Durch das Wiederbringen von Arten soll die Sumpflandschaft des Iberá-Nationalparks ökologisch wieder funktionieren, ein erster Schritt ist jetzt mit dem Nachwuchs der Jaguare getan.
Durch das Wiederbringen von Arten soll die Sumpflandschaft des Iberá-Nationalparks ökologisch wieder funktionieren, ein erster Schritt ist jetzt mit dem Nachwuchs der Jaguare getan. getty images / Photocech
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Auswilderung geglückt: Jaguare in Argentinien haben erstmals Nachwuchs

26.07.2022, 11:31

Im weltweit bekannten Iberá-Nationalpark im Nordosten Argentiniens haben erstmals zwei ausgewilderte Jaguare Nachwuchs zur Welt gebracht. Ihre Eltern seien im vergangenen Jahr ausgewildert worden, teilte die Organisation "Rewilding Argentina" am Donnerstag (21. Juli) mit. Der Jaguar Jabotazinho kam aus Brasilien, das Jaguar-Weibchen Arami wurde 2018 in einem Auswilderungszentrum im argentinischen Sumpfgebiet geboren.

"Wir versuchen, die ökologische Funktionsweise der Sumpflandschaft wiederherzustellen, indem wir fehlende Arten zurückbringen", sagte Sebastián di Martino von Rewilding Argentina. "Der Jaguar spielt darin eine Schlüsselrolle." Seit 2012 seien acht der Großkatzen erfolgreich ausgewildert worden.

"Rewilding Argentina" betreibt mehrere Auswilderungsprojekte

Im Februar hatten verheerende Brände im Nordosten Argentiniens den Iberá-Nationalpark erreicht und dessen Tierwelt gefährdet. Die Iberá-Feuchtgebiete, eine Mischung aus Sumpf, Moor, Seen und Lagunen im Grenzgebiet zu Paraguay und Brasilien, sind unter anderem durch den verstorbenen US-Multimillionär und -Umweltschützer Douglas Tompkins bekannt. Das Projekt "Rewilding Argentina" geht auf den früheren Chef der Modemarken The North Face und Esprit zurück. Tompkins kaufte in Argentinien und Chile riesige Ländereien auf und verwandelte sie in Schutzgebiete. "Rewilding Argentina" betreibt in mehreren Nationalparks in Argentinien Auswilderungsprojekte. 2015 kam Tompkins bei einem Kajak-Unfall in Patagonien ums Leben.

(sp/dpa)

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