Der Wirt des Tegernseer Bräustüberls, Peter Hubert, will jetzt Google verklagen.
Der Wirt des Tegernseer Bräustüberls, Peter Hubert, will jetzt Google verklagen. Bild: imago-Images/teutopress GmbH

Gäste abgeschreckt? Wieso sich ein bayerischer Wirt jetzt mit Google anlegt

11.07.2019, 15:54

Öffnungszeiten, Bewertungen, mögliche Reservierungen und Stoßzeiten von Restaurants checkt man heutzutage easy über Google. Schnell den Namen der Gastronomie in die Suchzeile tippen, schon hat man einige wichtige Infos auf einen Blick und kann seinen Besuch besser planen.

Der Wirt des Herzöglichen Bräustüberls Tegernsee, Peter Hubert, will Google nun verklagen. Denn der Konzern habe wochenlang "gravierend falsche" Angaben zu Stoß- und Wartezeiten online gehabt. Das berichtet der "Bayerische Rundfunk" auf seiner Webseite. (br.de)

Google behauptete durchgehend, dass die Wartezeit eine Stunde beträgt

Egal zu welcher Saison, Tageszeit oder an welchem Wochentag, die Google-Information zum Restaurant hat laut dem Bericht meistens "stark besucht" mit "Wartezeiten" von einer Stunde und mehr gelautet. Warum dem so war, habe Huberts Team von Google wissen wollen. Doch eine zufriedenstellende Antwort hätte es nicht gegeben. Auch die Angaben richtigzustellen, sei erfolglos geblieben. Das Abmahnschreiben des Anwalts von Hubert sei mit einer standardisierten Email beantwortet worden.

Dem Wirt ist der Frust und die Verzweiflung anzuhören.

"Hier werden falsche Informationen wie Tatsachen dargestellt und um sie richtigzustellen, muss ich als regionaler, mittelständischer Unternehmer einen Rechtsstreit gegen einen Weltkonzern anfangen, der nicht nur teuer und belastend ist, sondern auch völlig offen in Bezug darauf, wie er ausgeht."

Gegenüber dem "Bayerischen Rundfunk" sagte Hubert, ein Sprecher von Google habe bloß ausgerichtet, dass die Angaben der Suchmaschine zum Restaurant auf einem Algorithmus beruhten.

Hubert ist sauer: "Ich lasse mir doch nicht von einem Algorithmus mein Geschäft beschädigen", sagt er.

Der "Bayerische Rundfunk" habe Google um Stellungnahme gebeten, bislang gab es aber keine Antwort des Internetkonzerns.

(as)

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