Die "Bridgerton"-Crew war nicht bei den Emmy Awards in Los Angeles dabei.
Die "Bridgerton"-Crew war nicht bei den Emmy Awards in Los Angeles dabei.Bild: dpa / Liam Daniel

"The Crown" räumt bei den Emmys ab – aber der "Bridgerton"-Cast hat Anreise-Verbot

21.09.2021, 17:59

Nach Jahren mit eher mäßigem Erfolg hat die vierte Staffel "The Crown" bei den Emmy Awards in Los Angeles nun groß abgeräumt. Gleich in sieben wichtigen Kategorien gewann das Drama über das Leben der britischen Königin Elizabeth II. am Sonntagabend (Ortszeit) beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Neben Auszeichnungen für Drehbuch, Regie und in allen vier Schauspieler-Kategorien gewann "The Crown" auch den Hauptpreis als beste Dramaserie des Jahres.

Auch für Netflix ist das ein riesiger Erfolg, denn noch nie zuvor hat der Streaminganbieter in dieser Kategorie gewinnen können. Insgesamt kam "The Crown" zusammen mit Preisen in Nebenkategorien auf elf von über 110 vergebenen Auszeichnungen.

Die meisten Preise nahm die Crew – auch dank der nach wie vor angespannten Corona-Lage – per Videoschalte aus London aus in Empfang.

Josh O'Connor gewann den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Leistung in der Dramaserie "The Crown".
Josh O'Connor gewann den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Leistung in der Dramaserie "The Crown".Bild: dpa / Chris Pizzello

"Bridgerton"-Crew mit Reiseverbot

Dass nicht alle Nominierten vor Ort sind, kennt man spätestens seit Start der Pandemie von diversen Verleihungen. Aber dieses Jahr durften wieder mehr Stars anwesend sein. Von Kaley Cuoco über Michael Douglas bis hin zu Kate Winslet spazierten zahlreiche Film- und Fernsehstars über den roten Teppich in Los Angeles. Nur die Macher und Darsteller einer der wohl gehyptesten Serien ließen sich die Veranstaltung am Sonntag entgehen: die "Bridgerton"-Crew.

Obwohl die britische Netflix-Serie für zwölf Emmys nominiert war, soll es den Stars untersagt gewesen sein, zur Verleihung anzureisen. Der Grund: Sorge vor einer Corona-Ansteckung.

Sorge vor Corona

Denn das Team rund um die Serien-Stars Phoebe Dynevor und Jonathan Bailey ist, was dieses Thema angeht, bereits gebeutelt. Mehrfach mussten die Dreharbeiten wegen positiver Coronatests unterbrochen werden. Anfang des Sommers gab es mehrere positive Corona-Tests unter der Film-Crew, die Dreharbeiten mussten deshalb sogar längere Zeit ausgesetzt werden. Dann kam es erst vor wenigen Wochen erneut zu einem Zwischenfall. Trotz täglicher Tests und Hygienekonzept am wurden sämtliche Corona-Tests des Tages einem Bericht zufolge durcheinander gebracht. So konnten die Ergebnisse nicht mehr den einzelnen Personen zugeordnet werden – dumm nur, dass ausgerechnet dann ein Test positiv ausfiel.

Für Phoebe Dynevor und die anderen "Bridgerton"-Stars ging es nicht in die USA.
Für Phoebe Dynevor und die anderen "Bridgerton"-Stars ging es nicht in die USA. Bild: Netflix / LIAM DANIEL/NETFLIX

Um kein Risiko einzugehen und Ansteckungen innerhalb der Crew zu verhindern, wurde der Dreh kurzerhand ausgesetzt und alle Mitarbeiter ein zweites Mal getestet. Das Ergebnis beim zweiten Test der Crew: alle negativ!

"Bridgerton"-Stars sauer

Nun wollten die Verantwortlichen kein Risiko eingehen und untersagten den Schauspielern offenbar, überhaupt erst persönlich an der Verleihung teilzunehmen. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus würde nämlich zu einer erneuten Zwangspause der Produktion führen – das wollten die Showrunner nicht riskieren.

So ganz einverstanden scheinen die Schauspieler mit dieser Anweisung nicht zu sein. "In der Öffentlichkeit machen die Stars gute Miene zum bösen Spiel und die gemeinsame Linie ist, dass sie sich freuen, nur von zu Hause aus zuzuschauen", berichtete ein Insider laut "The Sun". In Wahrheit sei da aber "große Enttäuschung und Ärger", denn viele wären gerne nach Hollywood gereist, um zu feiern, was sie erreicht haben.

"Die Leute vergessen, dass die Darsteller aufgrund der Beschränkungen nie die Möglichkeit hatten, Premieren, Medienauftritte oder Treffen wahrzunehmen", merkte der Insider weiter an.

Ein weiterer Wermutstropfen: Nicht nur die Stars durften nicht zu den Emmys anreisen, auch ging die Serie in den wichtigen Kategorien leer aus.

(jei/mit Material von dpa)

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