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DEU, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Dortmund, 09.12.2018: Dortmund-Hauptbahnhof - Intercity Express Zug der Deutschen Bahn *** DEU Deutschland Nordrhein Westfalen Dortmund 09 12 2018 Dortmund Central Station Intercity Express Train Deutsche Bahn

Bahnfahren ist bequem – mitunter aber auch teuer. Bild: imago images / Rüdiger Wölk

Verkehrsclub verrät: So lässt sich bei Bahntickets am besten sparen

Die deutsche Bahn ist unpünktlich, die Waggons im Winter zu kalt, im Sommer zu warm und ständig streikt wahlweise die Lok oder der Lokführer. Nein, die Bahn hat keinen guten Ruf. Und dann ist sie auch noch teuer: Eine Standardfahrt von Berlin nach München kostet etwa 120 Euro, ohne Rabatte. Wer will sich das schon leisten?

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fand nun heraus, dass tatsächlich nur jeder fünfte Fahrgast den vollen Preis zahlt, wie "Welt" schreibt. Die anderen vier sind mit einer Bahncard unterwegs, buchen einen Sparpreis oder machen sogar beides. Für einen günstiges Tickets nehmen Bahnkunden auch gerne eine andere Abfahrtszeit in Kauf.

Günstige Tickets bei der Bahn? Wie kommen wir daran?

Manchmal sind die Fahrkarten unschlagbar günstig und an anderen Tagen unbezahlbar. Ist das einfach nur Glück? Nein, die Verfügbarkeit von günstigen Tickets ist ein Betriebsgeheimnis, schreibt "Welt". Der Verkehrsclub will das ändern und hat das Marktforschungsinstitut Quotas beauftragt, das Rätsel um die Ticket-Preise zu lösen.

Es lohnt sich, früher zu buchen. Im Schnitt sind Tickets, die bis zu zwei Wochen vor Fahrt gebucht werden, demnach sogar mehr als 50 Prozent rabattiert. Die gute Nachricht für Spontane: Selbst 48 Stunden vor Abfahrt liegt das Sparpotenzial laut "Welt" noch auf einem ähnlichen Niveau.

Zwar gibt es auch 24 Stunden vor Abfahrt noch erschwingliche Preise. Am Tag vor der Abreise sind die Tickets demnach jedoch nur noch rund ein Drittel günstiger als der reguläre Flexpreis.

Beste Zeiten für günstige Bahntickets

Interessant: Die Bahn justiert die Preise. So kann es sein, dass für eine bestimmte Strecke Sparpreise manchmal verfügbar sind und manchmal eben nicht. Damit soll die Auslastung gesteuert werden.

Auch sind Tickets an Frei- und Sonntagen teurer. Ist klar, da wollen viele Menschen ihre Familie besuchen oder machen einen Kurztrip. Für Wochenend-Pendler ein klares Zeichen: früh buchen und früh aufstehen drückt den Ticket-Preis deutlich.

Wie sich zeigt, sind die Sparpreise für die Bahn wichtig. Offenbar hätte jeder dritte Reisende ohne ein entsprechendes Rabatt-Ticket eine andere Verkehrsmöglichkeit wie den Fernbus oder das Auto genommen.

Info: Ermittelt wurden die Preise von Quotas in einem Zeitraum von 24 Stunden und zwei Monaten vor der Fahrt.

(lin)

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