Erde eingepflanzt werden und wird dort von Organismen einfach aufgefressen.

150.000 Euro gegen 12,5 Prozent der Firmenanteile sollten das kleine Unternehmen zum Wachsen bringen.

Ralf Dümmel führt Gründer von Pottburri hinters Licht

Gut für die Umwelt und Zeit sparend – das hat auch die Löwen in Folge sechs von "Die Höhle der Löwen" überzeugt. Für Carsten Maschmeyer aber gab es einen Haken: Die Gründer sind an einen festen Entwicklungspartner gebunden.

"Abhängigkeit mag ich überhaupt nicht", erklärte Maschmeyer und war raus.

Ralf Dümmel verkündete den Geschwistern nach eigenen Angaben ebenfalls "schlechte Nachrichten". "Wenn ihr wollt, habe ich die schlechte Nachricht, dass ganz viel Arbeit auf euch zukommt", erlaubte sich Dümmel einen Spaß. Außerdem forderte er 20 Prozent der Firmenateile für ein Investment von 150.000 Euro.

Große Überlegungen brauchte es da nicht: Überglücklich ging das Geschwister-Paar mit einem Deal ihres Wunsch-Löwen nach Hause.

HaselHerz: Gründerin bricht in Tränen aus

Ebru Erkunt aus Hamburg präsentiert mit _Haselherz

Ebru Erkunt (42) weinte vor Freude, dass sie es in "Die Höhle der Löwen" geschafft hat. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer / Haselherz

Bei Gründerin Ebru Erkunt (42) von Haselherz aus Hamburg flossen die Tränen bereits, als sie die "Höhle der Löwen" betrat. Fünfmal hatte sie versucht, bei der Vox-Sendung dabei zu sein, erst jetzt klappte es. Mit einer veganen, glutenfreien Bio-Haselnuss-Creme wollte sie die Investoren um den Finger wickeln.

"Dieser Geschmack ist nicht so massentauglich wie das Konkurrenzprodukt", stellte Georg Kofler jedoch fest. Auch der hohe Preis des Nuss-Aufstrichs kam nicht so gut an. Ein Löwe nach dem anderen verließ das Rennen um ein Investment.

Wieder war es Ralf Dümmel, der sich in diesem Fall ein Herz fasste. Für 80.000 Euro und 25 Prozent der Firmenanteile machte er den Deal klar. Ebru Erkunt verließ die "Höhle der Löwen" wieder, wie sie gekommen war – mit Freudentränen.

Aumio: Berliner entwickeln App für Kinder

V.l.: Felix Noller, Jean Ochel, Tilman Wiewinner und Simon Senkl aus Berlin präsentieren mit _Aumio

Die Gründer von aumio gingen ohne Deal nachhause – dabei bekamen sie Angebote genug. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer / aumio

Statt Freudentränen hatten die Gründer der App aumio ihr Poker-Face in die "Höhle der Löwen" mitgebracht. Felix (32), Jean (29), Simon (28) und Tilmann (29) arbeiten für die gute Sache: Mit ihrer App wollen sie Kinder und Jugendliche auf die richtige Umlaufbahn lenken.

"Mit Aumio lernen Kinder in spielerischen Geschichten, Übungen, Mediationen, wie sie mit mentalen Herausforderungen umgehen können", stellten die Gründer die App vor.

Von den Löwen forderten die vier Gründer dafür 150.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Ihr Ziel: Den internationalen Markt zu erobern. Da wäre Carsten Maschmeyer doch ein guter Investor, könnte man meinen.

Aumio-Gründer bleiben hart

Carsten Maschmeyer und Nils Glagau wollten gemeinsam zuschlagen: 150.000 für insgesamt 20 Prozent der Anteile waren sie bereit zu geben. Was darauf folgte, war ein echter Verhandlungs-Krimi. Ein Hin und Her aus Angeboten und Gegenangeboten entstand. Dagmar Wöhrl, die bereits raus war, wollte plötzlich doch ein Stück vom Kuchen haben.

Doch am Ende kam kein Investment zustande. Der Grund: Die Gründer hielten an maximal 12 Prozent der Anteile fest. "Wir würden das gerne machen – aber nicht in dem Maße", erklärten die vier Gründer. Ob der geplatzte Deal wirklich eine kluge Entscheidung oder eine richtig große, vertane Chance war, das steht nun auf einem anderen Blatt.

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