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Bild: WDR

Wie kamen diese 5 Wasserbüffel am Montag auf die A3? Jetzt wissen wir es

14.05.18, 12:19 15.05.18, 09:30
Julia Dombrowsky
Julia Dombrowsky

200 Kilometer Stau entstanden am Montagmorgen auf der A3 zwischen Leverkusen und Langenfeld – weil fünf Wasserbüffel sich auf die Autobahn verirrt hatten.

Wasserbüffel mitten in NRW? Wo kommen die her? Und wie konnten sie entwischen? 

Beim Naturschutzbund (NABU) hat man einen starken Verdacht: "Ich kann Ihnen genau sagen, woher die kommen: Aus der Wupperaue bei Opladen", sagt Bernhard Sonntag, der für den NABU in Köln/Leverkusen arbeitet.

Warum er das glaubt? Er betreut das Wasserbüffel-Projekt dort und die Tiere sind nicht das erste Mal stiften gegangen.

"Ich habe unseren zuständigen Landwirt leider noch nicht erreicht und weiß daher auch noch nicht, wie es zu diesem Ausbruch kam", sagt Sonntag.

Woher kamen die Büffel?

Aber von vorne: Seit 2011 lebt nahe dem Pescher Busch in Leverkusen eine kleine Herde Wasserbüffel als natürlicher Rasenmäher. Das Naturschutz-Projekt wurde von den Behörden bislang gut aufgenommen.

Der Bereich rund um die idyllische Wupperaue muss regelmäßig gepflegt werden und dafür sind Wasserbüffel ideal. "Das sind Tiere, die eben auch ins Wasser gehen", sagt Sonntag, der sich mit landschaftspflegerischen Maßnahmen auseinandersetzt.

Ideales Futterrevier

Die Wupperaue, an der die Büffel sonst grasen.

Die Wupperaue, an der die Büffel sonst grasen.

Klingt nach einer guten Idee. Allerdings ist die Wasserbüffelherde (trotz Zaun!) nicht zum ersten Mal ausgebüxt. Schon 2013 gab es Beschwerden von einem Reiterhof, dem die Tiere zu nahe kamen... 

"Ja, ja, die sind immer mal wieder entlaufen. Aber bis auf die Autobahn haben sie es noch nie geschafft."

Bernhard Sonntag (NABU)

Am Sonntagabend gelang ihnen aber offenbar gerade das. Gerade einmal 1,5 Kilometer trennt die Wupperaue von der A3, wo das Hornvieh dann den 200-km-Stau verursachte.

Wie geht es den Büffeln jetzt?

Zuletzt mussten Tierärzte des Kölner Zoos und die Feuerwehr der Stadt die Herde betäuben und abtransportieren, um den Verkehr wieder zum fließen zu bringen.

Die Büffel, nachdem sie wieder aufwachten.

"Wir hoffen natürlich, dass es den Büffeln gut geht", sagt Sonntag. Sie sollen ihrer alten Weide wieder zugeführt worden sein. Er wartet noch auf Rückmeldung des Landwirts.

Gefahr hätte seiner Meinung nach nicht bestanden. "Man braucht keine Angst vor Wasserbüffeln haben, die sind nicht besonders aggressiv. Eher so wie Rinder."

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