Frauke Ludowig bei der RTL Launch Party f
Moderatorin Frauke Ludowig ist seit Jahren bei RTL als Moderatorin für "Exklusiv" tätig. Bild: imago images / imago images
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Frauke Ludowig bewertet den ersten Auftritt von König Charles III. und erklärt die Faszination Royals

19.09.2022, 10:36

Eigentlich kennt man Frauke Ludowig als Moderatorin und Promi-Expertin. Seit Mai 1994 moderiert sie die Sendung "Exclusiv – Das Starmagazin" für RTL. Eher zufällig war die 58-Jährige dabei ausgerechnet an dem Tag in London, als Queen Elizabeth II. verstarb.

Im Gespräch mit watson erzählt sie, wie sie diesen Tag erlebt hat und was sie von König Charles III. und der Monarchie hält.

Zudem schlägt sie nun einen neuen Berufsweg ein: Sie hat gemeinsamen mit dem Düsseldorfer Homeshopping-Kanal QVC ihre eigene Pflegelinie entwickelt.

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Daher verrät die gebürtige Niedersächsin auch, welches Malheur ihr einmal während einer Sendung passiert ist und warum sie es nicht mutig findet, sich ohne Make-up auf Instagram zu zeigen.

Frauke Ludowig präsentierte in Düsseldorf ihre eigene Hautpflegeprodukte.
Frauke Ludowig präsentierte in Düsseldorf ihre eigene Hautpflegeprodukte.Hojabr Riahi

watson: Frauke, ausgerechnet am Todestag der Queen warst du in London. Wie erinnerst du dich daran?

Frauke Ludowig: Ich saß am Flughafen und hatte schon eingecheckt, dann passierte es. Es war wirklich surreal, denn als ich mittags gehört habe, der Queen geht es schlecht und die Ärzte sind bei ihr, da habe ich noch gedacht: Sie hat vor zwei Tagen doch noch die neue Premierministerin empfangen? Sie ist gerade nur ein bisschen krank, sie lebt sicher noch ewig. Also da war ich total naiv.

Was denkst du über den neuen König Charles III.?

Der erste Auftritt war gut. Er stand bisher immer im Schatten der Queen und er hatte auch nicht die besten Sympathiewerte, aber er hat seine Sache bisher gut gemacht und er sah auch gut aus. Wie er da so smart stand in seinem Anzug und seine Camilla. Er hat sie auch noch einmal seine "geliebte Ehefrau" genannt. Da hat er einen guten Auftritt hingelegt.

"Es ist eine Art Märchenwelt, auf die wir immer wieder gerne gucken."
Frauke Ludowig über die britischen Royals

Glaubst du, dass sich William und Harry nach dem Tod der Queen nun wieder versöhnen werden? Das Verhältnis zwischen ihnen gilt als angespannt.

Ich weiß nicht, ob sie sich wieder versöhnen werden. Es ist der Familie auf jeden Fall zu wünschen.

Was sagst du zu der Kritik, die neben der Trauer um die Queen nun auch gegenüber der Monarchie in England laut wird?

Ich kann die Kritik verstehen. Allerdings muss man auch sagen: Es ist eine Art Märchenwelt, auf die wir immer wieder gerne gucken. Und warum gucken wir uns diese Bilder so gerne an, wenn zum Beispiel William, Kate, Harry und Meghan zusammenkommen, um sich die Trauerbekundungen für die Queen anzugucken? Es hat eben auch etwas Faszinierendes.

Auf fast allen TV-Sendern drehen sich die Nachrichten um die Royals. Als Fernseh-Moderatorin wirst auch du regelmäßig geschminkt. Kannst du dich an einen besonders schlimmen Make-up-Fail erinnern?

Mir ist einmal während einer laufenden Sendung eine künstliche Wimper ins Gesicht gefallen. Die hing dann da, wo sie eigentlich nicht hingehört. Das war ein super Anblick. Aber es gibt immer Looks, bei denen man hinterher denkt: Oh, das hätte jetzt besser sein können.

Wie hast du in dieser Situation reagiert?

Ich habe sie weggewischt und habe dann darüber gelacht, das war schon sehr lustig.

Neben Beauty-Produkten greifen viele Frauen auch auf Beauty-Eingriffe zurück. Wie stehst du dazu?

Wir sind diesbezüglich so offen geworden und das ist auch gut so. Vor ein paar Jahren war das noch total verpönt, heute ist es fast normal – man braucht ja nur durch Instagram zu scrollen. Dort werden einem auch immer wieder Ärzte gezeigt, die das machen. Viele gehen auch offen damit um.

"Im Moment geht es mir eigentlich ganz gut mit meinem Aussehen."

Haben Sie persönlich schon einmal darüber nachgedacht?

Wenn jemand irgendwas hat, das ihn stört, dann soll er das auch tun. Das würde ich auch tun, aber im Moment geht es mir eigentlich ganz gut mit meinem Aussehen. Mit der richtigen Pflege ist das aber vielleicht gar nicht mehr notwendig.

"Man hat doch mindestens einmal am Tag einen Moment, in dem man sich unsicher fühlt."

Du zeigst dich auch auf Instagram häufig ohne Make-up.

Ich werde immer auf meine "No-Make-up-Fotos" angesprochen, dann wird mir gesagt: Du bist mutig, dass du das machst. Aber eigentlich ist es das Wichtigste, dass man sich so akzeptiert, wie man ist, dass man sich irgendwie schön findet.

In welchen Momenten fühlst du dich denn unsicher?

Man hat doch mindestens einmal am Tag einen Moment, in dem man sich unsicher fühlt. Wenn zum Beispiel das Licht in der Umkleide schlecht ist. Aber es hilft, im Freundeskreis darüber zu reden und unter Kollegen. Das sind immer sehr interessante Gespräche.

Warst du schon immer so selbstsicher, was dein Äußeres betrifft?

Nein, das kommt tatsächlich ein bisschen mit den Jahren. Heute ist aber auch eine andere Zeit als damals. Ich habe inzwischen zwei Töchter und die haben ganz andere Ideale als ich damals. Aber diese Ideale gibt es in Wirklichkeit nicht, alles ist jetzt mit Filtern überzogen.

Wie schützt du deine Töchter davor, dass Instagram keine negative Wirkung auf sie hat?

Es ist wichtig, das zu thematisieren. Ich spreche mit meinen Kindern darüber, sie haben auch eine ganz klare und eine sehr kluge Meinung dazu. Man kann sie aber auch nicht ewig beschützen.

Ihre ältere Tochter Nele steht nun seit einiger Zeit auch im Rampenlicht, damit bietet sie eine noch größere Angriffsfläche.

Sie kann über negative Kommentare lachen. Sie hat zum Glück ein gutes Selbstbewusstsein, aber natürlich weiß man nicht, ob das auch immer so hält.

"Es ist leider so, dass manche Leute einfach nur was Sinnfreies schreiben wollen."

Wie reagierst du auf negative Kommentare?

Manchmal ist mir danach, etwas Lustiges darauf zu antworten, das mache ich dann auch. Aber es ist meist noch lustiger, wenn man auf die Profile derjenigen geht, die einen beleidigt haben. Da ist entweder kein Foto oder es ist jemand, bei dem man denkt: "Ein Albtraum, wie kann der denn jetzt so etwas schreiben?" Es ist leider so, dass manche Leute einfach nur was Sinnfreies schreiben wollen.

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